Piz Lunghin (2780 m) und Überschreitung Piz Grevasalvas (2932 m) - von Juf nach Plaun da Lej


Publiziert von dulac Pro , 8. September 2015 um 22:47.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberengadin
Tour Datum:30 August 2015
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 7:30
Aufstieg: 1450 m
Abstieg: 1750 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bus von Thusis mit Umsteigen in Andeer
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Bus von Maloja nach St. Moritz

Die Überschreitung vom Avers ins Engadin, etwa von Juf über Forcellina-, Septimer- und Lunghinpass mit oder ohne Piz Lunghin zum Silsersee/Maloja ist ja ein Klassiker. Bei meinem letzten Mal vor 2 Jahren wollte ich diese schöne Tour noch ein wenig aufpeppen mit der Überschreitung des Piz Grevasalvas. Anregung dafür war damals dieser *Bericht von rkroebl. Leider musste ich auf dem Piz Lunghin damals aber feststellen, dass die verbleibende Zeit dafür wohl nicht mehr ausreichen würde.

 

Das konnte ich diesmal besser machen, da es an den Wochenenden eine Busverbindung eine Stunde früher als an den Werktagen nach Juf gibt.

 

Die Route der Tour diesmal bis zum Gipfel des Piz Lunghin *identisch mit der von vor 2 Jahren. Ich erspare mir deshalb die Einzelheiten hier zu wiederholen.

 

Nach ausgiebiger Gipfelrast auf dem heute sehr gut besuchten Piz Lunghin drum von dort zunächst wieder zurück zum Lunghinpass.

 

Ab hier folgte ich dann der detaillierten *Wegbeschreibung von Ivo66. Dabei muss ich gestehen, dass mir auf dem Piz Lunghin, von wo aus ich Terrain und Route ausgiebig studiert hatte, doch gewisse Zweifel kamen, ob das denn für mich passen würde. Doch diese Befürchtungen waren unbegründet: Bei der von Ivo erwähnten heiklen Stelle zu Anfang hatte es zunächst eine deutliche Spur, die sich zwar kurz darauf wieder verlor. Doch wenn man die Richtung beibehielt, tauchte sie bald wieder auf und man konnte ihr erneut folgen bis dann Grasgelände erreicht war, über das zum Grat aufgestiegen werden konnte.

 

Bei dem Turm P.2794 bin ich wohl etwas zu lange im Blockgelände geblieben. Dadurch musste ich ein wenig suchen bis ich eine geeignete Stelle für den Abstieg auf das von Ivo erwähnte breite Band finden konnte.

 

Hätte ich den *Bericht von Garuda vorher gelesen und daraus erfahren, dass sich der Turm auch überkraxeln lässt, hätte ich es da auf einen Versuch ankommen lassen.

 

Ab P.2794 ist es zunächst ein gutes Stück kein eigentlicher Grat, sondern mehr eine breite Mulde, in der die Route nach persönlichem Geschmack gewählt werden kann. Das gilt im übrigen auch danach, wo der Grat dann breit zum Gipfel hinaufführt.

 

Ab der Mulde waren die Steinmannli für mich nicht so sehr Wegweiser, sondern mehr Bestätigung dafür, dass ich eine zielführende Route eingeschlagen hatte. Denn häufig nahm ich sie erst dann wahr als ich sie schon fast passiert hatte.

 

Zeitgleich mit mir erreichte noch eine Wanderin über den Normalweg den Gipfel. Sie stieg jedoch bereits kurz danach schon wieder ab. Ich dagegen gönnte mir hier auf dem Gipfel, den ich nun ganz für mich hatte, eine längere Rast. Das Super-Panorama an einem Tag mit so klarer Sicht wie heute sollte schliesslich ausgiebig genossen werden!

 

Beim Abstieg über den Normalweg konnte ich feststellen, dass dieser zwar gut markiert war, dass dies aber dennoch keine Gewähr dafür bietet, dass ich nicht bald vom vorgezeichneten Weg abkomme. Denn bald darauf war ich in diese Situation gekommen, wo ich trotz intensivem Herumschauens keine weitere Markierung entdecken konnte. Da mir das Gelände behagte, habe ich mir drum kurzentschlossen eine eigene Route über den Gletscherschliff gesucht, mit dem Lej Nair als nächstem Zwischenziel.

 

Auch hier entdeckte ich erst im Nachhinein, dass ein derartiger Abstieg nicht nur mir Spass bereitet hat, sondern auch von andern *hikrn vor mir vorgezogen wurde.

 

Ab dem Lej Nair dann wieder auf markierten Wegen zunächst nach Plaun Grand und danach über Grevasalvas hinab zum Plaun da Lej am Ufer des Silsersees. Von dort gut 10 Minuten nach Ankunft mit dem Bus zur Bahnstation in St. Moritz.
 

Schwierigkeiten:

Juf – Lunghinpass: T2

Lunghinpass -Piz Lunghin: wbw markiert, doch m.E. max. T3+

Lunghinpass – Piz Grevasalvas: T4

Piz Grevasalvas – Grevasalvas (markierter Weg): T2

Grevasalvas – Plaun da Lej: T1

 

Meine Wegezeiten (netto):

Juf – Lunghinpass: 3h10

Lunghinpass -Piz Lunghin -Lunghinpass: 0h50

Lunghinpass – Piz Grevasalvas: 1h20

Piz Grevasalvas – Plaun da Lej: 2h00


Tourengänger: dulac

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Kommentare (4)


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rkroebl Pro hat gesagt:
Gesendet am 11. September 2015 um 13:34
Das Engadin ist eine Droge, sag ich Dir, pass auf! ;-)

LG, Ray

dulac Pro hat gesagt:
Gesendet am 11. September 2015 um 23:08
Das Engadin eine Droge? Na ja, und wenn schon ?!
Du bist ja schon länger auf diesem Trip, und es ist Dir bisher offensichtlich auch bestens bekommen. ;-)

LG Wolfgang

Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 14. September 2015 um 13:15
tolle Tour - ganz nach meinem Geschmack ;-)

ich merke sie mir!

lg Felix

dulac Pro hat gesagt:
Gesendet am 14. September 2015 um 15:22
Danke, Felix!

Es freut mich sehr, wenn ich Dir eine Anregung liefern konnte, :-)

LG Wolfgang


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