Höchhand: Ferchroute mit Variationen


Publiziert von Djenoun , 27. September 2015 um 21:45.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:27 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T5+ - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Zürcher Oberland   CH-SG 
Aufstieg: 500 m
Abstieg: 500 m
Kartennummer:1113 Ricken

Die Ferchroute von der Töss durch die Nordflanke auf die Höchhand habe ich hier beschrieben:
http://www.hikr.org/tour/post96081.html

Heute nun wollte ich einige Variationen erschliessen, die mir schon bei meiner ersten Begehung aufgefallen sind. Zwei der neuen Passagen sind alles andere als trivial und meines Erachtens im T6 anzusiedeln.

Vom Parkplatz oberhalb der Wolfsgrueb auf ca. 1090m  erreiche ich Pt. 817 an der Hinteren Töss via Untere Boalp, Schwämi und den alten Weg im Schammwald. Anschliessend geht es auf dem Forstweg bis zum Einstieg der Ferchroute.
Diesmal umsteige ich den ersten Giessen auf dem linken (in Aufstiegrichtung), gras- und nagelfluhdurchsetzten Sporn, quere oberhalb nach rechts und stehe bereits vor dem zweiten Wasserfall. Auch diesen umgehe ich recht einfach links über mässig steile Erde, Wurzeln sind vorhanden. Nun traversiere ich wieder zum Bach und zum nächsten Giessen.
Diesen hatte ich letztes Mal so http://www.hikr.org/gallery/photo1788282.html?post_id=96081#1 umgangen. Mir stach aber schon damals der sehr steile Gras-Felsrücken gleich links vom Wasserfall ins Auge, der im unteren Teil in eine Felswand abbricht. Über diesen wollte ich heute die ganze Stufe umgehen, bzw. übersteigen. Ich steige zuerst leicht links durch Geröll ein wenig hoch und quere dann nach rechts in die Seite des Rückens. Nun geht es sehr steil auf teilweise spärlich begrünter Nagelfluh und ohne Wurzeln gerade hinauf.
Eine anspruchsvolle und heikle T6-Stelle, es darf kein Fehler passieren und das Eisgerät ist ein Muss. Einmal mehr flitzen Fragen nach meinem Freizeitverhalten durch mein Hirn, was mich dazu bewegt, die Passage "Golfrasen" zu taufen.
Hat man im obersten Teil die ersten Wurzeln erreicht, muss noch mit dem Pickel über die Kante gegriffen werden, hochziehen und - geschafft.
Anschliessend folge ich wieder dem Bach. Bei einem querliegenden Baum steige ich linksseitig statt durch die Runse auf dem Sporn links von ihr hoch bis unter das Nagelfluhtürmchen, das vermutlich zusammenbricht, wenn man es übersteigt. Ich quere nach rechts in die Runse und steige bis in die Scharte und anschliessend rechts an der langen Wurzel über die kleine Wand hinauf. Tragt mir ja Sorge zu dieser Wurzel, ohne sie ist diese tolle Stelle kaum mehr zu machen.
Nun folge ich der normalen Route bis in den Wald oberhalb der Unteren Ferch. Dort steige ich nicht über den linken Sporn hinauf, sondern auf der rechten Seite, was sich aber nicht lohnt. Die Passage links ist wesentlich schöner.
Nach der Querung auf dem Wildwechsel erreiche ich den Schlusshang http://www.hikr.org/gallery/photo1788295.html?post_id=96081#1 .
Ich steige aber heute nicht über diesen aus, sondern quere noch ein paar Schritte weiter (ostwärts) bis unter den steileren, schmalen Gipfelhang (T6). Über einen steilen, aber recht guttrittigen, kompostösen Riss gelange ich schräg links hinauf in die steile Flanke.
Nun wird es nochmals knackig: sehr steil, keine Wurzeln, rutschige Nagelfluh, noch rutschigere Erde, der Pickel fasst nirgends, Gras - na ja - noch nie war Jäten so einfach...
Ich bin jedenfalls froh, als ich oben die Heidelbeerbüsche zu fassen kriege und mich beim Gipfel der Höchhand über den Zaun schwingen kann.
Beim Rückweg, gemütlich auf dem Wanderweg via Obere Boalp, denke ich mir, dass ich den Gipfelhang beim nächsten Mal vielleicht eher rechts bei den Büschen angehen sollte....

Tourengänger: Djenoun


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