Ruessiflue Gratkletterei


Publiziert von D!nu , 21. September 2015 um 20:16.

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum:19 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: IV (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Pilatusgebiet   CH-OW   CH-NW 
Zeitbedarf: 6:00
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Parkplatz Lütoldsmatt.

Es gibt nicht’s schöneres als einen Hausberg wie den Pilatus vor der Haustüre zu haben. Ein Blick zum Pilatus gibt mir oft den letzten realen Wetterbericht, auch wenn es noch Dunkel ist. So auch an diesem Samstag. Mit meinem vertrauenswürdigen Kletterpartner fahre ich hinauf zur Lütoldsmatt. Es ist noch dunkel. Wir schreiten in eiligem Tempo den breiten Weg hinauf Richtung Fräkmünt. Nach der Brücke, welche über den Meisibach führt, biegen wir rechts in den Wanderweg. Diesem folgen wir wenige hundert Meter bis wir auf einer steilen Wiese zur linken in Richtung Ruessiflue hinauf steigen. Das ca. 100 Meter breite "Chlusband" ist weglos und steil. Auf diesem steigen wir hoch bis sich auf der rechten Seite des Grasbandes ein Felshügel auftürmt. Hier montieren wir unsere Kletterausrüstung und überklettern den Felshügel in leichter Kletterei (II). Diesen hätten wir locker auf der linken Seite des Grasbandes umwandern können.
 
Nach einer kurzen selbst inszenierten Abseilpassage durchwandern wir ein kurzes Waldstück und gelangen zum ca. 20 Meter hohen Felsturm welcher den Beginn des Grates bildet. Hier machen wir dann eine kurze Pause. Auf der linken Seite des Turmes führt ein Pfad waagrecht durch die Wand. Wir nutzen diese und klettern nach ca. 10 Meter hinauf zum Grat. Eine wunderschöne Kletterpartie beginnt. Der Grat ist zuerst breit und bietet viele Möglichkeiten zum Setzen von Schlingen und Expressen. An exponierten Stellen sind sogar fixe Winkel montiert um die Expressen sicher zu setzen. Der Grat wird immer schmaler, bis beim Brotmesser noch eine wenige Zentimeter Spitze Platte den Grat darstellt. Ist das Brotmesser geschafft nimmt die Komplexität wieder ab und man geht immer mehr ins Gratwandern über. Nach dem Sattel zwischen Ruessiflue und Matthorn kann man wiederum auf den Grat aufsteigen. Auf wenigen hundert Metern kann man noch einmal das luftige Gefühl aufblühen lassen. Die letzten Meter auf das Matthorn begeht man über Wiesen, bei welchen wir heute auf einen alten, stattlichen Steinbock treffen.
 
Nach der Mittagspause wandern wir hinunter zu den Chilchsteinen um auf der anderen Seite den Esel zu besteigen. Dieses Mal durchwandern wir die Westflanke des Esels. Die Wegfindung war zu Beginn schwierig. Doch hier der Tipp: Der Einstieg ist beim letzten Eisenbahntunnel. Über diese Überdachung hinauf, dem Grasband jeweils der Kante folgend bis man oben die Militäranlage sieht. Im Kulm genehmigten wir uns noch eine Pause bevor es über den Wanderweg zurück zur Lütoldsmatt ging.

Tourengänger: D!nu


Galerie


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