Hoher Freschen (2004m) mit großer Runde um Ebnit; P.1582 Erstbeschreibung


Publiziert von boerscht Pro , 23. September 2015 um 21:02.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Bregenzerwald-Gebirge
Tour Datum:22 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   A-V 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1870 m
Abstieg: 1800 m
Strecke:23km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Landbus nach Ebnit ab Dornbirn Hbf.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Landbus von Ebnit nach Dornbirn Hbf.
Kartennummer:http://www.kompass.de/touren-und-regionen/wanderkarte/

Der Hohe Freschen stand schon lange auf meiner To-Do Liste, und wenn man gleich mal dort in der Gegend unterwegs ist, warum nicht gleich noch ein paar mehr Gipfel mitnehmen und zu einer großen Runde um Ebnit verbinden.

Los gehts in Ebnit am Sattelweg, zuerst muss man ein paar Meter absteigen um über eine kleine Hängebrücke die Ebniter Ache zu queren. Der Weg bis zur Unterfluhalpe zieht sich lange dahin, ist bestens ausgeschildert und nicht zu verfehlen. Die Schuhe sind an der Unterfluhalpe jedoch kaum noch zu erkennen, stattdessen ist da ein großer Matschklumpen am Fuß, was jedoch leider nicht zu vermeiden war. 

Hinter der Unterfluhalpe gehts dann steiler in Serpentinen, unterhalb des Alpkopfes, hinauf zum Fluhlöchle.
Hier wird der Blick zum Hohen Freschen und in den Bregenzer Wald hinein frei.
Zum Alpkopf hat man mehrere Optionen entweder direkt am Fluhlöchle rechts ab und von rechts einige Felsaufschwünge ausweihchend auf den Gipfel, oder den weg Richtung Freschen weiter folgend, nach ca. 500m am Wegweiser über Wiesen auf den Gipfel. Ich wähle letztere Variante.

Unschwierig und bestens beschildert geht es weiter an der Binnelalpe vorbei Richtung Binnelgrat. Hier bekommt man auch den Hohen Freschen mit seinen eindrucksvollen Abbruchkanten und den beiden Graten erst so richtig ins Blickfeld.
Der Binnelgrat an sich ist nicht sonderlich schwierig und an ausgesetzten stellen mit Drahtseilen gesichert, auf die man sich aber lieber nicht verlassen sollte, da diese teilweise rostig und locker sind. An vielen stellen ist es etwas ausgesetzt. Einige Meter vor dem Gipfel darf man nicht zu ungelenkig sein, da man hier einen Spreizschritt über eine kleine Lücke braucht, auch hier mit Seil abgesichert.

Auf dem Gipfel angekommen sieht man die andere Seite des Hohen Freschen, weites Wiesengelände bis zum Freschenhaus und der Hohen Matona. Die Weitsicht hält sich leider in Grenzen.
Nach ausgiebiger Mittagspause geht es zunächst einige Meter den Grat wieder nach unten bis zur beschilderten Abzweigung zum Valüragrat. Hier muss man zunächst zu diesem Queren, was bei Schnee sicher nicht ganz ohne ist. Der Valüragrat selbst ist nicht ganz so steil wie der Binellgrat, jedoch weniger versichert und nicht weniger ausgesetzt.
Statt ins Tal abzuzweigen folge ich dem Weg weiter gradeaus Richtung Hohe Kugel.

P.1582 : Auf der Karte sehe ich den Punkt P.1582, dieser befindet sich vom Valülragrat kommend ziemlich bald links vom Weg. Dieser ist auf Hikr noch nicht beschrieben, also wollte ich dem mal einen Besuch abstatten. Man verlässt den Weg links über mäßig steile wiesen die kleine Lücke zwischen den beiden Gipfelköpfen anpeilend. Vor diesen wird das Gelände etwas steiler. Auf dem Sattel zwischen den Gipfeln gehe ich nach rechts auf den Höheren der beiden über recht steiles Grasgelände, welches mit Steinen durchsetzt ist (Bild mit Route) Kletterei brauchts keine, spuren sind nicht vorhanden alles in allem würde ich den Aufstieg als T4 einschätzen. Vom weg braucht man ca. 5 min. Wieder unten dem Weg folgend sehe ich, dass es wohl auch weniger steil geht, in dem man den Gipfel erst umgeht und von hinten über flacheren Grasgrat aufsteigt (Bild).

Weiter geht es abwechselnd durch Wald und kleine Gratabschnitte über den Dümelekopf zum Hörnle. Der gesamte Weg ist wbw markiert, jedoch wenn überhaupt T3. Auf dem Hörnle kann man über einen kurzen, sehr ausgesetzten Grat zum Vorgipfel steigen. Hier brauchts auch mal die Hände bei einem Aufschwung über brüchige Platten. (T4+; 1)
Zwischen Hörnle und Vorderhörnle wird der Grat nochmal etwas ausgesetzter und interessanter, hier gibts auch eine kleine Leiter.
Immer dem Weg folgend gehe ich noch weiter zum First. Nach diesem folgt ein kurzer abstieg und gleich gehts wieder hinauf zur Hohen Kugel. Hier steht ein super neues Gipfelkreuz mit Sitzbank und Gipfelbuch.
Abstieg dann über Brieder Alpe zur Emser Hütte dem Fahrweg folgend zurück nach Ebnit.

Mit 23km ziemlich lange Tour, jedoch mit interessanten Gipfeln und schönen, abwechslungsreichen Gratabschnitten.

Tourengänger: boerscht

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Kommentare (1)


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Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 25. September 2015 um 21:34
die merk' ich mir, diese grossartige, lange Gipfelrunde!


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