Von Chukhung nach Gorak Shep, Teil 3 unseres Khumbu-Trekks


Publiziert von donalpi , 19. September 2015 um 17:50.

Region: Welt » Nepal » Khumbu
Tour Datum: 3 November 1989
Wegpunkte:
Geo-Tags: NEP 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 490 m
Strecke:Chukhung-Dingboche-Periche-Duglha-Thokla-Pass-Lobuche-Gorak Shep
Unterkunftmöglichkeiten:Heute überall Lodges, oder wie wir im Zelt
Kartennummer:Nepal Kartenwerk der Arbeitsgemeinschaft für vergleichende Hochgebirgsforschung Nr. 2

 

Bei meinen 2 vorangehenden Berichten unseres Trekks im Khumbu berichtete ich im Teil 1

von der Besteigung des Chukhung Ri, 5546 m, und im Teil 2 von der Besteigung des Island Peak, 6189 m.

Am 2. November war ich also mit Kaji, Pemba und unserem Koch in Chukhung zurück und wir feierten

unseren Gipfelerfolg des Island Peaks "by fair means", also ausgiebig mit Bier und Chhaang, wenn Du

mal Chhaang brauen willst, so hier die Anleitung aus Wikipedia:

Ingredients and drinking[edit]

Chhaang is a relative of beer. Barley, millet (finger-millet) or rice grains are used to brew the drink. Semi-fermented seeds of millet are served, stuffed in a barrel of bamboo called a dhungro. Boiling water is then poured in and sipped through a narrow-bore bamboo tube called a pipsing.

When the boiled barley has cooled, some yeast or dried barm is added and it is left to stand for two or three days when fermentation begins; this concoction is called glum. The barm consists of flour and, in Balti, often has ginger and aconite added to it.[1] After fermentation is complete, water is added to the brew and is then ready for consumption.[2]

Nun also am 3. November machten wir uns morgens mit noch etwas schweren Beinen und nicht ganz klarem Kopf auf den Weg nach Duglha, 4620 m., wo wir Elsbet und die Sherpas treffen wollten. Zuerst führte der Weg zurück nach Dingpoche und hinunter  nach Pheriche. Dort machte ich

sofort einen Besuch im Hospital bei Jan Hall, um mich zu erkundigen, wie es um Marias Gesundheit stehe.

Sie musste mir leider berichten, dass Maria den grösssten Teil der Nacht im Kompresionssack

(siehe Teil 1 unseres Berichtes) verbringen musste, dann am Morgen aber leider gezwungen war nach Namche Bazar hinabzusteigen, sonst gesundheitlich aber Ok war, nur durfte sie nicht mehr

höher als Namche aufsteigen und musste dort auf uns warten. Walti und zwei Sherpani waren auch

mit ihr abgestiegen und betreuten sie in einer Lodge. Mit Walti war abgemacht, dass wir uns dann am Gokyo-See treffen wollten, wenn wir über den Cho-La Pass herunterkämen, Elsbet war mit

den übrigen Sherpanis und Sherpas nach Duglha weitergezogen.

Pheriche liegt auf 4240 m. und Duglha auf 4630 m., also war kein grösserer Aufstieg mehr zu bewältigen, so erreichten wir Dughla im Laufe des Nachmittags.

Freudiges Wiedersehen mit Elsbet und den anderen Sherpanis und Sherpas, es gab dann von unseren Köchinnen auch ein spezielles Menu: Pouletfleisch mit Pommes anstatt Dal Bhat....

Möchte hier auch erwähnen, dass wir während des ganzen Trekks weder Durchfall noch sonstige

Beschwerden erlitten, alles war optimal. Am Anfang des Trekks hatte ich aber der Küchenmannschaft strikte befohlen, vor Arbeitsbeginn in der Küche immer die Hände mit Seife

zu waschen, was sie auch sofort kapierten.

In Duglha verbrachten wir eine weitere Nacht im Zelt, was ein Glücksfall war, denn ich konnte

am Abend die tollen Fotos der Ama Dablam machen, die Beleuchtung war prfekt, auch stieg vom

Tal leichter Nebel herauf.

Die Umgebung einmalig, nicht weit entfernt der Tshola Lake und dann die Gipfel des Taboche, 6367 m. und des Job-Lhaptshan, 6440 m. An der gegenüberliegenden Seite natürlich die Ama Dablam 6856m, Tramserku 6808 m und die Gipfel des Kang Taiga, 6685 m und 6779 m.

Am Samstag, den 4. November machten wir uns auf den Weg nach Lobuche, 4930 m. Ein

genussvoller Aufstieg, vorbei an den Gedenksteinen für die am Everest verunglückten Sherpa vor dem Thokla Pass,4830 m.

ein sehr besinnlicher Ort. In Lobuche verbrachten wir wieder eine Nacht im Zelt und konnten

uns ein bisschen ausruhen.

Am Sonntag, den 5. November ging es dann hoch zur trostlosen Hütte von Gorak Shep, 5140 m. dem

Ausgangspunt für die Besteigung des Kala Pattar. Hier dominierte natürlich der Nuptse 7869 m.

und der einfach perfekte Berg, der Pumo Ri 745 m. Wir schliefen natürlich in unseren Zelten.

Wiederum war das Wetter wolkenlos, also lag am nächsten Tag der Besteigung des Kala Pattar, 5545m. nichts mehr im Wege.


Tourengänger: donalpi


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