Sturm und Nebel am Sonnenwelleck (3261 m)


Publiziert von mabon , 26. August 2015 um 08:17.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Glocknergruppe
Tour Datum:23 August 2015
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 1 Tage 7:00
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:Glocknerhaus - Nassfeld - Obere Pfandlscharte - Kapuziner - Sonnenwelleck - und retour
Kartennummer:DAV 40

So sonnig der Name des Berges klingt, so neblig war die Tour auf das Sonnenwelleck (auch Sinwelleck genannt). Und dabei war die Wettervohersage besser, als sich die Witterung in Wahrheit präsentierte. Tatsächlich war die Sicht meist äußerst bescheiden. Zudem peitschte ein eiskalter wie starker Wind die Nebel- bzw. Wolkenschwaden über den Grat.

So macht Bergsteigen wenig Spaß. Den einzigen Mehrwert, den ich aus solch einer Tour ziehen kann, ist, dass wir bei eingeschränkter Sicht unser Orientierungsvermögen schulen konnten. Am Gipfel angekommen maßen wir ca. 3°+ und harrten bei nun orkanartigem Wind eine Viertelstunde in der Hoffnung aus, dass sich die Wolkendecke doch noch lüften möge. Dann wurde es uns zu kalt, weswegen wir den Rückweg antraten.

Von einigen kurzen Aufhellungen abgesehen blieb uns die Sicht - insbesondere auf den Großglockner - verwehrt. Die Ironie dabei: Als wir uns nachmittags wieder am Glocknerhaus befanden, war das Sonnenwelleck weitgehend wolkenfrei; den Glockner hätten wir aber dennoch nicht gesehen, denn dieser hüllte sich immer noch vornehm in weißes Gewand. An unserem Gipfeltag wäre das nur wenige Kilometer entfernte Große Wiesbachhorn die bessere Wahl gewesen, erstrahlte es doch während der Rückfahrt elegant im Sonnenschein.

Bleibt zu sagen, dass der Fels am Grat des Sonnenwellecks beste Qualität besitzt und durch seine raue Oberfläche besonders viel Grip hat. Traumhaft zu gehen! Und auch bergsteigerisch stellt das Ganze einen routinierten, umsichtigen Wanderer kaum vor Probleme. Fast könnte man das Sonnenwelleck noch als Wanderdreitausender durchgehen lassen.


P.S. Wer die Großglockner-Straße befahren will, darf aktuell 34,50 € Maut bezahlen. 

Tourengänger: mabon

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