COVID-19: Current situation

Vallone - Ovigh da Frunt


Published by Mo6451 , 25 March 2016, 00h16.

Region: World » Switzerland » Tessin » Locarnese
Date of the hike:24 March 2016
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Poncione Piancascia 
Time: 4:30
Height gain: 1159 m 3802 ft.
Height loss: 50 m 164 ft.
Route:5,91 km
Access to start point:cff logo Basel - Locarno; Bus Nr. 1 Locarno - Solduno
Access to end point:LSB Cardada - Orselina; Standseilbahn Orselina - Locarno; cff logo Locarno - Bellinzona - Basel
Maps:map.wanderland.ch

Es war mal wieder einer der Traumtage im Tessin. Strahlender Sonnenschein und Temperaturen von mehr als 18 Grad. Blies der Nordföhn im Tal noch recht stark, war er in der Höhe nur ein angenehmes und laues Lüftchen. Der ideale Tag für eine ausgefallene und einsame Tour. Niemandem bin ich heute begegnet, nur die Eidechsen mussten dauernd die Flucht ergreifen und ihre schönen warmen Steine verlassen. So lange, bis ich den Weg passiert habe.

Ich starte meine heutige Wanderung in Solduno. Anfangs etwas chaotisch, da es keine Wanderwegweiser gibt. In den kleinen Gassen stoße ich dann auf einen kleinen Wegweiser zum Monte Brè. Mit meiner App finde ich dann doch den Einstieg in den Wanderweg.

Es geht gleich steil aufwärts, natürlich über Stufen. Wie sollte es auch anders sein. Bis zum Ende der Ortschaft sind die Treppen gut gepflegt, danach wird der Weg etwas ruppiger. Bei P 552 erreiche ich erstmals die Straße, die von Monte della Trinita nach Monte Brè führt.

Der Wanderweg quert die Straße und läuft weiter nordwestlich in die Höhe. Nachdem ich ein zweites Mal die Straße überquert habe, folge ich dem Wanderweg weiter bis zur Cappelletta, ein schön herausgeputzter Bildstock.

Der markierte Wanderweg (Markierungen gibt es aber keine) führt weiter nach Westen. Ich suche nun den Einstieg in den, in der Karte teilweise gestrichelten Pfad, der hinauf nach Crosa führt. In dem vielen Laub kann man die Wegführung nur erahnen, etwas weiter oben allerdings stoße ich doch auf einen deutlichen Weg. In den steilen Hang ist er wie eine Mauer gebaut. Und er gibt traumhafte Blicke ins Tal frei. Die Bilder sagen dazu mehr.

Crosa steht zwar in der Karte am Weg, gemeint ist aber wohl das Gebäude rechts im Wald. Nun wird es spannend. Steil geht es nach oben, durch ziemlich wildes Gelände. Offensichtlich hat jemand einen Eimer mit blauer Farbe geschenkt bekommen, die Felsen und Stufen sind hinreichend mit blauen Punkten und Strichen markiert. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Weg schwierig bleibt.

Ungefähr auf der Höhe von 900m stoße ich auf ein Gebäude, offensichtlich für die Wasserversorgung. Denn im Wald entdecke ich etwas abseits auch ein Wohnhaus. Der weitere Weg durchs Vallone ist gut erhalten, da es weitere Gebäude gibt, die offensichtlich immer wieder kontrolliert werden. Außerdem bleibt er jetzt in etwa auf gleicher Höhe bis zum letzten Gebäude.
Bis hierhin T2 mit einigen Stellen T3.

Kurz vor dem letzten Gebäude wird es anspruchsvoll. In der Karte gibt es keine Markierung mehr, die endet am letzten Gebäude. In der Zeitreise bis 1970 ist noch ein Weg eingezeichnet. Um hinauf nach Frunt zu kommen, muss ein Felsriegel überwunden werden. Der anspruchsvollste Teil der Tour mit T4. Man sieht im Berg immer mal wieder neue Stahlseilgeländer. Vom Weg aus versuche ich das erste Geländer zu erreichen. Beim Untergrund ist Vorsicht geboten, teilweise ist es unter dem Gras nass.

Nachdem ich die erste Stufe erklommen habe sehe ich vor mir eine atemberaubende Querung an einer Felsplatte. Das Geländer ist an zwei Stellen geborsten und die Bretter mit der Faser, das heißt in der Länge morsch. Alles wackelt und sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus. Da gibt es nur eins, Augen zu und drüber, in der Hoffnung, dass es hält. Das sah 2011 noch ganz anders aus http://www.alpi-ticinesi.ch/ticino/valli/croat.html.

Weiter geht es die Felsen hinauf, Teile sind immer wieder gesichert. Eine psychische Hilfe denn teilweise ist das Gelände sehr ausgesetzt. Ein Fehltritt wäre hier der letzte. T4 Hat man Frunt erreicht, kann der Adrenalinspiegel wieder sinken. Über eine Wiese, durch zwei Tore erreicht man den gut sichtbaren Pfad nach Miranda und bei Miranda wieder den offiziellen Wanderweg.

Das letzte Stück hinauf nach Cardada ist dann etwas anstrengend. Es liegen noch viele Schneefelder und der Schnee ist pickelhart gefroren. Es sind immer wieder Spuren sichtbar, die den Aufstieg erleichtern.

In Cardada nehme ich die Bahnen hinunter nach Locarno. Da ich noch Zeit bis zur Abfahrt des Zuges habe, genieße ich bei einem Eis die warme Nachmittagssonne in einem Straßencafé.

Tour solo.

Hike partners: Mo6451


Minimap
0Km
Click to draw, click on the last point to end drawing

Geodata
 29360.gpx Vallone - Ovigh da Frunt

Gallery


Open in a new window · Open in this window


Comments (3)


Post a comment

Seeger says: Interessante Tour
Sent 25 March 2016, 23h16
Hallo Monika
Da hast Du Dir etwas Interessantes ausgesucht!
Da gäbe es noch weitere Wege....
Gut beschrieben und schön bebildert.
Gruss
Andreas

bobi says: fantastischer Weg
Sent 27 March 2016, 15h06
Hallo Monika
Deinen fantastischen Weg kenne ich zwar nicht persönlich, aber einige andere gleiche Anlagen. Ich bin ziemlich sicher, dass es sich um eine Wasserleitung handelt. Das "Gebäude mit Treppe" ist ein Kontrollschacht oder die Fassung eines seitlichen Gerinnes. Auf jeden Fall sieht man seitlich aus der Mauer ein Stück Rohr gucken. Blaue Markierungen sind trügerisch. Das Landesforstinventar verwendet blaue Markierungen um den Zugang zu den Probeflächen zu versichern. Deine blauen Punkte sind aber etwas heller. Ich könnte mir vorstellen, dass sie etwas mit bevorstehenden Arbeiten an der Wasserleitung zu tun haben.
Gruss Bobi

Mo6451 says: RE:fantastischer Weg
Sent 27 March 2016, 15h53
Hallo Bobi,
das mit der Wasserleitung wird schon stimmen, denn viele "Anlagen" deuten darauf hin. Nicht zuletzt das Gebäude, dass ich leider nicht fotografiert habe, auf dem ich sitzend meine Mittagspause verbracht habe. Außerdem gab es dahinter feste blaue Markierungen in Form von Holzblöcken, die in verschiedene Richtungen eingelassen waren.
Schade wäre nur, wenn durch Bauarbeiten dieser wirklich schöne Weg zerstört würde. In der Karte gibt es nur eine gestrichelte Linie, die mehrfach unterbrochen ist.
Danke für deine immer wieder informativen Berichte.
Gruss Monika


Post a comment»