Schiberg - Plattenberg - Brünnelistock - Rossalpelispitz - Zindlenspitz


Publiziert von Djenoun , 22. September 2015 um 21:01.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:21 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-SZ   Oberseegruppe 
Aufstieg: 1760 m
Abstieg: 1760 m
Kartennummer:1153 Klönthal

An diesem Traumtag, der für so manchen Regentropfen der vergangenen Woche entschädigte, starte ich früh am Wägitalersee.
In der Morgenfrische steige ich via Aberliboden und Hohfläschen an den Fuss des Schiberg-SW-Grates auf 1510m zwischen Almismatt und Almismattwald. Auf dem wenig begangenen, malerischen Rücken erreiche ich bald Pt. 1799, bleibe weiterhin auf dem Grat und erklettere den nächsten Aufschwung eher rechts im Aufstieg.

Auf der Anhöhe (ca. 1910m) verlasse ich den Grat nach rechts und quere hinüber zum Schuttfächer unterhalb des Schibergspaltes. Diese Aufstiegsvariante durch die Westflanke des Schibergs, hier meine Erstbeschreibung http://www.hikr.org/tour/post94940.html, bietet spassige Kletterstellen (max. III) über Klemmblöcke, die je nach Wahl des Austieges erweitert werden kann. Ansonsten trifft man in der Runse auf Gelände im oberen T5, loser Schotter erfordert Vorsicht.
Anschliessend geht es auf dem Karstrücken hinüber zum Gipfelkreuz auf dem Südgipfel. Dort mache ich eine erste Pause und geniesse die Aussicht in der klaren Herbstluft.

Das nächste Ziel, den Plattenberg, erreiche ich auf dem Wanderweg via Furgge und das bekannte schmale Band unterhalb des Gipfels. Hier im Schatten treffe ich auf die ersten gefrorenen Stellen, es war kalt nachts.
Nach meinem Gipfelbucheintrag steige ich über den SE-Grat ab bis in den Sattel unterhalb des Mürlis. Anfangs über den Wiesenhang, im oberen Teil dann durch die Geröllhalde peile ich die oberste Rinne vor der Wand an. Durch sie gelange ich in einfacher Kletterei (max. II) bei ca. 2085m auf den Brünnelistock-NE-Grat. Über den tollen Grat in mit einzelnen Kletterstellen, die Aussicht in die Wände des Schijen und hinunter zum Sulzboden ist atemberaubend, erreiche ich viel zu schnell den Brünnelistock.

Angenehm warm ist es inzwischen, die Mittagspause könnte man beliebig in die Länge ziehen.

Nach dem Abstieg zu Pt. 1990, ich hatte eigentlich vor, ab hier via Hohfläschen abzusteigen, entschliesse ich mich, meine Tour fortzusetzen. Wäre ja doof, diesen Tag nicht voll auszunutzen. Auf dem teilweise schmierigen Weg ist der kurze Aufstieg zum Rossalpelispitz bald geschafft.
Auf dem Gipfel immer noch weder Kreuz noch Buch - ob das die Unscheinbare im Dreigestirn der Wägitaler Schönheiten ist ?!

Nach dem Abstieg zur Rossalpelifurggel nehme ich noch den etwas längeren Aufstieg zum Zindlenspitz in Angriff. Über den Grat mit den scheusslichen Ketten, die ich nie anfassen werde, gelange ich zur Querung in der Ostflanke. Etwa in der Mitte der Flanke verlasse ich den Weg und steige schräg rechts über Schrofen und Gras direkt auf den Südkamm hoch, wo ich wieder auf den Weg treffe. Kurz darauf ist der letzte Gipfel für heute erreicht.

Ich mache nochmals eine kurze Pause, geniesse Aussicht, Ruhe und Herbstwärme, bevor ich via Zindlen und Aberliboden zum See absteige.

Tourengänger: Djenoun


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Kommentare (3)


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Primi59 hat gesagt: Djenoun...
Gesendet am 23. September 2015 um 13:45
Rossalpelispitz ohne Gipfelbuch, nimm doch beim nächsten mal eine Gamelle mit einem passenden Buch mit und baue ein kleiner Steinmann, dann hats wenigstens etwas oben, das Kreuz wird dadurch ev automatisch "geliefert"
so, jedenfalls wars auf dem Tristli vor ein paar Jahren.....
tolle Tour hast da geschafft.....

Gruss Primi

Djenoun hat gesagt: RE: Oder...
Gesendet am 23. September 2015 um 18:43
... in einer Prozession das Kreuz hinauftragen und hoffen, dass das Buch geliefert wird ...;-)

Gruss

Primi59 hat gesagt: RE: Oder...
Gesendet am 23. September 2015 um 21:05
glaube kaum, dass das jemand macht, aber, MANN kann nie ja nie wissen .... ;-))))

LG


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