Kienjoch (1953m) - über den langen Grat vom Felderkopf


Publiziert von AIi , 22. Oktober 2015 um 21:13.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Ammergauer Alpen
Tour Datum:19 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Mountainbike Schwierigkeit: L - Leicht fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1500 m

Ausgedehnte und einfache Kammwanderungen mit diversen Gipfeln gibt es in den Ammergauer Alpen viele: Stichwörter wie Klammspitz- oder Danielkamm rufen einfach das Bild einer aussichtsreichen Wanderung hervor. Ein weiteres etwas weniger populäres aber auch beliebtes Beispiel ist das Kienjoch direkt südlich von Graswang. Hier können zahlreiche Gipfel durch einfache und aussichtsreiche Überschreitungen direkt aneinander gehängt werden. Dadurch dass sich diese in einer "Hufeisenform" um die Kuhalm erstrecken, darf auch das Radl wieder mit, im Abstieg einfach viel besser als ein 5km Hatscher...

Los gehts am Wanderparkplatz im Ort Graswang. Bei einem geringen Wasserstand der Linder kann man direkt von dort Richtung Süden losradeln und den Bach durch eine breite Furt überqueren, führt dieser mehr Wasser muss man den Umweg über eine Brücke nehmen. Am Bergfuß angekommen, folgt man einem großen Fahrweg über zwei Kehren hinauf und anschließend weiter um einen Bergrücken herum hinein ins Tal zur Kuhalm. Ist diese erreicht kann man noch ein kleines Stück weiter radeln, dann gelangt man einen Wegweiser zum Kienjoch wo das Radl deponiert wird. Die Straße bis zur Kuhalm ist nie allzu steil und technisch komplett ohne Anforderungen, für die Wegfindung insbesondere am Anfang in/bei Graswang empfehle ich aber eine Karte.

Per Pedes gehts dann weiter auf einem Wanderweg, dem Wegweiser zur Notkarspitze folgend. Wer den gesamten Kamm inklusive Brünstlkopf und Kreuz machen möchte, der muss dem Wanderweg bis zum Hasenjöchl folgen. Da wir diese schonmal besucht haben kürzen wir den Umweg ab und verlassen bei einem kleinen Gratausläufer vom Zunderkopf nach Norden (verfallene Gießenbachalm) den Wanderweg nach Süden zum Kamm hin. Meist auf Pfadspuren direkt auf dem kleinen Gratausläufer geht es zügig hinauf, im oberen Teil muss auf einem deutlichen Pfad hinüber ins Joch zwischen Zunderkopf und Brünstlkopf gequert werden.

Direkt am Grat geht es anschließend gänzlich ohne Schwierigkeiten über gute Pfade und Wanderwege(teils nicht markiert) weiter: Zuerst auf den Großen Zunderkopf, dann auf den Vorderen Felderkopf (GK), weiter zum Felderkopf (wenig gipfelhaft, mehr Weide) und zum Windstierlkopf.  Im Anschluss ist der Sattel erreicht von dem ein Wanderweg zurück zur Kuhalm führt - trotz vier Gipfeln fehlt der Eigentliche (Kienjoch) aber noch, also gehts weiter am Grat.

Über den unbedeutenden Geißsprungkopf ist das Hauptziel Kienjoch (GK, schöne Aussicht) schnell erreicht, aus gipfelsammlerischen Ambitionen darf der nördlich anschließende Kieneckspitz auch noch sein. Der Übergang hierhin ist etwas anspruchsvoller, zumindest charakterisierte eine entgegen kommende Gruppe junger Bergfreunde ihn als "Mit richtig Klettern und alles", in Zahlen heißt das dann T3-.
Über die letzten drei Gipfel gehts im Regen auch wieder retour zur Kuhalm, von hier folgt ein netter Regen-Downhill, immerhin überhitzen die Bremsen da trotz unseres Fahrstils nicht...;)

Schwierigkeiten:
Graswang - Kuhalm: T1, L (nicht besonders steil)
Weitere Gratwanderung: T2, wegloser Gratzustieg und Übergang Kieneckspitz bis T3

Tourengänger: AIi


Galerie


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