Tagesmenü im Habichtswald: Nebelsuppe mit Kraxeleinlage, dazu Blättersalat


Published by klemi74 , 3 November 2015, 08h02.

Region: World » Germany » Westliche Mittelgebirge » Sonstige Höhenzüge und Talgebiete
Date of the hike:28 October 2015
Hiking grading: T1 - Valley hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: D 
Time: 6:45
Height gain: 900 m 2952 ft.
Height loss: 900 m 2952 ft.
Route:28km, nur geschätzt!

Wieder mal kurzfristige Planänderung: Wandertag war zwar schon vorgesehen, allerdings hätte ich von Hannoversch Münden aus den Reinhardswald durchqueren wollen und anschließend per Schiff auf der Weser zurückkehren. Aber bei der gestrigen Fahrt nach Kassel hat mir die Gegend rund um Zierenberg mit den steilen, aber abgerundeten Hügeln so gut gefallen, dass ich mich gleich hier einquartiert habe.

Start war direkt an der Unterkunft in Oelshausen, der sehr empfehlenswerten Pension Erpetal (EZ Ü/F für 37 €). Leider war es ziemlich trüb, aber Nebel und Hochnebel sollten sich im Laufe des Vormittags auflösen, sagte zumindest der Radio. Mal schaun, ob er recht hat. Auf jeden Fall geht es erstmal auf Feldwegen ohne Beschilderung hinauf zum Ort Burghasungen in schöner Hanglage. Den oberhalb gelegenen Hügel musste ich natürlich auch besuchen, der 5-minütige Aufstieg brachte eigentlich nur die Erkenntnis, dass es oben noch nebliger ist als im Dorf. Aber es soll ja noch werden...
Zurück im Ort war das nächste Ziel der Bärenberg mit Aussichtsturm. Meistens gibt es mehr oder weniger gute und hilfreiche Beschilderungen, notfalls hilft die Wanderkarte. Die Wege sind immer gut begehbar, teilweise halt dicht von Laub bedeckt. Am Bärenberg angekommen, betrug die Schtweite keine 100 Meter mehr, den Aussichtsturm habe ich mir somit erspart.
Es folgt der lange Abstieg hinab nach Zierenberg, immer auf guten Schotterwegen. Die Strecke durch das Städtchen ist grundsätzlich eher weniger attraktiv, immerhin gibt es im etwas über dem Talgrund gelegenen Zentrum eine Reihe schöner Fachwerkhäuser. Aus dem Ort hinaus musste ich kurz noch der Straße folgen, dann ging's rechts ab, an der Eisenbahnbaustelle vorbei und ab zu einer kleinen Sitzbank mit Blick über das Tal; Päuschen.

Nach der Pause bin ich auf kleineren Pfaden zum Segelfluggelände unter dem Dörnberg aufgestiegen; auf der grasigen Hochfläche wachsen zahlreiche Enziane, die ihre Blüten heute freilich nicht geöffnet hatten. Am Naturparkzentrum vorbei ging's auf die beiden Helfensteine zu: es handelt sich um freistehende Basalttürme, von denen der kleinere nicht ganz einfach zu besteigen ist (darf man's überhaupt? ), T4, II hat der kaminartige Riss schon verdient, der große ist einfacher, T3.
Von den Helfensteinen aus ist der Große Dörnberg mit seinen alten Wallanlagen gleich erreicht; hier schien endlich mal kurz die Sonne, komplett frei ist die Aussicht aber nicht geworden. Vom Gipfel aus ging's mäßig steil hinunter in den Ort Dörnberg, wo eine letzte kurze Rast fällig war. Danach ging es überwiegend auf Feld- und Wirtschaftswegen, ab und zu auch am Straßenrand, über freie Flächen hinüber nach Burghasungen und zurück zur Unterkunft.

Fazit:
Relativ lange Wanderung, bei der sich die Höhenmeter doch zusammenläppern. Wegen des Nebels und Hochnebels war von der schönen Landschaft teilweise nicht viel zu erkennen, trotzdem hat es sich insgesamt durchaus gelohnt - der letzte Abschnitt hätte natürlich nicht sein müssen... An sich natürlich leicht, die Helfensteine kann man ohne Verlust an Aussicht auslassen; aufpassen muss man in den bewaldeten Abschnitten ein wenig, weil sich unter dem Laubteppich immer wieder Stolpersteine befinden.

Gehzeiten:
Bis Zierenberg: 2h30
Zum Dörenberg: 1h30
Abstieg und Rückweg: 2h


Anhang:
Ich habe noch ein paar Bilder eingestellt, die nicht bei der heutigen Wanderung entstanden sind. Diese habe ich in der wunderschönen Fachwerkstadt Schlitz aufgenommen, einer gut erhaltenen mittelalterlichen Stadt, die aber weniger überlaufen ist als z.B, Rotenburg.

Hike partners: klemi74


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