Corn Margun 3035 m - Noch ein Prachtstag zwischen Herbst und Winter


Published by Ivo66 Pro , 8 November 2015, 16h55.

Region: World » Switzerland » Grisons » Oberhalbstein
Date of the hike: 8 November 2015
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR 
Time: 4:00
Height gain: 850 m 2788 ft.
Height loss: 850 m 2788 ft.
Route:Julierpass - Fuorcla Alva - Fuorcla Margun - Corn Margun
Maps:1:25'000 Bivio

Bereits zum 9. Mal steuerten wir heute den Corn Margun an, eine wenig bekannte und selten bestiegene Felsbastion auf der Gratschneide zwischen dem Oberhalbstein und dem Oberengadin. Der schöne Gipfel ist ein dankbares Tourenziel, wenn man sich mit wenigen Höhenmetern begnügen will und doch stundenlang in einer einsamen Gegend unterwegs sein möchte.

Vor 2 1/2 Jahren haben wir auf dem einsamen Berg ein Gipfelbuch deponiert; da galt es, vor dem definitiven Wintereinbruch noch einmal nach dem Rechten zu schauen. Tatsächlich sind ganz wenige Einträge hinzugekommen: In den nun 3 Bergsommern resultieren insgesamt 12 Einträge - genau die Hälfte davon von uns selbst. Einen herzlichen Gruss geht bei dieser Gelegenheit nach Tigignas an Marco. Wir hoffen, uns nächstes Jahr im Buch am Piz Val Lunga eintragen zu können;-).

Immer noch herrscht eine Jahreszeit, die irgendwo in der Mitte zwischen Herbst und Winter liegt. Ein eigentlicher Herbst hat im Oberhalbstein dieses Jahr nicht stattgefunden und vom Mitte September gefallenen vielen Schnee, ist noch sehr viel übrig geblieben. 

Der Corn Margun ist auf der Oberhalbsteiner Seite schön gegen Süden ausgerichtet, weshalb die heutige Besteigung keine besonderen Probleme bereitete, wenn wir auch im mittleren Teil nochmals ordentlich im Schnee herumstolpern mussten. Selten trug die immer noch stattliche Decke in den Flachstellen; meist sank man beim Setzen des Schritts etwas ein, um dann beim Schrittwechsel noch gänzlich einzubrechen - eine ziemlich kraftraubende Angelegenheit. Die Mühen wurden aber entschädigt durch prächtiges Spätherbstwetter und eine schöne Fernsicht.

In der steilen, mit viel Geröll und Schutt beladenen Flanke unter dem Westgrat kennen wir mittlerweile wirklich fast jeden Stein und schlängelten uns zielsicher auf bekannter Route zum Gipfel hoch. An zwei Stellen lag noch etwas Schnee in der Route, welcher zur Vorsicht mahnte. Das Gipfelpanorama mutete winterlich an; nur das langgezogene Val Bever auf der Engadiner Seite strahlte noch einen Hauch von Herbst aus. Alles wartet auf den Winter.

Routenbeschreibung:

Siehe hier .

Hike partners: Ivo66, Lena


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