Piz Palü Hochtour


Publiziert von kaos , 18. August 2015 um 18:15.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Berninagebiet
Tour Datum: 2 Juli 2015
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   Palü-Gruppe   Bernina-Gruppe 
Zeitbedarf: 3 Tage

Donnerstag
Start ca. 15 Uhr am Bahnhof Morteratsch, Aufstieg zur Bovalhütte.
Ankunft nach gemütlichem Aufstieg ca. 17:30 nach ca. 1300 Höhenmetern.
In der Bovalhütte bezogen wir ein geräumiges 12er Lager, tranken noch die eine oder andere Flasche Wein und gingen nach dem leckeren Abendessen ins Bett.
 
Freitag
Wir haben es gemütlich angehen lassen und sind kurz nach 8 Uhr los und fast 100m zum Morteratschgeltscher abgestiegen. Da dieser aper war ging es flott und ohne Seil mit Steigeisen quer hinüber. Zuerst wollten wir den Persgletscher direkt am Rand ersteigen haben uns dann aber umentschieden und den Weg über den Isla Persa gewählt. Durch einige Erdrutsche war die Wegfindung nicht ganz einfach und anstrengend weshalb wir erst gegen 11 Uhr auf dem Zwischengipfel ankamen. Nach einer Rast ging es dann erneut um die 100m hinunter zum Persgletscher oder dem traurigen Rest was davon unten noch übrig ist. Ohne Steigeisen ging es rasch zur Seitenmoräne hinüber wo die letzten anstrengenden 300 Meter auf uns warteten.
Wir erreichten das Diavolezza Berghaus gegen 14 Uhr und verbrachten den Nachmittag mit Entspannen und erkunden der morgigen Aufstiegsroute.
 
Samstag
Kurz vor 5 Uhr ging es los. Hinter dem Piz Trovat vorbei in einer Stunde bis zum Persgletscher wo wir Steigeisen anlegten und die Seilschaften einteilten. Nach einer Stunde, also gegen 7 Uhr durchquerten wir den ersten Eisbruch. Spätestens hier wurde klar, wozu ein Seil hilfreich sein kann. Ab 8 Uhr ging es in der Morgensonne weiter, den zweiten großen Eisbruch durchquerten wir gegen 8:45 Uhr.
Den Piz Palü Sattel erreichten wir um halb 10 wo der Wind schon recht heftig blaste weshalb wir die Hardshell drüber zogen. Nach kurzer Umkleidepause ging es zum letzten steilen Anstieg und nach ca. 45min standen wir auf dem Ostgipfel wo wir erstmal Pause machten da der Grat zum Hauptgipfel start bevölkert war.
Um 11:20 Uhr standen wir dann auch bei bestem Wetter auf dem Hauptgipfel. Da die Sonne sehr stark brutzelte entschlossen wir uns die als Option geplante Überschreitung abzublasen und machten aus über die Aufstiegsroute wieder in Richtung Diavolezza auf den Weg. Der kniehohe Schnee war zu diesem Zeitpunkt schon sehr sulzig wodurch der Abstieg zum Sattel nicht ganz ungefährlich und vor allem sehr anstrengend war. Gegen 14:45 standen wir wieder an der Anseilstelle.


Die Entscheidung die Überschreitung nicht zu gehen erwies sich als richtig, der Abstieg war um diese Uhrzei schon sehr anstrengend. Unsere zweite Seilschaft die ca. 30min vor uns am Gipfel war ging über den Forzezza Grat und waren erst gegen 19 Uhr wieder auf der Diavolezza – die Überschreitung ist von der Strecke nicht zu untersätzen, auch kosten die Abseilstellen relativ viel Zeit. Wer die komplette Runde gegen will sollte nicht später als 4 Uhr aufbrechen, je früher desto besser.

Ansonsten ist die Tour nicht all zu schwer man darf sie aber Aufgrund der Länge nicht unterschätzen.

 
Sonntag
Am Sonntag ging es bequem mit der Bergbahn hinunter und zurück in die Heimat. J

Tourengänger: kaos


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Geodaten
 26641.kmz Aufstieg zur Bovalhütte
 26642.kmz Aufstieg zur Diavolezza
 26643.kmz Piz Palü (unvollständig)

Galerie


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