Curvér Pintg da Taspegn 2731 m / 2745 m - Eine Gratwanderung im Wolkenspiel


Publiziert von Ivo66 Pro , 27. September 2015 um 17:20.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberhalbstein
Tour Datum:27 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Strecke:Munter - Tgamona - Ostflanke - Curvér Pintg da Taspegn P. 2731 m / P. 2745 m - Nordosthang - Munter
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Salouf führt eine schmale Strasse zum gebührenpflichtigen Parkplatz Plaz da Munter (1860 m. ü. M) Nach Durchfahrt des Dorfs nach dem kleinen Fussballplatz nach links abbiegen (Richtung Ziteil). Bei der Parkuhr die rechte Strasse benützen (Gebühr CHF 5.00 pro Tag)
Kartennummer:1:25'000 Andeer

Der Curvér Pintg da Taspegn ist ein nicht besonders ausgeprägter, aber dennoch eigenständiger Berg auf dem langen Schiefergrat, welcher sich vom Piz Curvér bis zum Muttner Horn zieht. Der Gipfel bietet eine schöne Aussicht zum grossen Bruder, eben dem Piz Curvér, die besonders eindrucksvoll ist, wenn dessen Westflanke schneebedeckt ist, wie dies zur Zeit der Fall ist.

Der vor einigen Tagen gefallene Schnee will in höheren Lagen ab etwa 2500 m. ü. M. einfach nicht schmelzen - auch heute tat sich diesbezüglich nichts trotz des vielen Sonnenscheins. Da braucht es nun etwas mehr Phantasie, um dennoch attraktive Bergwanderungen unternehmen zu können. Dies wird auch noch eine ganze Weile so bleiben, sofern der Schnee vor dem definitiven Wintereinbruch überhaupt noch entscheidend schmilzt: Bei unserem Abstieg vom Gipfel durch die Nordostflanke trafen wir auf Pulverschnee, wie er auch im kältesten Hochwinter nicht feiner sein könnte.

Eine Herbsttour bei Schneelage hat dennoch seinen Reiz, besonders wenn dazu noch ein solch faszinierendes Wolkenspiel hinzukommt wie heute: Immer wieder hüllten grosse Hochnebelfetzen selbst die höchsten Gipfel ein und sorgten für viel Abwechslung. Berge tauchten auf und verschwanden gleich wieder, und in schnellem Tempo riss die vermeintlich dicke Wolkendecke plötzlich wieder auf und machte der wärmenden Sonne Platz.

Der stellenweise etwas schmale Grat zwischen den beiden kotierten Punkten 2731 m und 2745 m war trotz Schnee erstaunlich gut begehbar und brachte zusätzlich hochalpines Ambiente in die aussichtsreiche Tour. Im unteren Teil beginnen sich nun langsam auch die Lärchen gelb zu verfärben und in gut zwei Wochen kann das spektakuläre Farbenfestival im Oberhalbstein beginnen. Hoffentlich hat sich bis dahin der Schnee etwas zurückgezogen.

Routenbeschreibung:

Vom Parkplatz Plaz da Munter folgt man dem Strässchen Richtung Ziteil. Wir verliessen es im Bereich eines markanten Kreuzes am Wegesrand auf etwa 2100 m. ü. M. und stiegen weglos zum Gipfel hinauf. Man ist dabei in der Routenwahl ziemlich frei (T3).

Vom riesigen Gipfelplateau mit zwei Steinmännern folgten wir dem später schmaler werdenden Grat bis zu P. 2745 m, der auch ein attraktives Skitourenziel ist. Der Grat ist auch bei etwas Schnee gut begehbar; oft ist ein schmaler Pfad vorhanden und man weicht nur geringfügig in die Westflanke aus (T3).

Wir stiegen anschliessend direkt durch die Nordostflanke (zur Zeit durchgehend schneebedeckt) zum Fahrsträsschen ab (T3).

Tourengänger: Ivo66, Lena


Galerie


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