Blaubergkamm (1862m), Scheindjoch (1811m) und Natterwand (1618m)


Published by Chiemgauer , 11 June 2016, 13h04.

Region: World » Austria » Nördliche Ostalpen » Rofangebirge und Brandenberger Alpen
Date of the hike:10 June 2016
Hiking grading: T3+ - Difficult Mountain hike
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: D   A 
Time: 12:15
Height gain: 3050 m 10004 ft.
Height loss: 3050 m 10004 ft.
Route:38,2 km
Access to start point:Über Tegernsee oder Achensee nach Achenwald.
Accommodation:Gufferthütte
Maps:Kompass Nr. 8

Wenn das lange Wochenende nur einen Tag mit gutem Wetter hat, dann muss dieser halt ausgiebig genutzt werden. Heute wurde der Tag dann doch etwas länger als geplant genutzt, was an dem mir nicht bekannten Gelände lag. Nur nach Karte und nach Begutachtung aus der Ferne kann schon mal in kleinem Frust enden.

 

Von Achenwald geht es die Straße zur Westseite des Sattelkopf hoch bis zu einem gerodeten Hang (ca. 1200m) von wo dieser wild angesteuert wird. Danach am Rücken weiter zum Reitstein und von hier der Grenze entlang, über Platteneck, zum Schildenstein. Ab hier dann Wanderweg bis zur Halserspitze, wo ich mir mal eine Pause gönne. Wie immer wenn ich hier bin knapp unter dem Gipfel auf 1860m Höhe!

Weiter geht es nun zur Gufferthütte von wo eigentlich der direkte Anstieg zum Schneidjoch geplant waren. Das Gipfelkreuz des Abendstein, wie ein Weg in meiner Karte über den östlichen Schneidjochgipfel, haben mich aber etwas größer ausholen lassen. Also weiter zum Abendstein (schöne und wohl einsamer Kletterein möglich), der von Osten relativ einfach bestiegen wird. Von hier auf den Schneidjochrücken und über zu erst hervorragend ausgeschnittene Latschengassen. Wie sich raus stellen sollte nur zu Beginn und sicher von Jäger gemacht, denn irgendwann sieht der alter Steig nur noch als Wildwechsel aus, wo sich durch die Latschen „gequetscht“ wird. Unter großen Latschenkampf (L4 bis L5) wir dieser verfolgt und mit Zeitverlust von bald einer Stunde quäle ich mich über den Ostgipfel (Kurze Hose und T-Shirt sorgen für zahlreiche Kratzer und Schmerzen) zum Hauptgipfel. Von hier weiter nach Westen (erst Rücken, dann gerodete Gasse) bis zu einer Straße (ca. 1300m). Auf dieser kurz zur tiefsten Stelle und weiter nach Westen ins Tal, wo es barfuß durch einen Bach geht. Jetzt folgt der Ostrücken, dann Grat, zur Natterwand der ebenfalls auf meiner Variante sehr verwachsen ist, jede Menge Brennnessel und Wurfholz zu bieten hat und ein Vorankommen sehr mühsam macht. Erst als ich den Ostgrat erreiche (und damit Wald) geht es, im Vergleich zu den ersten 200 Hm, angenehmer bergauf. Kurz unterhalb des Gipfel wegen Latschen etwas durch die Südflanke und zum Kreuz hoch.

Der Abstieg war eigentlich noch über Rotmöserkopf und Mahmooskopf geplant, aber ich hatte nach bereits 1,5 Stunden Zeitverlust keine Lust mehr auf weitere weglose Experimente und meine Zeitreserven neigen sich auch langsam den Ende. So geht es zur Straße unterhalb Festalm Hochleger und entspannt die letzten 7 km über die Straße zurück zum Ausgangspunkt.

 

Spannende Runde die bis zum Abendstein durchgehend Wege oder einfaches wegloses (nur zu Beginn) Gelände bietet. Danach wird es abenteuerlicher (vom Abendstein würde ich nur den Weg zum Schneidjochsattel über Angernalm empfehlen!!!) und ist mir viel Qual verbunden. Erst ab Natterwand wird es wieder entspannend.


Hike partners: Chiemgauer


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Comments (2)


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Ole says:
Sent 11 June 2016, 19h13
Schöne Bilder von einer sehr langen abwechselungsreichen Tour.

Grüsse
Ole

Chiemgauer says: RE:
Sent 11 June 2016, 19h41
Danke Ole! Lang und abwechslungsreich, dafür dann aber auch kurzweilig. Nur Latschenkampf und Straßenhatscher wollten einfach nicht enden.
Gruß
Hans


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