Piz Giuv (3096m) und Rot Wichel (3084m) via Südwestgrat


Publiziert von Schlomsch , 13. Februar 2016 um 20:12.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Surselva
Tour Datum: 7 August 2015
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   CH-UR 
Zeitbedarf: 9:30
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m

Endlich hat es geklappt! Von der Fuorcla da Giuv alles über den Grat zum Rot Wichel und diesen überschreitend weiter zum Piz Giuv.
 
Schon seit zwei Jahren habe ich den Grat zwischen der Fuorcla da Giuv über den Rot Wichel zum Piz Giuv auf dem Programm. Doch jedes Mal, wenn ich auf dem Piz Giuv stand, wurde es zeitlich zu knapp. Letztes Jahr bin ich trotzdem kurz zum Rot Wichel hoch. Zum Glück hat damals der letzte Zug auf mein Zurufen hin ein paar Minuten auf mich gewartet..

Damit sich das nicht wiederholt, setzte ich mir heute einzig den Grat zwischen der Fuorcla da Giuv und dem Piz Giuv zum Ziel. Diesmal also ohne Crispalt und ohne Piz Nair, dafür mit Überschreitung des Rot Wichels. Dafür reicht das ÖV-Zeitfenster von 9¾h ab dem Oberalppass locker - dachte ich zumindest. Tatsächlich reicht es dann nur für ein schnelles Bier bevor der letzte Zug den Oberalppass verlässt. Aber es reicht!
 
Routenbeschreibung
 
Wie bereits *letztes Jahr vom Oberalppass via Pass Tiarms ins Val Val und weiter auf der Wegspur der Strahler in Richtung Fuorcla da Crispalt. Heute zweige ich auf etwa 2750m zum Strahler-Zeltplatz ab, dann weiter durch die Flanke zum Brichplanggenstock, und von da unter dem Giuvstöckli hindurch absteigend zur Fuorcla da Giuv.

Von der Fuorcla da Giuv (2957m) über den Grat zum Punkt 3068 (eine Stelle kurz III). Von da hinunter in die Lücke zum Rot Wichel. Der Aufstieg von der Lücke über den Grat zum Rot Wichel gestaltet sich anfangs ziemlich schwierig (III). Diese Stelle kann aber auf der Westseite umgangen werden. So gehe ich später auf dem Rückweg. Danach ist der Grat zum Rot Wichel einfach.

Auf dem Rot Wichel steht nach wie vor weder Steinmann noch ist ein Gipfelbuch vorhanden. Schade, ich hätte vom letzten Jahr her eigentlich wissen müssen, dass ich selber ein Buch mitnehmen muss. Würde mich schon interessieren, wie viele Wanderer diesen einsamen Grat denn so begehen.

Der Abstieg vom Rot Wichel in die Lücke zum Piz Giuv ist nicht ganz einfach (T5/II-III): Nach dem Gipfel des Rot Wichel geht es hinab in eine erste Scharte, dann zunächst westlich der Gratschneide, später östlich davon hinein in den Sattel zwischen Rot Wichel und Piz Giuv.

Vom Sattel über den Südwestgrat zum Piz Giuv ist dann wieder einfach (T4/I). Auf dem Piz Giuv geniesse ich die schöne Aussicht und schwelge beim Anblick des Piz Nair in Erinnerungen an die wunderbare *Tour auf den Piz Nair vor 2 Jahren. Zurück zum Oberalppass geht es dann auf demselben Weg.
 
Fazit: Der lange Grat zwischen der Fuorcla da Giuv und dem Piz Giuv ist schon von der Szenerie her lohnend. Viel Blockgratkletterei, zwischendurch aber auch mal ein Wändchen in schönem festen Syenit. Die Schwierigkeiten liegen zwischen II und III.

Tourengänger: Schlomsch


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