Überschreitung der Teufelshörner


Publiziert von Hade , 3. Oktober 2015 um 22:31.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Berchtesgadener Alpen
Tour Datum:18 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: D   A 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1800 m
Abstieg: 1800 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Großparkplatz Königssee, dann mit dem Boot zur Anlegestelle Salet
Unterkunftmöglichkeiten:Wasseralm
Kartennummer:AV Karte BY21

Auch letztes Jahr sind wir schon zur Hirschbrunft zur Wasseralm aufgestiegen und haben uns das Spektakel dort angehört und auch angesehen. Dieses Jahr sollte es das Revival geben! Mit dabei sind Verena, Regine, Sascha, die zwei Dominiks und Philip.

Erst spät am Vormittag kommen wir los an der Bootsanlegestelle am Königssee, von wo wir bis nach Salet fahren. Von dort geht es flach zum Obersee, an selbigem vorbei und weiter bis zum Fuß des Röthbachfalls, wo der Steig steiler und interessanter wird. Bald schon sind wir bei der Verzweigung von Röthsteig und Landtalsteig. Wir entscheiden uns für erstere, steilere Variante. Der Röthsteig ist recht steil und teilweise auch ausgesetzt, aber super angelegt und streckenweise auch versichert, so dass sich die Schwierigkeiten in Grenzen halten. Oben kommt dann noch ein kurzes flaches Stück, dann sind wir schon bei der Wasseralm. Es folgt ein wunderschöner, geselliger Hüttenabend mit viel Gaudi, röhrenden Hirschen und Schnaps. Pünktlich zur Hüttenruhe werden wir dann ins Bett geschickt.

Am nächsten Tag müssen ein paar von uns direkt absteigen, weil sie mittags unten sein müssen. Dominik, Regine und ich entscheiden uns aber, noch ein Gipfelziel anzuhängen. Es soll das Große Teufelshorn werden, mit der Überschreitung zum Kleinen Teufelshorn als Option.
Von der Wasseralm folgen wir der Beschilderung zum Gr. Teufelshorn. An zwei verfallenen Almen vorbei geht es bis bis zur verfallenen Jagdhütte von Göring. Von dort führt der Steig in einem Bogen bis zum nordseitigen Rücken des Gr. Teufelhorns, über welchen wir zum Gipfel gelangen (T3+ und Stelle I).
Die Sicht ist heute absolut bescheiden, so dass wir uns lange überlegen, ob wir den Weiterweg zum Kl. Teufelshorn wagen sollen. Umkehren können wir ja immer noch denken wir uns und gehen los. Anfangs führen Steigspuren in die Flanke nördlich vom Grat. Nachdem wir einige Meter abgestiegen sind, folgt eine Querung zum Grat. Die gut gesetzten Steinmänner sind bei der miserablen Sicht heute eine super Hilfe! Ab jetzt bleibt man mehr oder weniger direkt am Grat. Es wird höchstens mal ein paar Meter in die Flanke ausgewichen. Dabei sind ein paar ausgesetzte Stellen im zweiten Grad zu überwinden. Alle schwereren Stellen sind dabei im Aufstieg zu überwinden, weshalb ich die Überschreitung auch in diese Richtung empfehle. Aber der viel zu kurze Übergang ist leider schon bald vorbei und wir gelangen zum Gipfel des Kleinen Teufelshorn.

Von dort geht es erst noch ein gutes Stück am Rücken entlang, bevor kurz vor dem Blühnbachtörl die Stoamanndl den Weg nach unten weisen. Ein bisschen Aufmerksamkeit ist jetzt schon gefordert, damit man den Steig nicht verliert, aber im Großen und Ganzen ist er gut zu finden. Bei der verfallenen Jagdhütte treffen wir wieder auf unseren Aufstiegsweg und gehen zurück zur Wasseralm, wo wir uns dazu entscheiden, über den Röthsteig wieder abzusteigen. Der Landtalsteig zieht sich recht und den Sagerecksteig kennen wir auch schon.
Am Röthsteig verfallen wir schon bald in einen schnellen Laufschritt. Jeder Tritt sitzt, keiner sagt ein Wort. Was für ein toller Flow! Unten müssen alle erst mal wir Lachen. Wow, ich liebe dieses Gefühl! Eine dreiviertel Stunde haben wir von der Wasseralm bis unten nur gebraucht... Mit dem flachen, überlaufenen Weg nach Salet geht die wunderschöne Tour zu Ende.

Tourengänger: Hade


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