2786 m, Gross Schijen, Direkte Südkante


Publiziert von burrito , 28. September 2015 um 19:55.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:26 September 2015
Klettern Schwierigkeit: 6b (Französische Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 

Wir nahmens gemütlich am Morgen, denn wir wollten der Sonne genug Zeit geben, die Felsen des Gross Schijen zu wärmen. Schliesslich ging es bereits auf Ende September zu.
Über den roten Wanderweg gelangten wir zum Lutersee und dann weglos bis an den Einstieg der dirkten Südkante. Die Südkante war hier bereits sehr gut einsehbar.
Es war beinahe windstill und die Temperaturen waren einfach perfekt für ein paar Seillängen. Im Tal wehte eine mässige Bise, die man hier an der Südwand aber kaum spürte. Wir testeten als erstes meine neuen 7.5mm Seile mit dem ATC Tuber auf die Bremswirkung. Es stellte sich heraus, dass 1 Karabiner im ATC zuwenig Bremswirkung hatte, jedoch mit 2 Karabiner war die Wirkung hervorragend.
Dann stieg Danu die ganze Südkante vor, ich hinterher. Ein Traum diese Route. Die Kletterei war bis zur letzten Seillänge interessant und spassig. In der Südkante folgt man oft den schönen und langen Piaz-Schuppen. Zum Teil waren ganze Seillängen ausschiesslich Piaz-Klettereien. 2 Seillängen hatten plattige, steile und Griffarme Stellen, die es zu meistern galt. Die 6b Seillänge schafften wir beide nicht ohne die points à aider. Nach der 7. Seillänge mussten wir eine ca. 5 m hohe Stufe wieder absteigen, um auf den Grat zu gelangen. Wir liessen einander über die Stelle herunter, ein abklettern (ca. 4. Grad) wäre allerdings auch möglich. Ab hier war klar, dass wir den Fussabstieg nehmen würden, denn wieder zurück über den Grat, die Abkletterstelle wieder hoch und dann abseilen wäre zeitlich nicht effizient gewesen.
Dann folgte der Rest des schönen, luftigen Grats, der am Schluss in die grasige Flanke überging, wo auch der Fussabstieg war. Wir folgten den Spuren hinauf auf den Gipfel und genossen das schöne Wetter und die Aussicht.
Der Fussabstieg war nicht so schwierig. Wir hatte jedoch trockene Verhältnisse, bei Nässe sähe die Sache schon anders aus. Es hatte ein paar Schneeflecken, die uns zu Umgehungen zwangen.
Beim Couloir entschieden wir uns fürs abseilen, da viel Schnee lag auf dem Gras lag. Mit unseren 60 m Seilen gelangte ich bis ganz ans Ende des Couloirs, Dani entschied die Abseilfahrt zu unterbrechen, um das Seil auszuziehen und sicher zu gehen, dass das Seil nicht oben verklemmt, während wir unten stehen.
Danach giengs gemütlich runter zum Auto. Wir genossen noch die Sonnenstrahlen, bevor es in die Nebelsuppe auf dem Oberalppass zurück ging. Die Hochnebelobergrenze war heute sehr hoch.

Super Coole Tour, einfach perfekt. Sehr gut, um piazzen zu üben. Sehr hoher Wiederholungsfaktor.

Tourengänger: danueggel, burrito


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Kommentare (1)


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danueggel hat gesagt: Oh, wie ist das schön...
Gesendet am 28. September 2015 um 20:07
Da besuche ich doch kurz HIKR und stosse auf diese fantastische Route. Ich bin nach wie vor ganz verzaubert; für solche Bergmomente lebt man :)

Danke fürs Anregen!


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