südöstlicher Balkan, Herbst 2015 2|8 - durch die westliche Türkei und Griechenland nach Mazedonien


Publiziert von Felix Pro , 17. September 2015 um 11:20. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Griechenland
Tour Datum: 2 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: MK   GR   TR 
Aufstieg: 20 m
Abstieg: 20 m
Strecke:Fahrt mit Bus von Kırklareli via Keşan, Alexandroupoli (Αλεξανδρούπολη), und Thessaloniki (Θεσσαλονίκη) nach Florina (Φλώρινα); Taxi zum Grenzübergang, und via Bitola (Битола), Ohrid (Охрид) nach Tetovo (Тетово)

Um zum Ausgangspunkt unserer langen Tour zum höchsten Berg von Kosovo zu gelangen, sind zwei lange Reisetage und -fahrten vonnöten:

 

In Kırklareli steigen wir bei hohen Temperaturen und schönem Reisewetter in den Bus, welcher uns via Edirne nach Keşan bringt - allerdings in den kleinen Busbahnhof in der Innenstadt. Hier beginnt die Suche nach dem uns empfohlenen Anbieter für die Fahrt nach Griechenland: am Platz selbst können die beiden Angestellten des Büros kein Englisch - und bringen uns somit auch nicht weiter. Hilfreich erweisen sich jedoch anschliessend verschiedene Leute; so gelangen wir mit einem Taxi zum grösseren Otogar ausserhalb der Stadt. Hier ist uns eine längere Wartezeit beschieden; im Restaurant des Busterminals stärken wir uns mit wiederum einfachen, doch feinen einheimischen Gerichten.

 

Da wir nun aus der Türkei auszureisen beabsichtigen, muss eine genaue Passkontrolle bereits beim Kauf der Bustickets vorgenommen werden - eine noch viel umständlichere und lange dauernde wird beim Grenzposten selbst durchgeführt … Über den Fluss Mariza|Evros wechseln wir nach Griechenland hinüber; die lange Reise führt uns dabei erst in die am Meer gelegene Stadt Alexandroupoli.

 

Nach einem Zwischenhalt - endlich wieder mal ein Bier ;-) - wechseln wir den Bus, und fahren weiter - länger … Dabei streichen einmal wieder weite, flache Landschaften an uns vorbei, dann wieder können wir uns an Blicken übers Meer und zu einigen Inseln erfreuen, schliesslich erheben sich auch höhere Bergrücken zur Landesinnenseite. Erst nach Sonnenuntergang erreichen wir die grosse Rundhalle des Busbahnhofes am Rande der Metropole Thessaloniki. Nach der Fahrt ins Zentrum der pulsierenden Stadt beziehen wir ein sehr einfaches Hotel, und mischen uns unter die zahlreichen Passanten und Gäste der Restaurants im autofreien Altstadtzentrum, wo wir hervorragend speisen.

 

Am darauffolgenden Morgen fahren wir zurück zum grossen Busbahnhof am Rande der Stadt; hier folgt nach dem Ticketkauf wieder eine längere Wartezeit, bevor wir den Bus besteigen können, welcher uns - auf erneut längerer Fahrt durchs Hinterland - über einige Pässe und Hochebenen nach Florina bringt.

In einem Beizchen im Zentrum des kleinen Städtchens organisiert uns der Chef ein Taxi für die Weiterfahrt zur mazedonischen Grenze - ein Busverkehr zum politisch wohl nicht sehr geschätzten Nachbarland besteht nicht …

An der neuen Grenzstation auf griechischem Boden angelangt, passieren wir die Kontrolle zügig; ein kurzer Fussmarsch bringt uns zum Grenzübergang in Mazedonien; hier werden wir bei der kleinen Poststelle von einem Einheimischen sogleich gefragt, ob wir ein Taxi zur Weiterfahrt benötigten. Nach kurzer Zeit können wir so die Fahrt fortsetzen - der Fahrer orientiert uns, dass der weiterführende Bus heute bereits abgefahren sei - er jedoch einen Bekannten kenne, welcher uns weiterbringen könne …

 

So findet, in Bitola angekommen, ein quasi fliegender Wechsel statt - in halsbrecherischer Fahrt steuert der nächste Fahrer unsere Umwegstation Ohrid an; über Pässe führt uns nun die Route zum Aussenbezirk der bekannten Stadt mit wohl bedeutendem Altstadtensemble. Hier „übernimmt“ uns - vom aktuellen Fahrer eingefädelt - der nächste „Kollege“; alles während der rassigen Fahrt im „historischen“, sich also in einem denkbar schlechten Zustande befindlichen, Auto via Handy organisiert :-(

 

„Gesittet“ nun die Weiterfahrt durch hügeliges Gebiet zum Straža-Pass|Straža pomine, wo der Fahrer einen kurzen Halt einlegt, und uns den Ausblick empfiehlt - der leider wegen der vielen Bäume arg beeinträchtigt ist.

 

Die von unvorstellbar vielem Müll gesäumte Passstrasse leitet hinunter in die Polog genannte Ebene, und nach einem kurzen Autobahnabschnitt hinein in die an der Pena gelegenen Stadt Tetovo (von wo der Schweizer Fussballinternationale Blerim Džemaili stammt). Sie ist mehrheitlich von Albanern bewohnt und geprägt - und von unzähligen aus Mitteleuropa „für den Export“ bestimmten PWs; generell wähne ich mich doch um viele Jahrzehnte zurückversetzt: nicht nur der Zustand und Unterhalt vieler Gebäude, auch die zahlreichen Marktstände mit Landesprodukten, wie auch der Gang durch die Altstadt, wo wir im feinen Restaurant "Bella mia" vorzüglich dinieren, hat wenig mit vertrauten Verhältnissen in der Schweiz zu tun …

 

Das Taxi bis zum Ausgangspunkt unserer morgigen Bergunternehmung ist organisiert - bald nun kann endlich das Bergwandern beginnen! 


Tourengänger: Sputnik, Felix


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2 Sep 15
Griechenland · Sputnik

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