Arete de Sorebois


Publiziert von Frangge , 22. September 2015 um 21:51.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:19 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1000 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Zinal
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Moiry Barrage

Der Wetterbericht für fast die ganze Schweiz nur eher mässiges Wetter vorhergesagt - das Wallis wäre noch ein Lichtblick des Wochenendes. Also ab durch den Lötschberg und rauf auf nen Berg! Am Samstag bin ich leider alleine unterwegs und möchte noch einmal einigermassen hoch hinaus.

Nach dem Studium von Alpenornis Bericht, meine ich, dass die Tour für mich ok sein sollte. Allerdings ist mein Zeitfenster aufgrund der An-/Abreise mit dem ÖV etwas eingeschränkt, weshalb ich mich entschliesse, per Seilbahn nach Sorebois zu fahren um ein paar Höhenmeter zu sparen.

Von Alpenorni vorgewarnt, weiche ich dem Skigebiet aus, und biege an der Bergstation rechts ab um quer dem Wanderweg Richtung Pt 2570 zu folgen. Leider gibt es auch dort mittlerweile eine Seilbahn ab Grimentz, die auf map.geo noch nicht eingezeichnet ist. Ich suche den blau-weiss markierten Weg, finde ihn auch und folge ihm zum Pointe de Tsirouc. Das scheint mir trotz des Umwegs lohnender als der Aufstieg durch das Skigebiet.

Ab hier sind die Markierungen zum Corne de Sorebois rot-weiss übermalt. Es dauert nicht lange und ich stehe auf dem Gipfel neben dem Mobilfunkmast. Ich mache kurz Pause, verpflege mich kurz und schaue mir die partielle Aussicht an - es ist doch etwas bewölkter als ich gedacht hatte. Der Blick auf den weiteren Verlauf des Grates lässt mich vermuten, dass ich bald in den Nebel kommen würde. 

Ab hier gibt es wie schon mehrfach berichtet ein fast durchgängige Spur, die auch von ein paar Steinmännern gesäumt ist. Wie schon vorher erwähnt geht es oft rechts des Grates unschwierig entlang, es gibt ein paar Stellen, bei denen man die Hand kurz aus der Hosentasche nehmen muss, aber nichts Wildes. Die Untergrenze des Nebels verschiebt sich auch ein wenig nach oben, ich laufe also weiterhin mit Sicht. 

Ich erwarte schon ungeduldig die Schlüsselstelle. Als ich dort ankomme, habe ich Glück, dass das feine Geröll im Couloir gefroren ist und daher nicht rutscht. Ich halte mich im Aufstieg zunächst eher links bis knapp unterhalb des fix installierten Seils. Die ersten paar Meter des Seils gehe ich recht weit rechts davon, dann knapp rechts vom Seil, wo ich es auch benutzen kann. Am oberen Ende quere ich nach rechts, dort erkennt man auch wieder die Wegspuren.

Von dort aus bis zum Gipfel - auch hier wiederhole ich die vorangegangenen Berichte - ist der Rest Gehgelände. Leider hat mich der Nebel jetzt doch noch erwischt, die Hoffnung auf zumindest ein kleines bisschen Aussicht ist dahin. Da ich am Anfang wohl etwas optimistisch schnell losgegangen bin, bemerke ich jetzt, dass ich deutlich langsamer werde. Kurz vor dem Gipfel fängt es dann noch leicht zu schneien an. Ich hoffe also, bald oben zu sein. In der Tat stehe ich bald neben dem grossen Gipfelsteinmann und sehe viel grau um mich herum - sonst leider nichts.

Also nichts wie weiter, dann schaffe ich vielleicht noch das letzte Postauto ab der Staumauer. Der Abstieg geht zunächst über den Südwetsgrat, dann auf einem unscheinbaren Rücken gegen Süden. Am Grat hat es Wegspuren und Steinmänner, etwas tiefer dann geht es weglos. In der Schuttflanke sehe ich dann sicher 30-40 Gemsen, die mich teils genauso interessiert beobachten wie ich sie.

Am Parkplatz vor dem Lac de Chateaupre verrät ein kurzer Blick auf die Uhr, dass ich das Postauto nicht mehr erreichen werde und stelle mich schon auf zusätzliche Kilometer und Abstieg ein.

Daumen raushalten kann in so einer Situation ja nicht verkehrt sein und in der Tat hält das erste Auto bereits an. Ich werde bis zur Staumauer mitgenommen und komme rechtzeitig am Postauto an. Vielen Dank nochmals auf diesem Wege an des freundliche Paar aus dem Kanton Bern.

Auch ohne die Aussicht am Gipfel hat sich die Tour durchaus gelohnt. Ein schöner, einsamer Weg mit immerhin doch noch etwas Sicht, vor allem nach Norden. Dazu reichlich Wildlife - Schneehühner, Adler, Gemsen und Murmeltiere. Allein schon auf die Fahrt mit dem Postauto nach ZInal, die ich von vor zwei Jahren noch in Erinnerung hatte, habe ich mich schon gefreut.

Tourengänger: Frangge


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