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Rhinower Berge 98m



Die Rhinower Berge sind ein ca. 2.5 km langer, bewaldeter Hügelrücken am Nordrand des Ländchen Rhinow und vor den Toren der Stadt Rhinow gelegen. Im Gegensatz zu den anderen Endmoränen der Weichseleiszeit im westlichen Havelland, die meist als isolierte Hügel in Erscheinung treten, sind die Rhinower Berge stark gegliedert, weshalb für sie in der Literatur teilweise auch der Begriff «Gebirge» verwendet wird. Die höchste Stelle liegt 98.1 m ü M. und damit gut 70 Meter über dem umliegenden Flachland.

Folgende Erhebungen lassen sich unterscheiden:

  • Pt. 98.1 (namenlos)
  • Pt. 96.7 (namenlos)
  • Falkenberg 96 m
  • Hauptmannsberg 95 m
  • Osterberg 94.4 m
  • Galgenberg 76.6 m
  • Weinberg 73.2 m

Die Rhinower Berge sind reine Moränenhügel und daher überwiegend aus Sanden und Kiesen aufgebaut, welche in früheren Zeiten abgebaut wurden. Solche ehemaligen Gruben finden sich u.a. am Lüttchenberg, am Weinberg, und nördlich von Pt. 96.7.

Die Rhinower Berge sind von zahlreichen, spärlich oder nicht markierten Wegen durchzogen. Zum Fernmeldeturm auf ca. 90 m Höhe führt ausserdem eine schmale Pflastersteinstrasse. Dieser Turm stellt mit seinem leuchtturmähnlichen Aussehen den auffälligsten Blickfang der Gegend dar, ist aber der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Daher und aufgrund der dichten Bewaldung sind auf den Rhinower Bergen leider keine Fernsichten möglich.

Die Rhinower Berge erlangten ab 1893 Berühmtheit, als der Flugpionier Otto Lilienthal hier erstmals Gleitflüge von über 200 Metern Weite durchführte. Später konnte dank einer Rodelbahn und einer Skisprungschanze sogar Wintersport betrieben werden, aber auch das ist längst vorbei. Heute ist es wieder still geworden in den Rhinower Bergen und so kommen Ruhesuchende, die fernab vom Touristenrummel wandern wollen, hier voll auf ihre Kosten.