Sazmartinshorn und Egghorn


Publiziert von matt , 7. September 2015 um 12:04.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum: 5 August 2015
Wandern Schwierigkeit: T5+ - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG 
Zeitbedarf: 7:30
Aufstieg: 1800 m
Abstieg: 1800 m
Strecke:Weisstannen - Batöni - Valtüsch - Piltschina - Marchtalsattel - Sazmartinshorn
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit Auto

Vom Pizol habe ich schon oft zum Sazmartinshorn hinüber geschaut und mich gefragt wie man da am besten hochkommt. Zufälligerweise entdeckte ich im SAC-Heft einen Bericht über den Aufstieg aus dem Calfeisental. Beim Kartenstudium und beim Durchsehen von Bildern die ich in diesem Gebiet schon gemacht hatte, ist mir aufgefallen, das es auch aus dem Weisstannental eine Route auf den Marchtalsattel gibt.

So mache ich mich auf den Weg ins Weisstannental. Das Auto kann auf der linken Bachseite oberhalb des Dorfes abgestellt werden. Von dort folgt man dem Weg in Richtung Batönifälle und steigt dann hoch auf die Alp Valtüsch. Bei der Alphütte zweigt ein Weg in Richtung Piltschinabüchel ab.
Von dort geht es über Unter Piltschina hinauf in den weiträumigen Kessel der Ober Piltschina. Zum ersten Mal sehe ich nun mein Aufstiegscouloir aus der Nähe. In der Mitte hat das Wasser einen tiefen Graben hineingefressen.

Ich steige vorerst ausserhalb dieses Grabens in etwas mühsamem Geröll auf. Das Couloir steilt schon bald zunehmends auf und auf dem immer feiner werdenden Schieferschutt wird es recht rutschig. Ich entschliesse mich in den Graben zu wechseln und der Aufstieg geht wieder zügiger voran. Als ich zu einer Stelle mit einigen grossen Steinblöcken komme, gibt es keine andere Möglichkeit als diese zu übersteigen. Als ich einen Kletterzug machen will, ist plötzlich alles in Bewegung. Mit einem reflexartigen Sprung zur Seite bringe ich mich gerade noch in Sicherheit. Uff das ging gerade nochmals gut... jetzt habe ich aber genug vom Geröll und steige linkerhand über brüchigen und rutschigen Fels zum Grat hoch. Dort folge ich dem Gratverlauf bis zum Gipfel.

Geschafft! Der Ausblick entschädigt für den sehr mühsamen Aufstieg. Ich überlege mir ob ich den Abstieg wirklich durch dieses Geröllcouloir machen soll.
Ich steige zuerst einmal in den Marchtalsattel ab und erklimme noch das Egghorn, welches unmittelbar daneben liegt.

Anschliessend steige ich wieder in das Geröllcouloir ein, halte mich aber von diesem Graben fern. Der Abstieg geht besser als gedacht und so stehe ich schon bald wieder in der Ober Piltschina. Nun folgt noch der lange Abstieg zurück nach Weisstannen.

Fazit
Ich denke dass der Aufstieg aus dem Calfeisental (St. Martin) über den Brändlisberg die beste Variante ist. Der Aufstieg von Ober Piltschina in den Marchtalsattel ist doch ziemlich dem Steinschlag ausgesetzt und so trocken wie diesen Sommer wird es vermutlich auch lange nicht mehr sein.
Falls ich diese Tour noch einmal so machen werde, würde ich im Frühsommer hochgehen, möglichst wenn noch Schnee in diesem Couloir liegt.

Tourengänger: matt


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