Hikrs und Alpinefexen in der NZZ


Published by chrs, 8 November 2021, 15h14. This page has been displayed 2067 times.

Artikel vom 5.11.21 mit Erwähnung von u.A. hikr.org & Alpinefex ("Instagrammer/Mittenwald") :

https://www.nzz.ch/reisen/alpinismus-social-media-ruft-und-alle-gehen-hin-ld.1649025



Comments (34)


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Sent 8 November 2021, 16h19
Das Thema hatten wir schon wiederholt des langen und breiten, rauf und runter, dafür werde ich mich ganz sicher nicht bei der NZZ anmelden, geschweige denn etwas dafür bezahlen.

Wenn die wollen, dass man das liest, sollen sie es gratis machen.

Alpenorni says: RE:
Sent 8 November 2021, 16h54
Was willst Du ? Weder muss man sich anmelden, noch etwas bezahlen. Sie machen es gratis.

Sent 8 November 2021, 18h12
Vielleicht hast du einen anderen Zugang?

Bei mir wollen sie, dass ich mich registriere. No Way.

rojosuiza says: RE:
Sent 8 November 2021, 18h17
Bevor man sich überhaupt registrieren kann, muss man zuerst eine ganze Schüssel übelschmeckende cookies aufessen...

Alpenorni says: RE:
Sent 8 November 2021, 19h42
Tja, schwer zu deuten. Ich habe problemlos direkten Zugang. Inhalt lohnt dann allerdings nicht so recht. Nix Neues.

Winterbaer says: Alpinefex
Sent 8 November 2021, 18h42
Der Herr Alpinefex hat auf Youtube seinen Fans mitgeteilt, dass er keine Touren mehr auf Youtube oder Instagram publizieren werde.
Das hat mich schon überrascht.

Kann sein, dass diese Tour in diesem Artikel gemeint war und dass der Influencer von der Bergwacht wegen des ausgelösten Massenansturms in diesem bisher eher sehr ruhigen Gebiet ein bisschen mehr Ärger bekommen hat?

"Im bayrischen Mittenwald hingegen führte die zuständige Bergwacht im vergangenen Winter gleich zwei schwierige Einsätze konkret auf einen Instagram-Post zurück. «Perfect day», schrieb ein Influencer mit 24 000 Followern im Februar 2021 und garnierte den Post mit einer beeindruckenden Aussicht von einer der Spitzen des Karwendel-Gebirges. Die Nachahmer folgten ihm sogleich auf die Skitour durch eine 50 Grad steile und stellenweise nur 50 Meter breite Rinne, die weder in der einschlägigen Führerliteratur noch auf Tourenportalen beschrieben ist. Infolge des Posts hätten sich «ganze Heerscharen» auf den Weg dorthin gemacht, heisst es bei der Bergwacht Mittenwald."

Wenn das dann auch schon in der NZZ zu lesen ist... und das auch noch ohne ABO...Danke NZZ!:-)

iuturna says:
Sent 9 November 2021, 08h18
ich habe den Artikel als pdf, weiss aber nicht, wie ich ihn auf hikr posten kann. Tipp?

Sent 9 November 2021, 08h32
würde ich nicht machen, ist eine Verletzung der Urheberrechte

Deleted comment

Sent 9 November 2021, 09h17
technisch kannst du Texte (z.B. fotografieren und als Bild) an einen Bericht anhängen und dann hierher verlinken.

Es geht nicht um Plagiat oder Zitat, es geht um Urheberrechte.

cardamine says: RE:
Sent 9 November 2021, 09h07
Vorschlag: Text kopieren, in Anführungszeichen setzen, NZZ/Autor mit Publikationsdatum und Link als Quelle drunter. Dann ist es ein Zitat und kein Plagiat.

iuturna says: RE:
Sent 9 November 2021, 09h37
Danke!

Deleted comment

Stani™ Admin says: RE:Zitat
Sent 9 November 2021, 10h19
i delete it because it's the full article. you can just cite the important part, like "xxx bad, yyy good", it's enough to understand

Sent 9 November 2021, 09h55
stimmt, die redaktionelle Kontrolle wird heutzutage immer mehr vernachlässigt.

F3ttmull says:
Sent 9 November 2021, 13h47
Ich konnte den Artikel auf nzz.ch lesen, da es mein erster und einziger der Woche ist :D

Winterbaer says: RE:
Sent 9 November 2021, 14h17
> Ich konnte den Artikel auf nzz.ch lesen, da es mein erster und einziger der Woche ist :D

So, wie`s ausschaut, ist er für die Deutschen kostenlos lesbar, sogar immer wieder:-)
Die Schweizer ohne Abo (?) müssen bezahlen.. schon komisch.
Oder aber vielleicht auch nur der immer so liebenswerte, immer friedliche und überaus freundliche, hilfsbereite Kopfsalat...wer weiß. Vielleicht hat die NZZ ihn ausgesperrt :-D

derMainzer says: Contra Zeitungsartikel NZZ / alpinismus-social-media
Sent 9 November 2021, 14h31
Griaß eich,

sehr interessanter Artikel. Allerdings hat die Journalistin nicht genau recherchiert. Zwei kritische Punkte, welche mir im Artikel aufgefallen sind, ist zum einen, dass die gedruckten Alpenführer, sowohl vom DAV als auch SAC nicht auf den aktuellen Stand sind. Die meisten Routenbeschreibungen wurden nur von der vorherigen Auflage eins zu eins übernommen. Ob der/die Autoren diese Führen jeweils selbst bestiegen haben, darf angezweifelt werden. Auch schon daran, dass viele Führen/Routen mittlerweile durch die extremen Witterungseinflüsse, hervorgerufen durch den Klimawandel , nicht mehr ohne weiteres begehbar sind. Die angegebenen Schwierigkeitsgrade stimmen teilweise mit denen v. O. nicht mehr überein. Etliche Tourenführer müssten deshalb schon in einer Neuauflage erscheinen. Die Alpenvereinsführer vom DAV können nicht ohne weiteres mehr neu aufgelegt werden, da der Rother Verlag die Urheberrechte an diesen hält. Ich habe mal wegen eines vergriffenen AVF beim Rother Verlag telefonisch angefragt und bekam die Antwort, dass eine Neuauflage sich nicht mehr wirtschaftlich lohnen würde. Das meiste würde im Internet veröffentlicht besser recherchiert stehen. Das DAV Tourenportal alpenvereinactive.com unterscheidet sich nicht wesentlich von dem des SAC. Zwar sind auf diesem die Touren kostenlos, aber erst nach einer Registrierung. Etliche nützliche Tools erhält man erst in einem Bezahl- Abonnement in Stufen (Versionen Pro und Pro+). Der DAV weist nicht darauf hin, dass ihr Tourenportal alpenvereinactive.com im Grunde das Portal outdooractive.com ist.
Die Skitour auf die Tiefkarspitze ist auch keine reine SKT, sondern eine Freeride Tour. Diese stand schon lange vor dem Influencer AlpineFex hier auf hikr und auf der Homepage Sirdar. Sehr wahrscheinlich gibt es für die Freerider eigene Homepages, wo man Beschreibungen solcher extremen Routen finden kann.
Die vom letzten Jahr vorhandene Unfallstatistik allein auf die mittlerweile unendlich vielen Tourenportale / Homepages / Influencer abwälzen zu wollen, erscheint mir dabei zu einfach.
Jeder einzelne hat für sich selbst eine Eigenverantwortung und sollte auch in der Lage sein, seine eigenen Fähigkeiten selbst einzuschätzen können, ob er/sie diesen Anforderungen überhaupt gewachsen ist. Wie sagte der Isarindian Willy Michl (ehemaliger Hüttenwirt Knappenhäuser / Knorrhütte) einst in der Zeitschrift Bergsteiger, „Jeder Berg, jeder See, jeder Gletscher, jeder Baum, die Gestirne, die Flüsse, die Wälder haben einen Geist in sich. Den kann man fühlen. Alle, die am Berg wohnen, wissen das. Der Zugspitz hat eine Seele. Wenn man ihn ehrt, kommt man auch nicht um.“ Da hat er gar nicht mal so unrecht.

Pfiats eich
derMainzer

bula_f says: RE:Contra Zeitungsartikel NZZ / alpinismus-social-media
Sent 9 November 2021, 16h15
Vielen Dank für deinen Kommentar!

Ich verstehe nicht, warum ein so schlecht recherchierter, sensationalistischer Artikel, der mit der völlig richtigen Festestellung des SAC-Ausbildungsleiters «Ob es aufgrund von Social-Media-Posts zu mehr Bergnotfällen kommt, können wir nicht fundiert beantworten. Eine Antwort wäre rein spekulativ» eigentlich enden muss, überhaupt veröffentlicht wird, außer dass die NZZ ebenfalls ein kleines Stückchen von der Torte des Outdoor-Booms abhaben will.

Woher der Bergwachtler aus Mittenwald genau weiss (nämlich ein Instagram-Foto), weshalb jeder einzelne Bergsteiger im Corona-Winter 2021 bei geschlossenen Grenzen und somit fehlenden (extremeren) Alternativen, die Rinne hochgestiegen ist, erschließt sich mir nicht. Die Rinne ist bei Hikr übrigens mit zwei Berichten vertreten, der Erste ist seit 2010 online und hat über 4.500 Aufrufe ...

Sehr gute Anmerkungen auch zu den Alpenvereinsführern und der Problematik veränderter oder schlichtweg falscher Informationen in diesen, die im Gegensatz zu den ach so bösen, nicht lektorierten Internetberichten sehr selten angesprochen wird.

chrs says: RE:Contra Zeitungsartikel NZZ / alpinismus-social-media
Sent 9 November 2021, 20h03
Also, es ist mitnichten so, dass da steht, das Hikr.org einzig und alleine das Böse in Person ist. Der Artikel behandelt ein paar Aspekte bzgl. Sicherheit, Bergwacht, Tourenbeschreibungen, Rettungseinsätze. Hikr.org ist ein Beispiel von mehreren in diesem Artikel. Und er spricht etliche Sachen korrekt an, z.B. im ersten Teil, wo eben Leute thematisiert werden, die körperlich super fit sind, aber null Alpinerfahrung haben und den Berg eben alleine als Sportgerät begreifen bzw. die tour als "must have" . Außerdem die "Bei uns gibt's nur Helden" Social Media Mentalität. Alles Sachen die Hikr unabhängig sind.

Sachen wie die größte bundesdeutsche Open Street Map GPS-App Kommoot werden auch nicht erwähnt (20 Millionen Nutzer lt. Wikipedia, das ist wirklich eine Hausnummer) Allerdings finden sich da bei den "Wander- und Bergtour Highlights" tw. die selben Nicknames bei den Autoren wie bei Hikr.org. Zufall?

Der Artikel ist verkürzt, es ist ein Zeitungsartikel, der muss verkürzt sein, denn ansonsten würde er die Seitenanzahl komplett sprengen.

Andere Aspekte der Online-Sachen , wie bspw. Naturschutz, Verkehr usw. kommen darin gar nicht vor. Ansonsten wäre er noch viel länger.

Das ihr als Betroffene (?) mit einer gewissen reflexartigen Wagenburgmentalität reagiert, und als vielleicht getroffene Hunde (?) lauthals bellt ("sansationalistischer Artikel! etc.") ist psychologisch zwar absolut nachvollziehbar, aber einfach mal die Sachen in Ruhe betrachten und reflektieren wäre auch nicht so schwer.

Der Ansturm auf die Route in Mittenwald ist exakt nach dem Youtube Video bzw. Instagram Post von Alpinefex erfolgt, da besteht einfach mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Zusammenhang.

ReinerD says: RE:Contra Zeitungsartikel NZZ / alpinismus-social-media
Sent 9 November 2021, 20h43
Bashing von Leuten, die hier gar nicht bei Hikr sind ,
ist doch unterste Schublade .
NZZ hat es allgemein geschrieben, chr gleich im Titel
Empfehle daher Hikr nicht als persönliche bashing-Plattform
zu missbrauchen.

derMainzer says: RE:Contra Zeitungsartikel NZZ / alpinismus-social-media
Sent 10 November 2021, 10h10
Griaß di Bula_f,

danke für deinen Beitrag zum Thema. Auf deiner Homepage habe ich gesehen, dass man einen deiner Tourenberichte zensiert hat. Das passt gut mit dem Zeitungsartikel von der NZZ zusammen. Wenn ich zwischen den Zeilen im Artikel lese, habe ich den Eindruck, dass man damit auf die privaten Bergsteigerplattformen aus dem Internet, Druck ausüben möchte. Welche Beweggründe sich auch immer dahinter verbergen möchten, von Journalisten erwarte ich einen freien unabhängigen investigativen Beitrag. Man hätte sich mal mit den genannten Personen aus den Social Media Plattformen in Verbindung setzen sollen. Das wurde nicht getan, somit erscheint mir der Artikel zu einseitig. Wenn es etwas zu verbessern gäbe, dann eher, dass sich mal alle Alpenvereine zusammensetzen und einheitliche Tourenskalen für alle Bereiche des Alpinen Sports erarbeiten. Damit würde sich das Hauptargument aus dem Zeitungsartikel von selbst erledigen.

Pfiat di
derMainzer

Nyn says: RE: ordentlich recherchieren /veraltete Infos
Sent 9 November 2021, 16h19
Danke für deine Anmerkungen, Mainzer
Diese scheinen mir persönlich durchaus wichtiger, als die unsäglichen Diskussionen über manche Influencer und SocialMedia


Winterbaer says: RE:Contra Zeitungsartikel NZZ / alpinismus-social-media
Sent 9 November 2021, 19h05
>Die Skitour auf die Tiefkarspitze ist auch keine reine SKT, sondern eine Freeride Tour. Diese stand schon lange vor dem Influencer AlpineFex hier auf hikr und auf der Homepage Sirdar.

Das stimmt. Alle Touren von diesem "Influencer" waren wahrscheinlich vorher schon irgendwo:-) Er musste sich ja seine Infos auch irgendwo herholen.

Ich erinnere mich besonders, an Nic`s heißgeliebte Kleine Klammspitze. Ich meine, einige dieser Influencer- Touren stammten ursprünglich sicher auch mal von Hikr.:-)

Damals hieß es auf Kritik, dass man so schöne, bisher doch ruhige Ziele so ausschlachten müsse, es mache ihm einfach Spaß, die letzten, ruhigen, noch wenig bekannten Ecken der Einheimischen zu entzaubern.

"Entzaubern" auf Instagram und Youtube und dann auch noch voll kommerziell. Ich versteh schon, dass das nicht jedem taugt!
Man verkauft die Natur, um davon zu leben, ist es nicht so?
Da ist Hikr. schon ganz was anderes! Auf Hikr. posten die Leute Touren, weil es schön war, weil sie anderen vielleicht Ideen vermitteln wollen, aber das schon mal vollkommen ohne Einnahmen dafür?

Was der Unterschied sein könnte, in der Wirkung Hikr. vs. bekannter Youtube- und Instagram -Influencer, wären vielleicht auch die Follower, die so jemand hat.
4500 Aufrufe in über 10 Jahren oder 500 Leute dann an einem einzigen Tag im Dammkar....weiß nicht, ob das nicht ein Unterschied ist?
Hikr. hat bestimmt nicht die Reichweite, wie so ein bekannter und beliebter Influencer heute? Noch dazu bringt man ja mit einem Video noch viel mehr Eindrücke rüber, als mit einem Bericht und 35 Fotos?

Was ich aber nicht so richtig verstehe, ist die kurze, versteckte Einblendung auf dem Tiefkarspitze-Video bei 1:49:

"Achtung Pausieren und Lesen!
- Bergsport ist lebensgefährlich-
Die im Video gezeigten Techniken entsprechen nicht der Lehrmeinung.
Von der Nachahmung rate ich ausdrücklich ab.
Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich."

Welche gezeigten Techniken entsprechen nicht der Lehrmeinung und warum hat er den Hinweis da eingefügt?

Becks says: RE:Contra Zeitungsartikel NZZ / alpinismus-social-media
Sent 11 November 2021, 13h06
"Damals hieß es auf Kritik, dass man so schöne, bisher doch ruhige Ziele so ausschlachten müsse, es mache ihm einfach Spaß, die letzten, ruhigen, noch wenig bekannten Ecken der Einheimischen zu entzaubern."

An die Antwort kann ich mich noch erinnern und fand sie etwas daneben.

"Welche gezeigten Techniken entsprechen nicht der Lehrmeinung und warum hat er den Hinweis da eingefügt?"
Eventuell hat ihm da jemand erklärt, dass das Anpreisen solcher Touren auf Instagram nicht die beste Idee ist, und er sichert sich halt so etwas ab.

Eventuell wird es ja ruhiger um ihn. Denn wenn er halbwegs noch alle Hirnzellen beisammen hat, dann wird ihm sicher der zeitliche Zusammenhang zw, seinem Video und dem zufällig(?) einsetzenden Andrang auf eben diese Route im Anschluss auffallen. Und dann wird ihm ev. bewusst, dass er mit seinen Videos nicht zur passive Zuschauer anlockt, die maximal ihm Werbeeinahmen bringen, sondern eben auch Nachahmer.

Ich hab ihm auch sinnloserweise versucht, ans Bein zu treten, als er so ein hübsches "wir gehn eben mal auf den hübschen Anfängerberg" Video vom Lagginhorn gepostet hat - ohne Helm und sonstigen unnötigen Kram im Gepäck. Ich kenn den Buckel einmal in zahm und einmal in garstig. Garstig bedeutete durchgehend Blankeis über die oberen 200Hm sowie einen zerschlagenen Helm dank Steinschlag.

Vielleicht wird er ja jetzt mit seinen Aussagen etwas vorsichtiger.

Wohin das mit diesen Influencer getriebenen Leuten führt, sieht man ja leider z.B. auch beim "Infinity-Pool" am Königssee und anderen Ecken, wo sich im Naturschutzgebiet dann teilweise 20-30 Zelte jedes Wochenende finden, bis die zuständigen Stellen hart durchgreifen.


Becks says: RE:Contra Zeitungsartikel NZZ / alpinismus-social-media
Sent 11 November 2021, 13h10
Nachtrag: ev. hat er zudem eben auch etwas Pech gehabt. Dank Covid war die Schweiz für die Düüütschen letzten Winter nicht/kaum erreichbar, und führte zu ziemlichen Massenaufläufen im Allgäu und generell dort, wo Schnee/Berge vorfindbar waren.

Das führt dann natürlich dazu, dass einige versuchen, dem Trubel etwas auszuweichen, indem sie eben in solche Routen einsteigen.


Winterbaer says: RE:Contra Zeitungsartikel NZZ / alpinismus-social-media
Sent 11 November 2021, 16h45
> "Welche gezeigten Techniken entsprechen nicht der Lehrmeinung und warum hat er den Hinweis da eingefügt?"
> Eventuell hat ihm da jemand erklärt, dass das Anpreisen solcher Touren auf Instagram nicht die beste Idee ist, und er sichert sich halt so etwas ab.

Achso.
Ich dachte, an den gezeigten Techniken wäre was richtig falsch. Und das hätte mich interessiert, was da entgegen der "Lehrmeinung" falsch sein sollte.

Bisher hab ich den Influencer auf den wenigen Videos, die ich mir angeschaut hatte, immer so gesehen, dass er bei der Abfahrt die Gopro ausgeschalten hat, weil er die Abfahrt "jetzt mal ganz für sich" haben wollte.
Erst bei der Tiefkarspitze war er so ehrlich, zuzugeben, dass er für die Abfahrt zu schlecht Ski fährt.

Anscheinend derbröselt`s auf der Tour aber sogar die Besten. Und deshalb finde ich schon, dass man sich überlegen sollte, ob man so was postet, wenn man solch eine Reichweite hat, was einem ja wohl bewusst ist.

Das größte Problem in der Rinne ist ja anscheinend der Steinschlag und dann halt die Extrem-Abfahrt mit Ski. Zu weich darf es nicht sein, dann regnet`s noch mehr Steine.

Ich hoffe inständig, dass nicht jemand, der mir sehr wichtig ist, auch noch auf die Idee kommt, da runterfahren zu müssen, weil die Tour halt so megagxxx sein soll:-(.

Aus dem Garmischer Zeitungsartikel geht ja hervor, dass bisher
"Nur ganz wenige Einheimische, die das Skifahren und Bergsteigen aus dem Effeff beherrschen, trauten sich dort hinein".
sogar sehr erfahrene Bergsteiger da in große Gefahr kommen, eben wenn es sie da schmeißt.

Die zwei, die die Bergwacht ins Unfallklinikum Murnau (da kommen bei uns eigentlich nur die schwereren Fälle hin, das Krankenhaus Garmisch wäre evtl. näher:-() geflogen hat, sind ja wohl die Rinne runter gerauscht.

Ich weiß aber, dass gerade solche heiklen, fordernden Touren auf manche "besessene" Bergsteiger einen besonders starken Eroberer-Reiz ausüben. Gesunder Menschenverstand und Eigenverantwortung hin oder her. Und es ist mir dann nicht egal, wenn sie es trotzdem machen und was passiert!
Solche leidenschaftlichen Bergsteiger gehen nicht mehr "normal" und nur aus Genuß auf einen schönen Berg (so, wie ich:-)). Das würde sie nicht zufriedenstellen.
Es muss schon bald der richtige Kick dabei sein.
Und das macht mir persönlich Angst, weil dabei so viel passieren kann:-(!

Gerade deshalb sehe ich solche Videos schon sehr kritisch!
Nach dem Motto: führe die Leute bitte nicht in Versuchung!
Je mehr so eine Extremtour beworben wird, um so mehr meinen, sie müssten erst recht da hoch.
Meine Meinung, sorry.

MarcN says: Belanglos
Sent 9 November 2021, 14h54
Einmal mehr ein belangloser und reisserischer Artikel der NZZ. Das Thema wurde hier schon Mehrfach diskutiert.
Es ist nicht Alpinefex's Schuld. Jeder ist für sich selber und sein Tun verantwortlich.
Vor Youtube und Instagram war hikr, vor hikr waren die Führer, vor den Führern waren die Erzählungen.......etc.

Plauscher says: Alpinefex hört auf.
Sent 10 November 2021, 07h05
Seinem jüngsten Video entnehme ich, dass er keine neuen Videos mehr veröffentlichen wird (was ich persönlich schade - wenn auch gut nachvollziehbar - finde).

Umso weniger sind die beständigen Breitseiten gegen Alpinefex weiterhin 'notwendig'.

Im Übrigen dreht sich sein letztes Tourenvideo vom Juni (wiederholt) um die aktuellen Verhältnisse auf der Zugspitze ... Geheimniskrämer(innen) dürfen aufatmen.

Darüber hinaus konsumiert er weder Fleisch noch Alkohol, und versieht er seine Videos mit unmissverständlichen Warnhinweisen zu alpinen Gefahren etc. Vermutlich existieren schädlichere Verhaltensweisen, die - ob seiner Reichweite - kommuniziert werden können.

LG P

Schneemann says: RE:Alpinefex hört auf.
Sent 10 November 2021, 19h13
Ist mir auch ein Rätsel, wie man Alpinefex verantwortlich für Unfälle bei Tourengehern machen will. Letztlich ist jeder selbst für seine Sicherheit verantwortlich. Und diese Videos verharmlosen die Gefahren nun nicht, sondern weisen meist explizit darauf hin, Und wer eine Skitour in 50 Grad-Gelände mit Eisgeräten nachmacht, der sollte wissen was er da macht. Da sind die Instagramposts an exponierten/gefährlichen, aber leicht zugänglichen Stellen viel problematischer...

BergEvent says: RE:Alpinefex hört auf.
Sent 11 November 2021, 21h39
Sehe das auch so. Seit seinem Unfall ist er sowieso noch einmal reflektierter geworden.

chrs says: RE:Alpinefex hört auf.
Sent 17 November 2021, 23h01
haha, es is mir vollkommen wurscht was der (nicht) isst und (nicht) trinkt. Selbst schuld. Was isn des für a Logik?

Ansonsten zitiere ich sinngemäß den BN (Bund Naturschutz) Typen aus der Region Garmisch, was er bei einer Diskussionsrunde bei den Grünen (gemeint ist die Partei, nicht Polizei oder Jäger) äußerte:
"Wenn die Geheimnisse nicht mehr da sind, werden eben die Verbote kommen"

Lactuca sativa L. says: RE:Alpinefex hört auf.
Sent 18 November 2021, 07h58
An die Verbote werden sich nur die Berggänger halten, für die es Verbote gar nicht braucht.

derMainzer says: Betretungsverbote
Sent 18 November 2021, 08h56
Griaß eich,

das wäre dann der letzte Schritt. Eine neue Ausweisung von Wildschutzgebieten und/oder Wald-Wild-Schongebieten sollte sich nicht nur an den eigenen Interessen richten. Es macht sich immer mehr eine Lobbyisten Gruppe breit, der man nur schwer beikommen kann. Unter dem Grünen Deckmäntelchen schimmert immer öfters das grüne Abitur hervor. Ich frage mich manchmal schon, was die wirklichen Gründe für die neu ausgewiesenen Betretungsverbote sind. Die Bayrische Verfassung mit Artikel 141/Abs. 3 und das Bayrische Naturschutzgesetz, Teil 6 mit den Artikeln 26 bis 29, regeln eigentlich schon die Betretung von Naturflächen im Freistaat BY. In der Bayrischen Verfassung kann man aus dem Artikel 141 / Absatz 3 entnehmen:
„Der Genuß der Naturschönheiten und die Erholung in der freien Natur, insbesondere das Betreten von Wald und Bergweide, das Befahren der Gewässer und die Aneignung wildwachsender Waldfrüchte in ortsüblichem Umfang ist jedermann gestattet. Dabei ist jedermann verpflichtet, mit Natur und Landschaft pfleglich umzugehen. Staat und Gemeinde sind berechtigt und verpflichtet, der Allgemeinheit die Zugänge zu Bergen, Seen, Flüssen und sonstigen landschaftlichen Schönheiten freizuhalten und allenfalls durch Einschränkungen des Eigentumsrechtes freizumachen sowie Wanderwege und Erholungsparks anzulegen.“
Eine Wiedergabe der Artikeln 26 bis 29 von dem Teil 6 aus dem Bayrischen Naturschutzgesetz spare ich mir an dieser Stelle. Das kann jeder im Internet selbst nachlesen.
Deshalb ist aus meiner Sicht der Zeitungsartikel aus der NZZ nicht nur ein belangloser Beitrag. Man kann schon zwischen den Zeilen herauslesen, dass man damit einen Druck auf die im Internet vorhandenen Bergsteigerforen und -seiten ausüben möchte. Persönlich hoffe ich, dass in naher Zukunft alle betroffen Parteien zu einer gemeinsamen Übereinstimmung kommen, welche für alle Interessengruppen tragbar sind und für die Natur mit den Wildtieren eine Nachhaltige Situation schaffen. Das wäre wünschenswert.

Pfiats eich
derMainzer


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