Neuchâtel. Besuch einer aussergwöhlichen Ausstellung im Naturhistorischen Museum, Altstadtbummel...


Publiziert von silberhorn Pro , 18. September 2015 um 16:39.

Region: Welt » Schweiz » Neuenburg
Tour Datum:16 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-NE   CH-FR   CH-VD 
Zeitbedarf: 6:00
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bahn nach Neuenburg
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Bahnhof Neuchâtel, Bus 106, 107, 109 oder 421 bis "St-Honoré.
Unterkunftmöglichkeiten:Verschiedene
Kartennummer:Stadtplan Neuchâtel 1 : 16 000, vonorell füssli + ein Ausschnitt

VORWEG

WARNUNG: Ein viel zu langer Stadtbummel Bericht mit wahrscheinlich Teilweise blabla ;-).
                     
 LINKS obwohl mehrmals geprüft und als richtig befunden funktionieren sie, warum auch immer, teilweise nicht direkt.

FOTOS: Ihnen füge ich paar von einem früheren Aufenthalt in Neuchâtel hinzu.

WETTER: Vorhersagen bis Mittag Regen, Nachmittag schön mit Wolkenfelder. 21°. Als ich um 12:30h aus dem Zug stieg leichter Regen der bald aufhörte. Danach wie Prognostizier. Bestes Wetter für einen Museumsbesuch. 

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...SBB www.sbb.ch und Stadtbusfahrpläne www.transn.ch besorgen, in Buchhandlung Payot Bestellung aufgeben, Regioprodukte einkaufen Bei der grossen Buvette am See das Flair der Leute und des Sees geniessen so wie eine Rundfahrt mit dem Schiff. Waren die Vorhaben. Vorweg: Die Regioprodukte-Liste ist ausser Mäder noch intakt.

Vor dem Bahnhof Neuchâtel versuchte ich mich nach dem Stadtplanausschnitt, den ich einst im Tourismusbüro erhielt. zurecht zu finden. Ein Einheimischer der die Situation erkannt hatte kam zu mir und bot seine Hilfe an. Wollte über Rue Louis Favre, Rue du Tertre und Chaussée de la Boine zum Musèe d'histoire naturelle gelangen, da ruhiger stiller als auf der Avenue de la Gare. Der Mann überzeugte mich, dass Letztere die bessere Wahl sei. Laut war's. Und auf Chaussée de la Boine reger Verkehr wie ich später feststellte. 
Fazit: Ab Bahnhof die breite Strasse hinunter bis zum Museum Eingang.

Sah am TV den Bericht "Gentiane, l'Or du Chasseral - Fritz Gehringer, une vie pour la natur" (...ein Leben für die Natur) in einer der "passe-moi les jumelles" Sendungen, die ich Dank! poudrieres kennen lernen durfte, vom 04.09. 2015 auf www.rts.ch. Ich denke, auch wer kein Französisch versteht, könne die Sendung geniessen.

Fritz Gehringer hat im www.museum-neuchatel.ch Tiere auf einmalige Art dargestellt. Er hat die Schaukästen so natürlich wie möglich eingerichtet..
Ab und zu war's mir unmöglich zu unterscheiden was Natur ist und was nicht. In Schaukästen waren Hasenrassen dermassen echt, dass in mir in den ersten Zwei in die ich schaute das Gefühl aufkam die Hasen würden sich sogleich fortbewegen.
Über "A DEOUVRIR" - "SALLES PERMANENTS" gelangt man zur Ausstellung.  
Hingehen , anschaue, lohnt sich!

Am Ende der Avenue de la Gare über die Kreuzung, dann rechts durch die Passerelle Greniers. mal rechts mal link ... die Rue du Bassin, auf ihr hinunter an den Quai Osterwald. Allgemein scheint sich man uneinig ob Osterwald oder Ostervald. Inklusive Stadtpläne. Sucht man im Internet nach dem Cartograph  findet man beide Varianten, wobei die mit w geschrieben die häuferige ist.
Aus Vorhaben Chillen bei der Buvette wurde leider nichts. Existierte nicht mehr. Nach meiner Deutung fand auf dem Platz kürzlich ein Fest statt. Der Abbau war in Gang.

Beim schönen, verregneten Ostervald Panorama und dem in den See hinausragenden Steg rechts hinauf zur Place Pury. Bei den Transports publics neuchâtelois kein Stadtfahrplan erhältlich. Dafür einen für den ganzen Kanton gültigen mit Fahrplänen: Bus - Funiculaire - Littorial - Trains CFF/SBB + BLS, Grafiken der Linien und Schiff. Zum moderaten Preis von Fr. 5.-. Obwohl ich für die verbleibenden restlichen drei Monate bis Fahrplanwechsel eine Preisreduktion angemessen empfunden hätte.

Ecke Rue du Seyon / Rue de la Treille bei Payot. Bestellung in Auftrag gegeben. Weiter die Hauptgeschäftsstrasse hinauf zum Chocolatier Walder Sarl. Leider schon zu warm um dort eine Spezialität einzukaufen, da die Schokolade bei meiner Heimkehr zu halbwegs Schokoladencreme geschmolzen wäre. Versuecherlis für den Weiterweg waren das Richtige.

In der Boulangerie - Patisserie Mäder erwarb ich ein Sandwiche für die Heimfahrt. Der Film der Geschäftswebseite und das Einwickelpapier versprechen von den Bäckerei Angeboten sehr viel. Wobei der Film etwas Skepsis hinterliess. Das in Kunststoff eingeschweisste gefüllte Brot erstaunte sehr. Pass nicht zu einem Bäcker artisanal (artisan=Handwerk. Die  Endtäuschung beim Verzehr riesig. Brot leicht pappig, der Allerweltskäse beinahe geschmacklos.
Vergleiche ich das Bäckerhandwerk von Mäder der, aus der Erinnerung, eine Knetmaschine benutzt mit jenen von Bäckern in einem Film von Passe-moi-les-jumelles die nicht nur den Teig von Hand kneten, das Korn bei ausgewählten Bauern einkaufen usw. scheint Artinasal ein Gummibegriff zu sein

Von der Rue du Seyon der Nase nach. Immer Ausschauhaltend an einem ruhigen Café oder Restaurant um im Freien einen Kaffee zu trinken. Auf einer Kreuzung erblickte ich das Café - Hotel L'Aubier. Also kehrte ich halt wieder hier ein. Dabei hätte ich gerne ein Neues entdeckt. Auf der kleinen Terrasse des Café de la Collégial wär's  prima gewesen, wollte jedoch nicht zu Schloss hinauf.
An diesem Tag war im ersten Sock auf der Terrasse zu sitzen kein Genuss. Ein Mann verwickelte mich in ein Gespräch. Nach meiner Auffassung ein tragischer Mann. Einseitig im Denken. Kann andere Sichtweisen nicht akzeptieren. Wollte mich paar mal überzeugen, dass sein Wissen das einzig Richtige sei. Dem entsprechend nahm ich bald Reissaus.
An sonst kann ich das erste Demeter Café der Schweiz wärmstens empfehlen. Gute Produkte, freundliche Bedienung, schöne Einrichtung an ruhiger Lage. Ein Ort zum mich wohlfühlen. Letzten Mittwoch war l'Aubier im Parterre gut besetzt. Hier wie auch im 1.Stock wurde gelesen, mit Notebook gearbeitet oder so usf. www.aubier.ch/de/index.php.

Lief noch durch diese und jene Strasse, Gasse und eine Passerelle immer Richtung Quai du Port / Hafen der Schiffahrt wohlwissend, dass ich bis zur Abfahrt zu früh war. Obwohl Neuchâtel eine mittelgrosse Stadt ist kann der Verkehr trotz Nebenstrassen Benutzung unerträglich werden. Was macht man in dieser Situation? Fühlen, Riechen, Schauen.  Und was ich sah wurde zum unverhofften Höhepunkt des Tages! Zig viele beinahe klare Berge :-)))))))))). Dank dem Föhn der bis ins Mittelland drang. Eher selten.

Nach einer Weile des Ausruhens auf eine schattigen Bank wollte ich eine Blick auf die Jeunes-Rives werfen. Der Seeweg war wegen Renovation des Hotel Baulac gesperrt. Dem zu Folge Esplanade Leopold- Robert am Musée d'art et d'histoire vorbei bis oberhalb der Place 12 Septembre. Etwas See-,  Berg- und Freizeithafensicht. Die Zeit zur Schiffabfahrt rückte näher. Zudem hatte ich das Aufsuchen der Jeunes-Rives für einen anderen Neuenburg Besuch schon geplant.

Schlendere zum Hafen der Schifffahrt zurück.

Eine Seefahrt ist bei jedem Wetter was Herrliches. Die "Fribourg" schifft uns über den See nach Portalban, dann nach Cudrefin  und zurück nach Neuchâtel. Das Panorama an diesem Sommertag wunderschön! Inzwischen von nach Neuchâtel bis ans Ostende des Sees und darüber hinaus prächtige Bergsicht! Je länger der Tag um so prägnanter die Berge mit ihren groben Strukturen. Einzig der kahle Chasseral war keine Augenweide. 
Einziger Wermutstropfen: Die Rundfahrt dauert nur 1Std 20. Min.
Der Sommer Fahrplan gilt noch bis 27.09. 2015. An seine Stelle tritt vom   28.09. 2015 bis 18.10. 2915 der reduzierte Herbst Fahrplan in Kraft. www.navig.ch. Winterfahrplan lägst Vergangenheit.

Währen der Schifffahrt gab mir eine Neuenburgerin meines Alters den Tipp, dass in einem Monat die Berge sehr gut zu sehen sein würden. Bis dahin sollte das bestellte Bergpanorama vom Chaumont aus in meinem Besitz sein.  Hoffentlich erwartet uns ein goldener Oktober.

Nach der Rundfahrt nochmals an den Quai Ostervald, die Augen immer wieder gen Berge gerichtet bis zum meinem Chill-Platz. Überraschend sassen zwei junge Erwachsene auf der grossen hohen Bank. Musste ich gleich fotografieren. 
Auf einer früheren Menschenleeren Aufnahme ist die Bankgrösse wenig gut zu erkennen.

Auf dem Rückweg genoss ich die Aussicht bis es Zeit wurde zum Bahnhof zurück zu fahren. Eigentlich wäre ich am liebsten sitzen geblieben bis die Nacht "die Berge verschluckt" hätte. 

An der Busstation musste ich wohl oder übel doch den Verkehrslärm ertragen.

Die Fahrt mit dem "Lötschberger" von Neuchâtel nach Bern ist sehr schön. Bis Kerzers sieht man immer das ganze Bergpanorama vom Finsteraarhorn bis über den Moléson hinaus. Seit langem sah ich zu meiner Freude wieder mal das Kreuz in der Jungfrau. Im Norden dicke weisse, graue, schwarze Suppe. Ab Kerzers hin und wieder paar Berge, gefolgt von vorwiegend bäuerlichem Mittelland. Danach sich steigernd die Agglo und Bern.

 Nachtrag 29.08.2018 - Bericht von canal alpha TV.  Die Fassaden der Fischerhütten werden mit anderen  Motiven neu gestrichen. In einer eröffnet Anfangs 2019 eine Bar. Nur paar wenige Hütten sind noch von Fischer in Gebrauch.
 


Tourengänger: silberhorn


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Kommentare (7)


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Runner hat gesagt:
Gesendet am 20. September 2015 um 11:56
Eine Region, welche von mir leider vernachlässigt wird. Wer weiss, vielleicht im Winter, wenn Bergläufe nicht mehr die erste Wahl sein werden ...

silberhorn Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 20. September 2015 um 15:23
"Eine Region, welche von mir leider vernachlässigt wird."

Geht mir auch so. Nur würde ich "wird/wurde" schreiben. Bei mir sind es schon "sträflich" zu viele Jahre;-)

Falls im Winter auf Deinen üblichen Strecken zu viel Schnee liegt schlage ich vor "Lausanne Ouchy" und eine der vielen Möglichkeiten hoch...


Runner hat gesagt: RE:
Gesendet am 20. September 2015 um 16:38
...und dort sehr zu empfehlen (und kürzlich von mir besucht) das

http://www.vieilouchy.ch/








silberhorn Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 20. September 2015 um 19:16
War zuerst überrascht wie günstig man für Ouchy dort isst.
Auf dem Chaumont s'Kaffi 3.80 oder -.90. Die Löhne der Gegend werden wohl auch niedriger als bei uns sein.
Übernachtunsspreise hingegen sind den Touristen angepasst. Ausser man sei draussen in der "Pama".

Runner hat gesagt: RE:
Gesendet am 20. September 2015 um 19:44
Ist wohl so. Im Café dort beim Hafen war's ūbrigens sehr angenehm. Es war nicht die am prominentesten und somit ūberlaufendste Beiz. Aber sehr fein :-)

mong Pro hat gesagt:
Gesendet am 20. September 2015 um 13:56

>Fühlen, Riechen, Schauen. Und was ich sah...

Ich sah einen grossen, bunten Blumenstrauss von unterschiedlichen Erlebnissen, Gedanken, Eindrücken, Beobachtungen...usw....

Dein Bericht ist ein Genuss !!!!

silberhorn Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 20. September 2015 um 15:27
Was Du sahst: Soooooooo... schön!:-)

Herzlichen Dank fürs Kompliment!

LG
maria


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