Hoher Gaif mit neuem Gipelkreuz


Publiziert von Abenteurer&Bergrebell Ötzi II Pro , 21. September 2015 um 20:53.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Wetterstein-Gebirge
Tour Datum:21 September 2015
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1730 m
Abstieg: 1730 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit Fahrrad von Garmisch nach Hammersbach
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit Fahrrad von Hammersbach nach Garmisch

Nachdem ich genau 7 Jahre in Garmisch wohne, habe ich am 21.09.15 endlich den Hohen Gaif in Angriff genommen. Meine Motivation, in der Ferne (Tirol) auf Gipfel zu steigen, ist viel größer, als an meinem Wohnort. Auf den Gipfeln um Garmisch, auf die markierte Steige führen, war ich aber auch schon. Klettergipfel kommen für mich als Alleingänger auch oft nicht in Betracht.

Nach Einholung von Informationen über den oberen Ostgrat des Hohen Gaifs hielt es ich für wahrscheinlich, ohne Seil den Gipfel erreichen zu können. Da ich schon mehrere Male auf dem Kreuzeck war und die Bahn dahin mir einfach zu teuer ist, suchte ich eine Route, die ich noch nicht kannnte. Die kürzeste hinauf geht in Hammerbach los. Ich radelte dahin u. begann den Anstieg. Ich brauchte nur 1,5h bis in die Nähe des Kreuzecks, wo der Weg zum Stuibensee beginnt. Der Weg fällt im Verlauf zunächst ca. 100hm ab, bevor er nicht sehr steil zum See hinaufführt.

Ich wanderte links über den Graskamm am See vorbei u. stieß auf einen Steig, später Wegspuren, die auf den Ostgrat hinaufführen. Zwei Drahtseile, die mir kurz den Aufstieg erleichterten, sind wohl schon ziemlich alt.

Der Grat ist schon etwas ausgesetzt, aber weist aber auf der von mir gewählten Route nur eine richtige IIer-Stelle auf. An dieser wollte ich nicht links etwas unter dem Grat queren, da man über einem scheußlichen Abgrund unterwegs wäre. Deshalb kletterte ich auf den Grat, auf dem ich mich wohler fühlte. Meist hat man es auf ihm mit einem Ier zu tun, ab u. zu I+ oder II-. Die Schlüsselstelle soll eine Felsrinne sein. Diese umging ich auf der rechten Seite unter dem Grat, auf den ich ausgesetzt gleich wieder zurückkletterte.

Kurz vor dem Gipfel sah ich mit Freude, dass auf ihm ein neues Kreuz stand. Im Buch entdeckte ich dann den Eintrag, der berichtete, dass genau eine Woche (am 14.09.15) vorher, Soldaten aus Mittenwald begonnen hatten, es zu errichten. So war ich froh, erst jetzt diese Tour gemacht zu haben!

Vorsichtig kletterte ich wieder ab, hatte keine Probleme dabei. Über dieselbe Route kehrte ich nach Hammersbach zurück, von wo ich nachhause radelte.




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