Arnstocküberschreitung


Published by bula_f , 7 December 2015, 20h20.

Region: World » Austria » Nördliche Ostalpen » Wetterstein-Gebirge und Mieminger Kette
Date of the hike:15 November 2015
Hiking grading: T5- - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: D   A 
Time: 6:30
Height gain: 1600 m 5248 ft.
Access to start point:Von Mittenwald kommend in Leutasch-Ahrn links von der Hauptstraße zum Parkplatz am Beginn des Forstwegs zum Hohen Sattel / Naturrodelbahn.

Bei einem Ausflug nach Leutasch mit meiner Freundin Ende Oktober unternahmen wir eine wunderschöne Spazierrunde auf die Hochfluder. Dabei fiel mir der gegenüberliegende Arnstock auf, der zwischen Wetterstein und Karwendel ein etwas vernachlässigtes Dasein fristet. Aufgrund der geringeren Höhe kann man hier auch noch spät im Jahr eine Tour mit durchaus alpinem Charakter angehen - die Überschreitung des Arnstocks. Der Plan war also gefasst und so kehrte ich zwei Wochen später voller Tatendrang nach Leutasch zurück.

Ich hatte mich für eine Überschreitung von West nach Ost entschieden, welche am Fuß des Rückens des Gebirgsstocks im Wald beim Parkplatz in Ahrn beginnt. Der Weg durch den Wald zieht gleich ziemlich steil Richtung Zwirchkopf, dem ersten Gipfel des Stocks, nach oben. Nach ca. einer Stunde erreicht man die Schulter des Plateaus vor der Arnplattenspitze, die man hier zum ersten Mal in den Blick bekommt. Der weitere Aufstieg ergibt sich auf gut markierten Wegen von selbst, kurz vor dem Gipfel kommen in der Ersteigung zweier kleiner Steilstufen zum ersten Mal die Hände zum Einsatz.

Der Abstieg vom Gipfel über die namensgebenden Platten ist dann nicht mehr markiert. Man kann sich seinen Weg in leichter Kletterei einfach selbst erschliessen. Der Weg des geringsten Widerstands in die Scharte vor der Mittleren Arnspitze führt dabei immer möglichst nah am nördlichen Ende der Flanke entlang. 

Die Westflanke der Mittleren Arnspitze übersteigt bei richtiger Routenwahl den 2. Grad nicht, auch wenn es zunächst nicht ganz einfach ausschauen mag. Die Route verläuft "blitzförmig" aus der Weiten Scharte nach schräg rechts oben zu einem Latschenfleck am südlichen Ende der Flanke. Von dort quert man nach links, bevor es weiter wieder nach rechts oben geht.

Im Abstieg von der Mittleren Arnspitze ist kurz vor Erreichen der Engen Scharte ein ausgesetztes Band im Quergang zu passieren. Auch hier gilt, dass sich die Schwierigkeit bei näherem Hinschauen dank sehr guter Handgriffe stark relativiert. 

In der Folge geht es immer am Grat weiter zur Großen Arnspitze und von dieser entlang der Südflanke des Gebirgsstocks zurück zum Ausgangspunkt.

Die Tour hat mir mit ihren Klettereinlagen und fantastischen Blicken zu den größeren Nachbarn sehr gut gefallen! Diese Gratwanderung ist aufgrund der niedrigeren Höhe und der relativ kurzen Laufzeit meiner Meinung nach besonders in den Randmonaten mit kürzeren Tagen zu empfehlen.

Hike partners: bula_f


Gallery


Slideshow Open in a new window · Open in this window


Post a comment»