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Journal (86)

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Bayrische Voralpen   T3  
4 Dez 16
Frischer Schneezucker am Halserspitzkamm: Nordanstieg auf den Reitstein via Stacheleck (1458 m)
Der erste Schnee liegt schon in den Bergen, die Nächte sind grimmig kalt, ein sonniger zweiter Advent soll folgen. In den Bergen ist da eine Süd... äh, nein, natürlich eine Nordseite gefragt! Denn worauf freuen wir uns denn im Advent? Auf‘ s Christkindl? Hmm, sicherlich, aber ehrlich g' sagt ist es doch der Winter, den viele...
Publiziert von Vielhygler 7. Dezember 2016 um 00:12 (Fotos:34)
Bayrische Voralpen   T3+ L  
20 Nov 16
Hot! Der Bettstein (1272 m), eine felsige "Wärmflasche" am Tegernsee! Bike & Hike im Föhnsturm...
Bettstein und Bettsteineck- eigentümliche Gipfelnamen haben bei mir immer einen Stein im Bett... äh, Brett! Besonders wenn sie im kühlen November auf wohlige Wärme verweisen, denn "Bettsteine", sind nichts anderes als die Vorläufer unserer heutigen Wärmflaschen. Die flunderflachen, schraubverstöpselten Gummirillenflaschen...
Publiziert von Vielhygler 22. November 2016 um 10:20 (Fotos:47 | Kommentare:4)
Karwendel   T2 L  
25 Sep 16
Ein Kleinod des Vorkarwendels: Einsames Almgipfelglück auf dem Großen Rhonkopf (1511 m)
Wunderschönes Vorkarwendel gleich vor unserer Haustüre: wir können hingehen wo wir wollen und werden immer reichlich belohnt, mit Stimmungen, Ausblicken und Bildern, die in die Seele sinken! Diesmal hat die Intuition der Vielhyglerin das Tourenziel vorgegeben, da genügt ihr manchmal ein ganz kurzer Blick auf die Karte und sie...
Publiziert von Vielhygler 26. September 2016 um 23:58 (Fotos:40)
Karwendel   T3 L  
22 Sep 16
Neues aus dem Vorkarwendel: das Laurisjoch (1827 m) - ein wunderbarer einsamer Grasklotz!
Immer wieder Vorkarwendel! Wer einmal Feuer fängt...ich jedenfalls kann nicht genug davon bekommen! Feuer ist auch gar nicht der richtige Ausdruck - Glut wäre passender: eine Begeisterungsglut, die auf immer wieder neuen Touren im Vorkarwendel von Neuem aufflammt und danach in ein sehnsüchtiges Glimmen übergeht und nicht...
Publiziert von Vielhygler 28. September 2016 um 19:08 (Fotos:43 | Kommentare:2)
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Was mich in Bewegung bringt, ist...



.. eine Leidenschaft für Bewegung, Stimmungen und Ausblicke.. Die Berge zwischen Lech, Inn und Salzach sind gewissermaßen mein „Kerngebiet“. Hinzu kommen „außerkerngebietlich“ noch die Loferer/Leonganger und das Tennengebirge. Hier möchte ich in den Hochgebirgsgruppen möglichst viel und von den anderen Bergen möglichst alles erkunden: a neverending quest..
Ich bin auf meine (oft weglosen) Touren auf immer wieder neue Ziele meistens gut vorbereitet und an Ort und Stelle dann auch in verschneiten Wasserlöchern, im weglosen Dürrholz oder in den Latschen einigermaßen leidensfähig.
Eine Tour sollte für mich, ob kurz oder lang, ob leicht oder schwierig, eine „runde Sache“ sein, eine stimmige innere Harmonie besitzen wie eine Geschichte oder auch ein Song..
Hikr.Org gefällt mir, weil ich Spaß am gelegentlichen Schreiben habe und jetzt auch (wieder) angefangen habe zu fotografieren und außerdem, weil ich viele Berichte in unserem Forum informativ, gut und inspirierend finde.

Was mich außerdem noch bewegt, ist..



..auf langen Hinaushatschern auf sandigen Forstautobahnen der quälende Gedanke, daß unsere geamte Bergwelt natürlich profitabel sein muß und zwar für die Eigentümer, Pächter und Nutzer... Unsere in vielen Jahrhunderten gewachsene alpine Kulturlandschaft wird in immer schnellerem Tempo kommerzialisiert, kapitalisiert, aufgewertet, entwickelt, industrialisiert und die Folgen sind überall zu sehen.

Mir stellen sich dann an Ort und Stelle oft ganz einfache Fragen: muß es sein, daß die Gülle, die aus Trinkwasserschutzgründen im Talgrund von Landl nicht mehr in der vorhandenen riesigen Menge ausgebracht werden darf, den ganzen Herbst auf die Ackernalm hinauf gefahren und unterhalb des Veitsberges großflächig verspritzt wird?

Müssen Forststraßen immer dermaßen breit sein? Da wird nicht mehr der Baum zum LKW gebracht, da kommt der Tieflader in unendlichen Serpentinen zum Baum und zwar zu jedem einzelnen. Viele Eingriffe sind gar nicht wieder gutzumachen....

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Beispiel Rofan: Nachruf und Abgesang..
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Ich bin froh, daß ich im zentralen Rofan schon praktisch alles kennengelernt habe. Ich war im tiefsten Winter auf dem Gschöllkopf und der Haidachstellwand und im Sommer auf den Roßköpfen, auf dem Dalfazkamm und dem spannenden Grubalackenkamm…es war trotz Seilbahn immer traumhaft schön dort. Wenn ich die Augen schließe, dann steigen aus dem Herzen die Bilder noch auf..

Ein Mal war ich noch dort und habe mir den „Air-Rofan Sky-Glider“ und die NS-nostalgisch benannte und auch entsprechend martialisch wie eine MG-Gefechtsstation anmutende „Adlerhorst- Aussichtsplattform“ auf dem Gschöllkopf angesehen... ein einziges Mal war ich noch dort und habe miterlebt, wie eine Ameisenkolonne von Hunderten von Klettersteigenthusiasten dicht an dicht und einer vom nächsten gestreßt an kurzem Band gesichert über die Haidachstellwand hinweggekrabbelt ist auf dem neu eingerichteten „Achensee-5- Gipfel-Klettersteig... genau einmal war ich noch im zentralen Rofan und habe mir die alpintouristische Prostitution angesehen, die eine unheilige Seilschaft von Talgemeinden, dem Land Tirol, Alpenverein, und Seilbahnbetreiber dort mit dem herrlichen, aber kleinen und deshalb um so empfindlicheren zentralen Rofangebirge veranstaltet hat... und ein allerletztes Mal war ich auch noch auf der bestimmt hochprofitablen "Erfurter Hütte" des DAV und ich hätte gar nicht soviel bestellen können, wie mir schon schlecht geworden war.
Ein weiteres ist jetzt auch schon gewiß: die Konkurrenz schläft nicht und wird ebenfalls aufrüsten, ausbauen und neue Maßstäbe setzten und schon in wenigen Jahren wird sich für diesen armseligen "Sky- Glider" kein Mensch mehr interessieren und geilere Klettersteige gibt`s dann auch überall und die Rofanberge werden abgetakelt und unattraktiv geworden über Inn und Achensee im Eck stehen und kaum ein Freier drängt noch in die Gondel. Was machma dann?

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Aus diesem Wechselspiel zwischen Glück und Trostlosigkeit erklärt sich vielleicht der gelegentlich satirische und punktuell gallige Humor in manchen Berichten des Vielhyglers..sonst würde er`s nämlich gar nicht aushalten…
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