Von Monte di Comino nach Intragna


Publiziert von Renaiolo , 10. September 2015 um 11:05.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum: 8 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Pizzo Ruscada 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 110 m
Abstieg: 970 m
Strecke:7.3 km: Alla Capanna Comino - Selna - Costa - Intragna
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Seilbahn ab Verdasio zum Monte di Comino
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Rückfahrt ab Intragna
Unterkunftmöglichkeiten:Öko-Berggasthaus und Grotto Alla Capanna Monte Comino - sehr empfehlenswert!
Kartennummer:Swiss Map online

Die letzten zwei Tage mit der Tour auf den Gridone noch in den Knochen, befolgten wir den Rat von Hüttenwart Daniel (Rifugio Al Legn), heute den Monte di Comino zu besuchen und von dort den Pilgerweg nach Intragna hinunter zu laufen. Nachdem uns das Schiff von Brissago nach Locarno brachte, erreichten wir nach kurzer Fahrt Verdasio (dem Ausgangsort für unseren Aufstieg zum Gridone kannten wir schon). Die auf den Monte die Comino führenden Seilbahn brachte uns noch am späten Nachmittag auf den Berg, der eigentlich eine Alp ist. Unser Ziel, das Öko-Berggasthaus und Grotto Alla Capanna Monte Comino war in wenigen Minuten erreicht. Das ehemalige Rustico liegt an ruhiger und vorzüglicher Lage, von dessen Gartenwirtschaft ein herrlicher Blick ins obere Centovalli und zu den umliegenden Bergen (inkl. Gridone!) geht. Genuss pur, hier die letzten Sonnenstrahlen zu geniessen. Gemütlicher Abend bei Kaminfeuer, ein typisches Nachtessen, u.a. Brasato mit Risotto, begleitet von einem saftigen Merlot aus Intragna, mundete ausgezeichnet. Die folgende Nacht (zu zweit im Vierbettzimmer) erholten wir uns wiederum prächtig. Nach dem leckeren Frühstück Start direkt bei der Capanna hoch, über Weideland, vorbei an einigen Rustici, und gut markiert in Richtung O - nach einem halben Kilometer und 80 m Aufstieg war der höchste Punkt der heutigen Tour erreicht. Vorerst versteckten sich die umliegenden Gipfel in Dunkelgrau - aber das sollte sich noch ändern. Die Höhe von 1200 m haltend, querten wir den obersten Teil des hier schluchtartigen Val Cera. Der Weg ist wunderschön ausgelegt mit Granitsteinplatten und -tritten. Vorbei an einem ersten Bildstöckli und in leichtem Auf und Ab erreichten wir das kleine Val del Bùsen, und danach die Verzweigung nach Dröi. Wir hielten rechts in Richtung Mött Dürai, wo es etwas steiler abzusteigen gilt - in diesem Bereich arbeiteten Holzer, einer sogar aus Österreich („Servus“ war sein Gruss). Nach einem kurzen Wegstück verliessen wir die Fahrstrasse, um (gut markiert) rechts zu halten. Vorbei an einer kleinen offenen Kapelle stiegen wir ca. 270 Hm ab - immer wieder die Fahrstrasse überquerend. Bei Selna, einer schönen kleinen Rustici-Siedlung, erreichten wir ungefähr die Hälfte der Strecke. Zeit für eine Trinkpause, mit Sicht ins Pedemonte, wo eine schwarze Wand Regen signalisierte. Der Weiterweg führte durch Kastanienwald hinunter nach Costa. Mitten im schönen Dörfchen steht das grösste Haus (die Kirche natürlich!) und direkt daneben das Grottino - gerade richtig, ein Piatto Ticinese zu geniessen - notabene bei schönstem Sonnenschein. Am unteren Dorfende bot sich uns die Talfahrt mit der Seilbahn hinunter nach Intragna an. Nicht mit uns! Der weitere Abstieg führt hinunter zur unterhalb von Pila stehenden alten Mühle von Intragna, welche am Riale di Mulitt liegt, und an welcher gerade Renovationsarbeiten im Gange sind. Diese romantische Ecke gefiel uns ganz besonders. Wieder leicht ansteigend erreichen wir auf dem wunderschönen Granit-belegten Pilgerweg einen Punkt mit besonders schöner Aussicht auf unser Ziel - Intragna. Vorbei an einer kleinen und hübschen Kapelle erreichten wir die ersten Häuser und durch enge Gässchen das malerische alte Dorfzentrum. Wenige Schritte, und wir stehen bei der Stazione - eine gemütliche Abschlusswanderung war das!
 
Fazit:
Seit vielen Jahrzehnten wieder mal im Ticino, im Centovalli - Erinnerung an unsere Ferienzeit in Intragna. Irgendwie unerklärlich und deshalb schade, dass es so lange dauerte, bis wir es wieder einmal schafften, die Sonnenstube zu besuchen. Drei Wandertage mit schönsten und eindrücklichen Erinnerungen - wir kommen wieder!
 
Parameter:
Strecke: 7.34 km
Aufstieg: 110 m
Abstieg: ca. -970 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 5 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 43 Min.
 
GPS-Maschine: Garmin Montana 600, Topo Schweiz V.4
Ausgewertet mit GPS-Track-Analyse

Tourengänger: Renaiolo


Minimap
0Km
Klicke um zu zeichnen. Klicke auf den letzten Punkt um das Zeichnen zu beenden

Geodaten
 27018.gpx Track 08.09.2015 - Monte Comino-Intragna

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentare (3)


Kommentar hinzufügen

beppu Pro hat gesagt:
Gesendet am 10. September 2015 um 20:26
Herzliche Gratulation zum Hochzeitstag und den vielen schönen Bildern. Eine "Feier" ganz nach meinem Geschmack. Zum neunundzwanzigsten werden wir uns wohl mit etwas weniger Höhenmetern begnügen müssen. Weiterhin alles Gute wünschen

beppu +Heidi

Renaiolo hat gesagt: RE:
Gesendet am 10. September 2015 um 21:45
Danke liebi Heidi, liebe beppu! Auf die Hm kommt es nicht an, aber zusammen in den Bergen zu "feiern", ist schon etwas besonderes... LG Ruedi (und Doris)

passiun_ch hat gesagt:
Gesendet am 14. September 2015 um 20:27
Ein schöner Ausklang Eurer Tessiner "Flittertage" :-)
HG Michael


Kommentar hinzufügen»