von Rosswald in aussergewöhnlicher Landschaft aufs reizvolle Bättlihorn 2951 m


Publiziert von Felix Pro , 28. September 2015 um 15:57. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:19 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Aufstieg: 1175 m
Abstieg: 1175 m
Strecke:Rosswald, Bergstation Gondelbahn - P. 1942 - Saflischwald - Saflischmatte - Fleschbode - Fleschhalte - Oflini - P. 2433 - P. 2546 - Saflischpass - Grüepi - Öügstchumma - Bättlihorn; Rückweg ab Fleschbode direkt zum Parkplatz
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Häusernmoos, Sumiswald, Konolfingen, Autobahn Kiesen - Spiez, Frutigen, Kandersteg, Autoverlad Lötschberg, Goppenstein und Glis nach Ried-Brig, Gondelbahn nach Rosswald
Unterkunftmöglichkeiten:Wohnung des Restaurants Rosswald
Kartennummer:1289

Die von mir geplante zweitägige SAC-Tour in der Zentralschweiz sagte ich wetterbedingt ab - und wir zogen stattdessen in südlichere Gefilde - beinahe auf den Tag genau zwei Jahre nach unserem ersten Aufenthalt und Touren auf oder nahe Brigs Sonnenterrasse fahren wir wieder nach Ried-Brig, und gondeln von dort hoch - in die Wolken, den Nebel …

 

Doch bald einmal nach dem Start in Rosswald bei der Bergstation, und dem kurzen Anstieg zum Parkplatz, von wo aus wir dem Bergwanderweg folgen, lichtete sich nach der Passage und der Besichtigung der Kapelle „Maria zum guten Rat“ die Wolkendecke und gab einen zögerlichen Blick frei ins untere Wallis.

 

Immer wieder jedoch nehmen die Wolken für eine längere Zeit Überhand; es tut dem gemächlich-friedlichen Ansteigen bis zum Restaurant (geschlossen bis zum Beginn der Wintersaison) auf Fleschbode keinen Abbruch. Ab hier setzt sich die Sonne stärker durch - auf dem langen Weg über Fleschhalte nach Olfini und zum Saflischpass können wir doch bereits einige Wärme verspüren, und die noch überraschend vielen Bergblumen meist im Sonnenlicht betrachten.

Hier angelangt, setzen wir uns - einen etwas abseitigen windgeschützteren Platz aufsuchend - hin für eine kurze Rast; gestärkt machen wir uns auf den nachfolgenden, spannenden Weg über Grüepi Richtung Tanzbede. Dabei halten wir uns an eine recht deutliche Spur am faszinierenden, feinschuttig-sandigen Hang unterhalb der Felswände des Bättlihorns Süd - und umgehen so den Abstieg auf dem WW zum erwähnten Boden (welchen der Führer vorschlägt).

 

Ein faszinierendes Gehen stellt diese lange Hangtraverse dar: beinahe gemahnt die Landschaft an eine mondähnliche … und wie wir, nach einem ersten etwas steileren, beinahe weglosen, Anstieg zur Öügstchumma vorstossen, erscheint uns das grosse Fels- und vor allem Schuttkar mit der sandigen Schwemmebene und steilen, feingerölligen Halden erst recht an ausserirdische Gegenden verweisend. Überaus abwechslungsreich, überraschend und von hohem Erlebniswert diese ersten Abschnitte unserer Tour! Auch der erst weiter oben im Hang erkennbare Pfad trägt, gerade in der letzten Steilstufe, in welcher wir durch den leichten Nebel hindurch stossen zum Sattel zwischen den beiden Gipfeln, weiter zum attraktiven Charakter unserer Bergreise bei. Oben angekommen, gewährt uns die Gratschneide einen ersten Ausblick nach Naters hinunter und ins untere Wallis - von Schritt zu Schritt, dem nahen Gipfelkreuz näherkommend, weitet sich die Aussicht. Wenn auch auf dem Bättlihorn während unserer langen Rast und Mittagspause der Alpenhauptkamm (Grenze BE - VS) stets wolkenverhüllt bleibt, so sind die Tiefblicke - 2200 m unter uns der Talboden! - und wenige Ausblicke Richtung Bettmer- und Riederalp, sogar zum Illhorn - doch fantastisch. Haben wir unterwegs das Fletschhorn erkennen können, so werden wir während unseres Rückmarsches auch Bortelhorn, Monte Leone und Wasenhorn erblicken können. Überraschenderweise sind die Temperaturen auf dem Gipfel angenehm - keine prognostizierten -3° frösteln uns, da es sozusagen windstill ist - wir verweilen lange und gemütlich.

 

Waren wir im Schlussgang direkt über den Grat zum Gipfel vorgedrungen, wählen wir nun für die Abstiegsvariante die im Führer leicht exponiert beschriebene Passage talseits - „halb so wild“ …

 

Auf unserer Aufstiegsroute steigen wir ab in die Öügstchumme, und geniessen kurz danach noch einmal den herrlichen Gang durch die begeisternden Hänge der Grüepi, bevor wir wieder am Saflischpass ankommen.

 

Vor P. 2433 und Oflini begegnen wir einer ähnlichen Herde Schwarzhalsgeissen wie auf unserer Grosse-Huwetz-Tour vor beinahe exakt zwei Jahren; diesmal verhalten sie sich jedoch sehr zurückhaltend ;-)

 

Zurück auf Fleschbode wählen wir hier den direkten Abstieg, über die breite Piste der Wintersportanlage, welcher uns einfach und schnell zum Parkplatz führt; innert weniger Minuten sind wir auf der Terrasse des Restaurants Rosswald, wo wir auf unsere erfolgreiche Tour anstossen - und das abendliche Essen und Treffen mit Fuma und René organisieren; toll, hat dies so spontan geklappt!

 

ñ            1 h 55 min bis Saflischpass

 

ñ             1h bis Bättlihorn

 

ò                 ¾ h bis Saflischpass

 

ò                  1 ¼ h bis Rosswald

 

unterwegs mit Jumbo 


Tourengänger: Ursula, Felix


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