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Neue Monte Rosa Hütte


Published by JeHe , 7 October 2016, 16h39.

Region: World » Switzerland » Valais » Oberwallis
Date of the hike:23 August 2016
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-VS 
Height gain: 2050 m 6724 ft.
Height loss: 2050 m 6724 ft.
Route:32 km

Seit ihrer Neueröffnung 2010 ist die Monte Rosa Hütte nicht nur für Hochtourengänger ein heiß begehrtes Ziel. Für einfache Wanderer ergibt sich auf dem Weg dahin allerdings ein "eisiges" Problem, dass wohl auch in den nächsten Jahren nicht so schnell abtauen wird: Der Gornergletscher. Die Überquerung ist nicht schwierig, stellt aber viele doch vor so einige Probleme....

Wir sind an diesem Morgen um 7:30 Uhr in Zermatt gestartet. Ziel war es die Monte Rosa Hütte ohne Bahnbenutzung zu Erreichen und pünktlich zum Abendessen wieder zurück in Zermatt zu sein. Der Weg bis zum Rotenboden über die Riffelalp und Riffelberg zieht sich und so sind am Rotenboden schon 1200 Höhenmeter in den Beinen. Da ich nicht alles in schweren, steigeisenfesten Hochtourenstiefel laufen wollte, habe ich für den Abschnitt bis zum Gornergletscher meine Trail Running Schuhe von Salomon getragen. Bevor es dann auf das Eis des Gornergletschers ging hieß es dann Reifenwechsel und Steigeisen anziehen. Der Knackpunkt der Tour ist dann auch der Übergang vom Fels auf das schmelzende Eis des Gornergletschers. Von der Brücke mit Geländer, die hier noch vor 2 Jahren stand war nichts mehr zu sehen. Anstelle dieser stand man vor einem schmalen, wackeligen Holzsteg ohne Geländer, der einem auf die andere Seite helfen soll. Dies führte dazu, dass viele Leute hier umkehrten. Sie wussten wohl auch nicht dass dies die schwierigste Stelle der Tour war... Es bestand zusätzlich die Möglichkeit den Steig 10m weiter bergaufwärts zu umgehen. Dies erforderte allerdings ein paar Schritte mit den Frontalzacken der Steigeisen. Bei Schwindelfreiheit ist der Steg sicherlich die einfachere und sicherere Variante.
Der Weg auf dem Gornergletscher ist dann bis zur großen Mittelmoräne bei der Verwendung von Grödel oder Steigeisen relativ einfach und auch sehr gut markiert. Die Dreibeine von früher wurden dabei durch Stangen auf dem Gletscher ersetzt. Die Mittelmoräne bildet die "natürliche" Barriere zwischen Gorner- und Grenzgletscher und besteht meist aus losem Schutt und Blockgelände. Früher ging dann der Weg weiter auf dem Grenzgletscher entlang und dann die Endmoräne hoch in Richtung Hütte. Ab diesem (oder letztem Jahr?) wird man nach der Mittelmoräne direkt nach Osten in die Felsen und damit weg vom Gletscher geleitet. Der Grenzgletscher wird dadurch eigentlich nicht mehr betreten. Es geht nun leicht ansteigend bis zu dem großen Gletschersee (Gornersee) unterhalb des Monte Rosa Gletschers. Danach ist der Weg stellenweise mit Eisen und Ketten gesichert und führt letztendlich östlich von der alten Hütte vorbei direkt hoch zur neuen Hütte. Meines Erachtens ist die neue Wegführung einfacher und landschaftlich deutlich attraktiver. Bei schlechtem Wetter ist die Wegfindung erleichtert weil auf dem Grenzgletscher nicht mehr nach der nächsten Markierung gesucht werden muss. Die plattigen Felsen mit den Holzstufen hinauf zur Endmoräne entfallen natürlich auch.

Nach einem Mittagessen auf der wunderschön gelegenen Hütte machten wir uns gegen 13 Uhr auf den Rückweg. Wieder geht es über den Gletscher und über den schmalen Holzsteg und dann wieder in Trail Running Schuhen in RIchtung Rotenboden und von dort zum Riffelberg. Nach einem leckeren Bier ging es via Riffelalp zurück nach Zermatt, dass wir gegen 18:30 Uhr erreichten.

Fazit: Mit insgesamt knapp 32 km und über 2000 Höhenmetern eine lange, aber landschaftlich sehr eindrucksvolle Tour. Durch den schmalen Holzsteg hinüber zum Gornergletscher trennt sich sehr früh die Spreu vom Weizen (hört sich irgendwie gemein an...), sodass man danach deutlich weniger Menschen trifft wie auf dem Weg zwischen Rotenboden und Gornergletscher.


Hike partners: JeHe


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