Von der Gaichtspitze (1986m) zur Ditzl (1817m)


Publiziert von Andy84 , 20. Januar 2016 um 13:53.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum:26 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1400 m
Kartennummer:AV BY 5 Tannheimer Berge - Köllenspitze, Gaishorn

Für den heutigen Samstag hat der Wetterbericht eigentlich gar kein so schlechtes Wetter für die südlichen Allgäuer und auch die Lechtaler Alpen angesagt. So wollte ich heute eigentlich mal wieder in die einsame Rosszahngruppe schauen. Als es mit dem Auto von Reutte Richtung Lechtal ging war ich schon sehr verwundert. Von Sonne und schönem Wetter war nichts zu sehen, alles grau und die Wolken hängen sehr tief ins Tal herunter. Also Planänderung.
Direkt nebenan im langen Kamm zwischen Gaichtspitze und Schneidspitze gibt es einige kleine Erhebungen die bisher noch keinen Besuch von mir erhielten. Geplant war heute zwar eine etwas längere Runde, aber so wurde eine schnelle Vormittagstrainingsrunde daraus. Gibt auch schlimmeres, zumal ich auf der Gaichtspitze schon länger nicht mehr war und den Hahnenkamm bisher auch nur im Winter kenne.

Gaichtspitze

Start ist in Gaicht an dem großen Parkplatz direkt neben der Brücke. Auf der Teerstraße geht es hinauf ins Dorf, vorbei am ältesten Haus des Tannheimer Tales. Danach geht es auf dem gut ausgeschilderten Wanderweg hinauf Richtung Gaichtspitze. Die letzten gut 200 Hm verlaufen über die freie Wiesenfläche der Südwestflanke. Es kommt einem so vor als hätte man hier ein Sonnenloch erwischt, die ganzen Berge weiter südlich liegen im tiefen und dichten Wolken- und Nebelschleier.
Am Gipfel bin ich dann allein und geniess die Ruhe, einzig ein paar Dohlen leisten mir Gesellschaft. Auch in restlichen Tannheimer Tal scheint die Sonne, aussenrum ist alles in tiefem Grau.

Hornbergle

Im Laufschritt geht es nun weiter, abgestiegen wird durch die schmierige und seilversicherte Nordrinne, dann auf breitem Wanderweg dem Ski- und Seilbahngebiet des Hahnenkamms entgegen. Der von MichaelG  gesetzte Wegpunkt "Alpkopf" ist nur eine kleine Gratschulter. Danach geht es weglos hinunter zum Hornbergle. Am Beginn des netten Aufstiegspfades steht ein Warnschild das das Hornbergle gesperrt sei wegen Felssturzgefahr. Naja, schau mer trotzdem mal hoch. Das Kreuz ist schnell erreicht, evtl. muss kurz mal Hand an den Fels gelegt werden. Das Hornbergle ist ein netter kleiner Aussichtspunkt, rechts des Gipfels ist der Felssturz zu sehen welcher auch das im Tal befindliche Örtchen Hornberg bedroht.

Kreuzbergle

Nach kurzer Trinkpause geht es auch schon weiter, auf gleichem Weg zurück zum Abzweig. Nun folge ich der Fahrstraße hinüber zur Höfner Alpe und weiter Richtung Kreuzbergle. Hier ist einiges los, viele Touris fahren mit der Seilbahn hinauf und geniessen hier oben die Aussicht. Das Kreuzbergle ist eine kleine Schulter im "Ostgrat" des Hahnenkamms, ein breiter und auch mit Holzstufen versehener Weg führt vom Wanderweg zum Gipfelkreuz. Hier bin ich auch komplett allein. Ein Buch gibt es auch hier nicht.

Hahnenkamm

Nun wieder zurück zum Wanderweg und im hinauf zum Hahnenkamm. Etwas komisch komm ich mir schon vor in kurzer Hose und Tshirt im Laufschritt die Seilbahntouris in Hardshell und Daunenjacke überholend.
Der Hahnenkamm ist ein Berg der hässlicheren Sorte. Das "Gipfelkreuz" steht ein gutes Stück südlich des höchsten Punktes, dieser wird von einem riesigen Sendemast geziert.

Die Ditzl

Also schnell weiter auf dem breiten Wanderweg nach Norden hinunter ins Tiefjoch. War bis hier noch einiges los, so hat man nun beim weiteren Weg zu den beiden Grasbuckeln der Ditzl wieder seine Ruhe. Ein Wanderweg führt westlich unter den beiden "Gipfeln" hindurch, nur eine schwache Spur führt direkt oben drüber. Hier oben hat man auch seine Ruhe, lediglich Gipfelsammler werden sich hier hoch verirren. So ist es auch nicht verwunderlich das man hier oben kein Buch oder dergleichen findet.

Abstieg

Zunächst überleg ich mir noch weiter auf die Schneidspitze zu steigen, aber irgendwie hab ich doch mehr Lust am Nachmittag noch ne Runde klettern zu gehen und entschließ mich dann doch für den Abstieg.
Dieser verläuft im Dauerlauf zunächst in ins Hochjoch, dann auf sehr schmierigem Pfad zur Schneetalalpe und dann wieder im Dauerlauf hinunter nach Nesselwängle und über den Radweg und die Bundesstraße zurück nach Gaicht zu meinem Auto


Zeiten und Schwierigkeiten:

Gaicht Gaichtspitze 55 min T3
Gaichtspitze Hornbergle 17 min      T3+Abstieg Gaichtspitze
und Hornbergle,
T2 Rest
Hornbergle                    Kreuzbergle                     10 min T3+ Abstieg Hornbergle
T1
Kreuzbergle Hahnenkamm 12 min T2
Hahnenkamm Ditzl 10 min T2
Ditzl Schneetalalpe 10 min T2
Schneetalalpe Nesselwängle 20 min T2
Nesselwängle Gaicht 20 min T1


Fazit:

Eine nette kleine Trainingsrunde im sehr überlaufenen Gebiet um den Hahnenkamm. Lohnend dabei ist vorallem die Gaichspitze, diesen schönen Aussichtspunkt gen Lechtal kann man gerne öfters besuchen.


 

Tourengänger: Andy84


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