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Gora Musat Čeri 3012,0m


Published by Sputnik Pro , 7 September 2016, 22h43.

Region: World » Russia » Karačaevo-Čerkesija
Date of the hike:25 August 2016
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: RUS 
Time: 2:30
Height gain: 300 m 984 ft.
Height loss: 200 m 656 ft.
Route:Zirke 3 km (total)
Access to start point:Mit dem Bus von Краснодар (Krasnodar) mit Umsteigen in Черкесск (Čerkessk) nach Домбай (Dombaj). Zwischen Čerkessk nach Dombaj muss je nach Linie in Карачаевск (Karačaevsk) oder Теберда (Teberda) umgestiegen werden. Von Dombaj fährt man mit zwei Seilbahnen bis fast auf den Gipfel des Musat Čeris hoch.
Access to end point:Analog Zufahrt zum Ausgangspunkt.
Accommodation:Keine am Berg; zahlreiche Hotels in Dombaj.
Maps:Топографическая карта К-37-36 (1:100000)

VORBEREITUNGSTAGE ZUR ANSPRUCHSVOLLEN TOUR AUFS DACH VON ABCHASIEN.

Den Sommerurlaub verbrachte ich wieder einmal im wunderschönen Kaukasus, auf Russisch Кавказ (Kavkaz). Diesmal war mein Bergfreund André aus Schweden mit von der Partie und unser Ziel war die schwierige Besteigung vom 4046,0m hohen Домбай-Ульген (Dombaj-Ul’gen). Der Gipfel ist der Landeshöhepunkt der Republik Abchasien und liegt auf der Grenze zu Russland. Unsere Besteigung erfolgte von Norden aus Russland weshalb wir im Bergdorf Домбай (Dombaj) auch unsere Basis für eine Woche hatten. Vor der eigentlichen Besteigung des Viertausenders verbrachten wir 3½ Tage im Touristenort mit Wanderungen den umliegenden Tälern und Kletterübungen an zwei Felsen. Zudem unternahmen wir eine kleine Gratwanderung über einige Erhebungen vom Хребет Мусат Чери (Khrebet Musat Čeri) wobei wir den mit Technik zugebauten, 3012,0m hohen Gipfel Гора Мусат Чери (Gora Musat Čeri) besuchten. Für die Anreise aus Краснодар (Krasnodar) und die ersten Tage in Dombaj war der K2-erfahrene Bergführer Александр Елисеев (Aleksandr Eliseev) mit dabei. „Алекс“ („Aleks“) konnte gut Englisch, ist ein toller Typ und natürlich ein sehr guter Alpinist. Wir buchten ihn und den zweiten Bergführer, welcher zur Dombaj-Ul’gen-Besteigung dazu stiess, über die professionelle Agentur „Russian Mountain Guides“ (Homepgage: www.mountainguides.ru). Die Agentur organisierte unser gesamtes Paket in Dombaj, inklusive des Border Permits, das für Wanderungen in die Täler rund um Dombaj und für die Dombaj-Ul’gen-Besteigung vorgeschrieben ist.

Reisebericht:

TAG 1 (20.8.): Anreise nach Krasnodar.

Etwas knapp erreichte ich den Flughafen Zürich und hatte echtes Glück dass ich mein Gepäck noch einchecken konnte. Hoch erfreut, dass ich den Flug glücklicherweise noch erwischt hatte, flog ich zuerst nach İstanbul. Am Flughafen Sabiha Gökçen musste ich langweilige fünf Stunden in Transferbereich für meinen Weiterflug nach Krasnodar in Südrussland warten. Kurz vor Mitternacht ging es schliesslich endlich los mit dem Pegasus-Flug in die südrussische Metropole.

TAG 2 (21.8.): Krasnodar.

Um 3:30 Uhr landete ich nach eine langen Flugreise endlich in Krasnodar. Die Zollabfertigung war genau aber speditiv so dass ich bald im Taxi sass. André war schon einige Stunden früher in Krasnodar angekommen und so trafen wir uns im gebuchen Hotelzimmer . Das Гостиница Мартон (Gostinica Marton) ist zentral gelegen, sauber und preiswert – und ich kannte es schon von einer früheren Russlandreise. Nach dem Ausschlafen zeigte ich André die Stadt; zufälligerweise fand gerade eine Militärparade von Kosaken statt, welche sehr eindrücklich war. Später am Nachmittag trafen wir Сергей Баранов (Sergej Baranov), den Geschäftsführer der Agentur „Russian Mountain Guides“. Gemeinsam besprachen wir nochmals das gebuchte Programm in Dombaj und gingen am Abend in ein feines Restaurant essen.

TAG 3 (22.8.): Krasnodar - Dombaj / Wanderung ins Amanauz.

Um dem Stau der Pendler in Krasnodar zu entweichen trafen wir vor dem Hotel schon um 6 Uhr früh Aleks. So fuhren wir kurz nach Sonnenaufgang aus der Stadt  in Richtung Ostsüdosten. Unsere Reise mit Aleks' Auto führte uns auf Schnellstrassen durch die topfebene Landschaft der Kubansteppen. Gegen Mittag erreichten wir schliesslich die Provinzhauptstadt Черкесск (Čerkessk). Hier mussten wir das vor monaten vorbestellte Border-Permit (Russisch: Пропуск / Propusk) bei den Grenzbehörden (Russisch: Пограничная территория КЧР / Pograničnaja territorija KČR) abholen, ohne das in Dombaj keine Bergtour im Grenzgebiet erlaubt ist. Mit dem erhaltenen Dokument fuhren weiter nach ins Bergdorf Dombaj. Unterwegs wurde die Landschaft nun zunehmend bergiger bis wir schliesslich in Dombaj überwältigt waren ob der mächtigen, stark vegletscherten und enorm steilen Gipfelparade. Nach einem kleinem Mittagessen in unserem Hotel Таулу (Taulu) wollte Aleks die Füsse vertreten uns so entschieden wir eine erste kleine Wanderung in ein Tal zu unternehmen. Wir wanderten durch das ausgedehnte Dorf und dann nach Süden ins Долина Аманауз (Dolina Amanauz). Am Taleingang mussten wir je 100 Rubel als Eintritt für den Nationalpark zahlen. Gleich danach ging es steil hinauf dur dichten Bergwald. Nach zirka zwei Stunden hatten wir die Waldgrenze erreicht. Hier rasteten wir auf etwa 2100m Höhe und genossen die eindrückliche Gebirgswelt. Auf gleichem Weg wanderten wir wieder zum Hotel - ein langer Tag endete und freuten uns auf den nächsten wo Klettertraining angesagt war.

TAG 4 (23.8.): Klettertraining in Dombaj.

Nach einem deftigen russischen Frühstück waderten wir in zirka 20 Minten zum Kletterfelsen westlich von Dombaj. Der Fels ist versteckt im Wald und ein Pfeiler will bestiegen werden. Die Schwierigkeiten liegen im unteren V-Bereich. Geklettert waren wir mit Bergschuhen was ziemlick knackig war. Geübt hatten wir auch mit einer Seilklemme was an einem senkrechten Fels doch etwas schwierig war. Am Nachmittag planten wir im Nachbarort nochmals zum Klettertraining zu gehen. Das Training vergassen wir aber schnell, denn der Himmel öffnete seine Tore und wir verbrachten die Zeit mit Erholung im Hotel.

TAG 5 (24.8.): Klettertraining in Teberda / Wanderung ins Alibek

Am Morgen war wieder Klettertraining angesagt und so fuhren wir talabwärts in den nächsten Ort Теберда (Teberda). Östlich, etwa 130m über dem Dorf befindet sich ein Wasserfall und einige rot markierte Routen an den benachbarten Felsen. Die Kletterei war hier einfacher (IV) als tags zuvor am Pfeiler von Dombaj. Wir hatten riesigen Spass am harten Granitgestein und kletterten stets in Bergschuhen. Am Nachmittag wanderten wir von Dombaj westwärts ins Долина Алибек (Dolina Alibek). Eingangs Tal mussten wir je wieder 100 Rubel Gebühr für den Nationalpark zahlen. Auf einem Fahrsträsschen wanderten wir zügig talaufwärts, passierten den Sporthotelkomplex und gelangten nach knapp zwei Stunden zum Kontrollposten der Grenzpolizei. Unsere Permits und Pässe wurden gründlich kontrolliert, so dass wir die Wanderung zum einrücklichen Wasserfall fortsetzen durften. Der eindrückliche Алибекский водопад (Alibekskij vodopad) ist eines der Highlights von Dombaj und man sollte ihn unbedingt besuchen wenn man schon einmal in der Gegend ist. Zur Dämmerung waren wir schliesslich wieder im Hotel wo ein weiterer eindrucksvoller Tag zu Ende ging.

TAG 6 (25.8.): Gora Musat Čeri und eine kleine Gratwanderung.

Am Vortag unserer mehrtägigen Hochtour auf den Dombaj-Ul’gen sollte es etwas ruhiger sein um Kräfte zu sparen. Deshalb fuhren wir mit der Bergbahn auf nahezu 3000m Höhe hinauf. Gleich oberhalb der Bergstation befindet sich der Gipfel Musat Čeri den wir zunächst jedoch links liegen liessen. Wir wanderten, auch zur besseren Höhenanpassung dem Gratrücken Khrebet Musat Čeri entlang. Zuerst ging es hinauf zur ersten etwa 3140m hohen Kuppe hinauf. Dort befindet sich die Bergstation eines Sesselliftes. Die Aussicht auf die Bergwelt des Westkaukasus war eindrücklich! Den nächsten, etwa 3170m Gratbuckel besuchten wir ebenfalls und genossen dort die einrückliche Sicht zum Dombaj-Ul’gen. Auf dem Rückweg fuhren wir mit der Sesselbahn zurück zur Station beim Musat Čeri. Der Gipfel mussten wir natürlich noch rasch besuchen da er einen Namen hat. Rund um den Gipfel gibt es etliche Restaurants und Souvenirstände. Unseren Feinschmeckernasen entging der Schaschlik-Grillgeruch nicht - logisch genossen wir die Fleischspiesse mit einem Bier in der herrlichen Berglandschaft bevor wir ins Tal gondelten. Den Nachmittag verbrachten wir mit Proviant einkaufen, Packen unserer Rucksäcken und Schlafen im Hotel. Zum Nachtessen traf schliesslich auch unser zweiter Bergführer Александр Сушко (Aleksandr Suško) ein. „Саша“ („Saša“) ist ebenfalls ein sehr erfahrener Bergführer, schliesslich hat er schon alle 7000er der frühereren Sowjetunion bestiegen!

Anmerkung:

Tourenbericht der Dombaj-Ul’gen-Besteigung und Reise nach Abchasien: Домбай-Ульген

Hike partners: Sputnik, andre68


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Comments (2)


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Felix Pro says:
Sent 17 October 2016, 17h20
interessanter Reisebericht - die beste Einstimmung auf den Höchsten Abchasiens!

lg Felix

Sputnik Pro says:
Sent 18 October 2016, 05h14
Hallo Felix,

Oja, das Ferien Dorf Dombaj ist auch toll. Die Täler von Dombaj und etliche 3000er darum hätten dir zum Alpinwandern sicher auch gefallen.

LG, Andi


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