4 Tage in der Hornbachkette (2/4) - Plattenspitzen, Faulewandspitzen, Ochsenkopf und Ramstallspitze


Publiziert von Andy84 Pro , 17. September 2015 um 11:35.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum:15 Juli 2015
Wandern Schwierigkeit: T6- - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: D   A 
Zeitbedarf: 8:30
Aufstieg: 1750 m
Abstieg: 1950 m
Strecke:17,7 km
Kartennummer:AV 2/1 und AV 2/2 Allgäuer- Lechtaler Alpen West/Ost

Die Hornbachkette
 


Dieser Kamm zweigt beim Mädelejoch vom Allgäuer Hauptkamm ab und zieht 15km fast grade nach Osten. Er bildet eine kaum unterbrochene Kette schöner, oft markanter Felsgipfel. Zahlreiche, ebenfalls felsige Rippen ziehen im rechten Winkel nach Süden und schaffen eine lange Folge schöner Hochkare. Sie sind geradezu schulmäßig ausgebildet. Die sanften, mit Matten bedeckten Böden fallen dann steil nach Süden ins Lechtal ab, während sie in der anderen Richtung allmählich in Schutthalden, Schrofen und Felswände übergehen. Die großen Gipfel des Kamms bestehen alle aus Hauptdolomit, was bizarre Formen schafft, aber nur hin und wieder zu gutem Fels führt. Die wenigsten Allgäu-Freunde wissen von den Superlativen der Hornbachkette. Dort steht mit dem Krottenkopf der höchste Gipfel der Allgäuer Alpen, dort ragen die Berge im Durchschnitt am gewaltigsten auf, sind am wildesten, am unnahbarsten und werden am seltensten bestiegen.      Auszug AVF


Dies ist einer der vielen Gründe warum die Hornbachkette für mich zusammen mit der einsamen Rosszahngruppe der schönste Teil der Allgäuer Alpen ist. Das werden zwar einige nicht verstehen da das Allgäu doch gerade mit seinen tollen grünen Bergen etwas Besonderes ist. Aber jedem das Seine ;-)

Da die Gipfel in der Hornbachkette meistens nur mit langen Zustiegen erreichbar sind, war es dieses Jahr mein Ziel eine mehrtägige Tour durch dieses schöne Gebiet zu unternehmen, um dort einige der einsamen Gipfel zu besteigen.

 

 

TAG 2:

 

Hermann von Barth Hütte - Plattenspitze Ost - Plattenspitze West - Faulewand Ost - Faulewand West - Ochsenkopf - Ramstallspitze - Kemptner Hütte

Anstieg:   1750 m
Abstieg:   1970 m
Strecke:    17,7 km

Gehzeit:     8 ½ h

 

 

Plattenspitze Ostgipfel  T4, I

 

Nach einer erholsamen Nacht geht es bereits vor dem Frühstück auf die ersten beiden Gipfel des Tages. Am Ende des Wolfebnerkars ragen die beiden Plattenspitzen empor. Obwohl sie deutlich höher wie die beiden Wolfebnerspitzen sind, gehen sie doch etwas zwischen eben diesen und den Ilfenspitzen unter. Zu übermächtig wirken die steilen Westwände der Wolfebnerspitzen durch welche unzählige Kletterrouten in allen Schwierigkeitsgraden verlaufen. Auch der geniale Südgrat der Ilfenspitzen lenkt die Blicke von den Plattenspitzen ab. Dabei verläuft auf deren Ostgipfel der einzig markierte und zudem noch versicherte Weg in dieser Gegend.

Von der Hütte aus folgt man der Spur hinein ins Wolfebnerkar, besser gesagt führen zwei Wege dorthin. Einer durch das breite Geröllfeld, der andere direkt unter den Wänden der Wolfebnerspitze hindurch.

Sollten dort Kletterer unterwegs sein ist es ratsam diesen Weg aufgrund von Steinschlag zu meiden.

Beide treffen kurz vor dem Aufstieg zur Wolfebnerscharte wieder zusammen. Im Bröselgelände geht es hinauf in die Scharte, von der Scharte aus geht es dann nordwärts weiter, eine kurze Querung und dann geht es auch schon seilversichert in leichter Kletterei hinauf. Danach kommt wieder kurzes Gehgelände bevor die nächste versicherte Stelle zum kleinen Gipfelkreuz hinauf führt. Dieses wurde vom Hüttenwirt der Barth-Hütte aufgerichtet und auch das Büchlein wird von ihm gepflegt.

 

 

Plattenspitze Westgipfel (Hauptgipfel)   T5, II

 

Während der nur gering niedere Kreuzgipfel der Plattenspitzen noch für Hornbachkette-Verhältnisse gut besucht ist, so fristet der fast direkt daneben liegende Hauptgipfel schon wieder ein ruhiges Dasein. Dabei ist der Übergang nicht wirklich schwer, nur gibt es hier keine Markierungen und auch keine Hilfsseile.

Vom Kreuz geht es direkt nach Westen weiter, teilweise wird auch kurz in die Nordflanke ausgewichen. Aber am schönsten ist es wenn man direkt auf dem Grat bleibt, dies sorgt für schöne, teilweise auch herrlich ausgesetzte Klettereien. Schwieriger wie n II-er ist es aber nie, sogar den muss man eher suchen. Weicht man ein bisschen in die Nordflanke aus so ist es auch deutlich einfacher, bzw. weniger ausgesetzt.

Am Gipfel erwartet einen dann ein großer Steinmann, in welchem sich in einer Tupperbox ein leider völlig nasses Gipfelbuch befindet. Ich hab es mal mit in die Hütte genommen, der Hüttenwirt wollte es trocknen und dann weiterschauen.

Von der Aussicht her sind die beiden Plattenspitzen ganz nett, vorallem die nahen Blicke auf die Wolfebnerspitzen sind klasse.

Auf dem gleichen Weg geht es nun wieder zurück zum Ostgipfel und auf dem Normalweg hinunter zur Hütte.

 

 

Faulewandspitze Ost T5-, I

 

Nach dem Frühstück geht es nun mit schwerem Gepäck weiter nach Westen, immerhin ist das Tagesendziel heute die Kemptner Hütte. Und gegen 14.00 Uhr will ich mich mit Nico am Karjoch vor der Ramstallspitze treffen. Bis dahin gibt es aber noch einiges zu tun. Die Ilfenspitzen und die Wolfebnerspitzen werden heut nicht beachtet, diese werden hoffentlich noch dieses Jahr bei einer extra Tour bestiegen. Die Marchspitze mit ihrem schönen langen Südgrat war dieses Jahr schon dran, damit stehen bis zum Krottenkopf nur noch die beiden unbekannten Faulewandspitzen auf der Agenda. Um zu diesen zu gelangen steht nun erstmal ein längerer Marsch an, das Birgerkar will komplett gequert werden und von der Schafscharte führt der Weg weiter zum Hermannskarsee. Dieser Abschnitt des Enzensberger Weges ist wirklich eine schöne Höhenwanderung, tolle Ausblicke sind dabei garantiert. Vorallem ist der Enzensberger Weg für einen Hüttenverbindungsweg (Hermann-von-Barth -  Kemptner Hütte) sehr einsam, nicht wirklich viele Wanderer verschlägt es in die Hornbachkette.

Am Hermannskarsee angekommen kann man den nun folgenden Aufstieg in die Scharte zwischen den beiden Faulewandspitzen gut einsehen. Von dieser Scharte führt eine Gras-Schrofen Zunge herunter bis kurz vor den Hermannkarsee. Über diese geht es nun hinauf, weiter oben wechselt der Untergrund dann in grobes Geröll. Je höher man in die Rinne aufsteigt, desto brüchiger wird die ganze Geschichte. Bis zum Erreichen der Scharte zwischen den beiden Faulewandspitzen müssen auch des Öfteren die Hände zur Hilfe genommen werden, dabei sollten die Griffe und Tritte aber gut überprüft werden. Vorallem bei mehreren Begehern muss auf Steinschlag geachtet werden.

Von der Scharte geht es nun zuerst auf den Westlichen Gipfel. Dieser ist erstaunlich schnell über den kurzen Westgrat erreicht, dieser erfordert nur leichte Kletterei (I), die Orientierung ist auch nicht besonders schwer.

Am Gipfel befindet sich ein kleiner Steinmann mit einem vorbildlich verpackten Büchlein. Mein Eintrag ist der dritte, der erste aber wieder seit knapp einem Jahr.

Man hat einen schönen Blick hinüber zum Ostgipfel, welcher von hier wirklich bedrohlich aussieht und die Frage einer leichten Besteigung aufkommen lässt. Zu abweisend und steil wirken die südlichen Platten, über welche der Aufstieg erfolgen soll.

Auch der Blick nach Osten zur Marchspitze ist wirklich nett.

 

Faulewandspitze West   T6-, II

 

Auf dem gleichen Weg geht es wieder hinunter in die Scharte. Nun gilt es herauszufinden wie man am besten auf den Ostgrat des Westgipfels aufsteigen kann. Der kleine Turm direkt in der Scharte schaut eher sehr abweisend und äußerst brüchig aus, eine kleine Rinne etwas östlich davon ebenfalls.

Am einfachsten ist es ein kurzes Stück abzusteigen bis man direkt unter den Platten steht. Nun über eine kleine Steilstufe (II) an die Platten heran aufsteigen. Über diese geht es nun direkt hoch auf den Grat. Die Schwierigkeit der Platte übersteigt meiner Meinung nach den II-ten Grat nicht, dieses Jahr bin ich aber sehr oft in Klettergärten gewesen und bin dort viel an Platten geklettert. Von daher kann es sein das mir die Platten leichter erschienen sind wie sie wirklich sind. Der Aufstieg ist sehr steil, ein Ausrutscher wird mit großer Sicherheit nicht abgefangen werden können. Auch sollten die Griffe und Tritte gut überprüft werden.

Am Grat angekommen geht es nun direkt auf diesem weiter bis an einen kleinen Gratturm. Dieser kann leichter wie angenommen (II) direkt überklettert werden, er kann aber auch in der Nordflanke erstaunlich einfach umgangen werden. Danach stellt sich der Schlussanstieg vor einem auf. Am besten direkt auf der Gratkante oder auf einem kleinen Grasband knapp darunter zum höchsten Punkt aufsteigen. Exponiert ist der Aufstieg alle Mal. Am Gipfel erwartet einen dann wieder ein kleines Steinmännchen mit Gipfelbuch, hier bin ich seit knapp 2 Jahren der erste.

Die westliche Faulewandspitze ist ein schöner Aussichtsgipfel auf den imposanten Nordgrat des Krottenkopfs, und diese Aussicht wird man mit 100%-iger Sicherheit allein genießen können.

Nach einer kurzen Pause geht es auf dem Grat wieder hinunter an den kleinen Felsturm. Im Abstieg möchte ich eine weitere Variante versuchen. Von oben hat man einen guten Einblick in die ganzen Grasbänder, welche die Plattenwand durchziehen. Über diese Grasbänder versuche ich nun den steilen Plattenaufstieg zu umgehen, was auch recht gut funktioniert, viel leichter ist es allerdings auch nicht. Aber wem die Plattenkletterei nicht so liegt, dies wäre eine Alternative. Ein paar Kletterstellen müssen trotzdem gemeistert werden, und ein Ausrutschen ist ebenso komplett untersagt. Ich bin direkt an der Einstiegsstelle rausgekommen, über die kurze Steilstufe geht es wieder in die Rinne hinein und über diese zurück hinunter an den Hermannskarsee.

Die Jungs von Festivaltour waren ein paar Wochen nach mir oben und haben die westliche Faulewandspitze etwas schwächer bewertet. Ich lass meine Bewertung mal so stehen, mal schauen was eventuelle Nachsteiger dazu zu sagen haben ;-)

 

Ochsenkopf T5, I

 

Nach einer kurzen Rast am Hermannskarsee folgt nun der nächste extrem selten bestiegene Gipfel, von dem viele nicht einmal wissen dass es ihn gibt. Der kleine Ochsenkopf östlich der Ramstallspitze rückt ins Visier. Um zu diesem zu gelangen geht es nun zunächst Richtung Krottenkopfscharte. Von der Krottenkopfscharte führt ein Weg hinunter ins Hermannskar, auf diesen Weg kürze ich querfeldein ab. Er führt direkt unter der Nordwand des Ochsenkopfs hindurch. Bald sieht man eine schwache Spur an den Ostgrat hochziehen, dieser folgt man und gelangt so an den grünen Ostgrat. Auch sieht man schon das Karjoch, den späteren Treffpunkt mit Nico. Ein kurzes Stück noch den breiten Hang hinauf, Rucksackdepot, und schon geht es mit leichtem Gewicht weiter. Das Gras wird zunehmend steiler, ist aber sehr gut zu gehen. Bald wechselt man vom Gras in den Fels, zunächst noch gemütlich, bald schnürt sich der Grat mehr und mehr zusammen und wird auch zunehmend brüchiger. Entweder an der Gratkante oder knapp südlich unterhalb davon gewinnt man schnell an Höhe, vor dem höchsten Punkt muss noch in eine kleine Scharte abgestiegen werden. Klettertechnisch ist es nie schwerer als ne I, ausgesetzt ist es aber manchmal ganz nett. Am höchsten Punkt steht ein großer Steinmann mit ganz neuem Bücherl der Festivaltour-Jungs. Mein Eintrag ist wiedermal der erste.

Auf dem gleichen Weg geht es nun zurück zum Rucksack, Nico wartet bereits in der Sonne am Karjoch. Im Abstieg sollte auf den brüchigen Fels geachtet werden.

Die Querung hinüber zum Karjoch kostet dann noch einiges an Kraft, Geröllfeldquerungen mit schwerem Gepäck gehören nicht zu meinen Lieblingsdisziplinen.

 

Ramstallspitze T4, I

 

Am Karjoch angekommen machen wir noch zusammen eine etwas längere Pause, nic war zuvor schon auf den Gipfeln südlich davon unterwegs.

Da er in seinem Bericht schon den nun folgenden Aufstieg zur Ramstallspitze beschrieben hat, und auch maxl ein paar Wochen nach uns auf dem schönen Gipfel war, spar ich mir nun eine ausführliche Beschreibung und verweise auf ihre guten Berichte.

Es sei nur anzumerken das die Ramstallspitze ein wirklich schöner Aussichtsgipfel ist, der aufgrund des neuen Kreuzes nun sicherlich mehr Besuch erhalten wird. Da der Aufstieg jedoch nicht markiert ist und auch kaum Trittspuren zu finden sind, und zudem noch der mächtige Große Krottenkopf direkt dahinter steht, werden sich die Besteigungen in Grenzen halten.

 

Kemptner Hütte   T3

 

Nach der Besteigung der Ramstallspitze folgt nun noch der lange Weg hinüber zur Kemptner Hütte, unserem Tagesziel am heutigen Tage. Die Ausblicke auf die vielen tollen Berge des Allgäuer Hauptkamms veredeln diesen Weg.

In der recht vollen Kemptner Hütte haben wir dann noch das Glück ein Zweibettzimmer zu bekommen, somit ist eine ruhige Nacht nach einem netten Hüttenabend garantiert

 

 

Zeiten und Schwierigkeiten:

 

Hermann-von-Barth Hütte

Plattenspitze Ost

 45 min

 

T4, I

Plattenspitze Ost

Plattenspitze West

   8 min

T5, II

Plattenspitze West

Hermann-von-Barth Hütte

 35 min

 

Siehe oben

Hermann-von-Barth Hütte

Hermannskarsee

 65 min

 

T3

Hermannskarsee

Faulewandspitze Ost

 20 min

T5, I

Faulewandspitze Ost

Faulewandspitze West

 30 min

T5, I   zurück in Scharte

T6-, II  Aufstieg

Faulewandspitze West

Hermannskarsee

 25 min

T6-, II

Hermannskarsee

Ochsenkopf

 90 min

T3+    bis an den Ostgrat

T5, I   Aufstieg über Ostgrat

Ochsenkopf

Ramstallspitze

 95 min

T5, I   Abstieg

T3+   Übergang zum Karjoch

T4, I   Aufstieg Ramstallspitze

Ramstallspitze

Kemptner Hütte

100 min

T4, I   Abstieg Ramstall

T3      Wanderweg

 


Fazit:

 

Auch der zweite Tag meiner Mehrtageswanderung führt auf einige mitunter sehr selten bestiegene Gipfel im westlichen Teil der Hornbachkette. Während die Plattenspitzen und die Ramstallspitze noch ab und an Besuch erhalten, wird man auf den Faulewandspitzen und dem Ochsenkopf immer seine Ruhe haben. Die westliche Faulewandspitze sollte nur von sehr guten Bergsteigern in Angriff genommen werden, ich bin mal auf weitere Bewertungen gespannt. Der Enzensberger Weg ist zudem ein wirklich wunderschönes Höhenwanderweg mit genialen Ausblicken, überlaufen ist dieser sicherlich nie.





Tag 1: Schreierkopf, Bretterkarspitze, Schöneckerkopf, Balschtespitze, Balschteturm

Tag 3: Hornbachspitze, Öfnerspitze, Hornbachspitze, Muttlerkopf, Kratzer, Mädelegabel
Tag 4: Krummenstein, Fürschießer, Kreuzeck, Rauheck, Muttekopf, Jochspitze, Kanzberg

 

Tourengänger: Andy84


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Kommentare (6)


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sven86 hat gesagt:
Gesendet am 18. September 2015 um 17:58
Servus Andy,
Erstmal natürlich sehr schöne Eindrücke aus der Hornbachkette!

Das Thema Schwierigkeit der Ramstall wurde ja schon andiskutiert - nehmen wir mal als Vergleich die Tannheimer Gehrenspitze, die hier (auch von Dir) ja immer mit T4 bewertet wird. Die kurzen Kletterstellen bei beiden Touren mal außer Acht gelassen (bei der Gehrenspitze mit bis I+ wohl etwas schwieriger, dafür fester Fels mit Markierungen). Aber wenn wir uns das Gehgelände und letztlich die bergsteigerischen Gesamtanforderungen anschauen: Würden die ganzen Leute, die auf die Gehrenspitze raufkommen (und das sind doch ziemlich viele) auch auf die Ramstallspitze raufkommen?

VG, Sven

Andy84 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. September 2015 um 19:12
Hey Sven.
Dank dir.
Das Thema hat ich mit Nico bei der Besteigung der Ramstall auch. Er hätte das ganze etwas höher bewertet.
Im unteren Bereich, also in der Geröllflanke, ist der Untergrund etwas schlecht zu gehen. Sobald man das hinter sich hat ist es eig eine gemütliche leichte Gratüberschreitung.
Für mich war das ganze nirgends wirklich ausgesetzt, liegt wahrscheinlich daran weil mir sowas nix ausmacht.
Kann auch daran liegen das ich sehr oft im T5-Gelände und darüber unterwegs bin und da vielleicht schon bisschen abgestumpft bin. Es kommt immer auf die persöbliche Verfassung an. Wo manche, da schliess ich mixh jetzt ein, einfach gemütlich drüber laufen, haben andere schon längst die Hände am Boden oder am Fels.
Von daher kann es sein das für andere schwierige Stellen, die sie recht hoch bewerten, für mich nicht so erscheinen.
Für mich war die Ramstall, vorallem nach den Faulewandspitzen und dem Ochsenkopf davor, ein gemütlicher Gipfel ohne grosse Schwierigkeiten.
Der Anstieg zur Gehrenspitze ist im Vergleich dazu nicht ganz so geröllig, aber sixherlich vom Anspruch her vergleichbar.

Hoffe das klingt jetzt nicht überheblich.
VG Andy

sven86 hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. September 2015 um 20:48
Servus Andy,
Danke für Deine Einschätzung. Ich muss es mir am besten einfach mal selbst anschauen :)
VG, Sven

Nic hat gesagt: RE:
Gesendet am 24. September 2015 um 11:44
Servus Sven,

die Ramstallspitze ist meiner Meinung nach schon allein auf Grund der Brüchigkeit anspruchsvoller einzustufen als die Tannheimer Gehrenspitze. Gibt man für die Gehrenspitze T4, müsste man die Ramstall im Vergleich mindestens mit T4+ bewerten. Ich habe die T4 nur Andy zuliebe vergeben. Die Einschätzungen der T6 Fraktion (U.a Festivaltour, Mabon, Andy) sind meines Erachtens falsch. Nur weil die Ramstallspitze im Vergleich mit anderen noch wesentlich schwierigeren Gipfeln ein "Spaziergang" ist, darf man diese Tour nicht unterschätzen. Ich bin selbst kein Fan von zu hoher Bewertung. Fakten bleiben aber Fakten.

VG Nico

Nic hat gesagt: RE:
Gesendet am 24. September 2015 um 11:52
Ich würde die Tour im oberen Bereich in etwa mit dem Gimpel Ostgrat vergleichen. Nur brüchiger. Die Geröllflanke ist in etwa mit dem Zustieg zum Stallkarspitz-Nordgrat zu vergleichen. Nur etwas länger und teils auch steiler.

Andy84 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 24. September 2015 um 12:18
Kannst du gern in deinem Bericht höher bewerten. Wie oben schon geschrieben hat jeder ne andere Empfindung in einem solchen Gelände.
Ob jetzt T4, T4+ oder T5- ist im Endeffekt egal, anspruchsvoll ist das Gelände allemal und wer sich in solches Gelände begibt sollte auf jeden Fall noch einige Reserven nach oben haben.


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