Meteorenregen am Hochgall (3436 m)


Publiziert von mabon , 16. August 2015 um 09:48.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:13 August 2015
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: ZS-
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 2 Tage 8:15
Aufstieg: 2140 m
Abstieg: 2140 m
Strecke:Rein in Taufers - Kasseler Hütte - Graue Nöckl - Hochgall und retour
Kartennummer:Tabacco 035

Immer mal wieder nehme ich mir an meinem Geburtstag frei, um auf einen besonderen Berg zu gehen. Gleichzeitig erreichen die Perseiden an diesem Tag meist ihr Maximum; sprich es sind besonders viele Sternschnuppen zu sehen. So konnten wir in der sternenklaren Nacht vom 12. auf den 13. August vor der Kasseler Hütte besonders viele Meteore bestaunen. Einfach nur wunderschön!

Tags darauf ging es zeitig - es sollte ein heißer Tag werden - gen Hochgall. Dabei verfolgten wir die von georgb vorgeschlagene *Route.

Die Überschreitung des Grauen Nöckls - per se schon eine veritable Tour - sollte den anspruchsvollsten Abschnitt unserer Unternehmung bilden: Unübersichtliche Passagen, luftige Traversen auf schmalem Grat und ausgesetzte Kletterstellen im Bereich von bis zu 2+, wenn nicht sogar zweimal 3-. Die Schlüsselstelle bildete der Südabstieg vom Grauen Nöckl, der durch ein Drahtseil entschärft wird. Ansonsten hätte man es im untersten Teil mit einem glatten 3er zu tun.

Der nun folgende Blockgrat zum Hochgall, der von unten besehen so steil und unnahbar aussieht, entpuppt sich als um einiges leichter. Zwar muss auch hier immer mal wieder geklettert und umständlich rumgefummelt werden; es ist aber in der Summe einfacher und unausgesetzter. Einzig die Plattenpassage kurz unter dem Gipfel wäre ohne das Drahtseil interessant geworden.

Auf Grathöhe angelangt heißt es unmittelbar vor dem Gipfel nochmal aufpassen: Wer auf der schrägen, ausgesetzten und ungsicherten Plattenpassage wegrutscht, landet auf dem Gletscher tief weit unten.

Und dann ist es geschafft. Ob seiner Höhe bietet der Hochgall eine famose Rundumsicht. Insbesondere der benachbarte Wildgall macht schwer was her. Auch ist es interessant, diverse Zillertaler mal südseitig betrachten zu können. Manche Berge sind aus dieser Perspektive kaum wieder zu erkennen.

Nach einer Stunde staunender Rast haben wir bereits fünf neue Gipfelziele ausgemacht und steigen wieder ins Tal ab. Nicht aber ohne bei der liebenswürdigen Hüttenwirtin noch ein Forst - Grüße an ADI - zu zischen. Der nun folgende Abstieg nach Rein in Taufers verläuft über einen besonders schön angelegten Weg, so dass schon ein alleiniger Hüttenbesuch lohnend wäre.


Tourengänger: mabon, Lura

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Kommentare (8)


Kommentar hinzufügen

georgb Pro hat gesagt:
Gesendet am 16. August 2015 um 13:24
Gratuliere mabon,
gut dokumentiert und danke für den Querverweis! Habt ihr die Meteoriten nicht fotografiert?
Saluti Georg

mabon hat gesagt: RE:
Gesendet am 16. August 2015 um 19:48
Servus Georg!

Lieben Dank für die Glückwünsche und nochmal herzlichen Dank für Deine Beschreibung, die uns sehr geholfen hat!

Wir waren so fasziniert von den Meteoren, dass wir vergaßen, diese zu fotografieren.

Beste Grüße

mabon

ADI hat gesagt:
Gesendet am 16. August 2015 um 19:32
Gratulation zu Deiner schönen Tour......

Beste Grüße.....

ADI

;-)

mabon hat gesagt: RE:
Gesendet am 16. August 2015 um 19:47
Danke lieber Gunter!

Dir wünsche ich einen wunderschönen Urlaub an der Adria.

Kommt gut an!

mabon

©bergundradlpeter hat gesagt:
Gesendet am 17. August 2015 um 09:16
...dann nachträglich ois Guade

VG
Peter

mabon hat gesagt: RE:
Gesendet am 17. August 2015 um 13:21
Herzlichen Dank Peter!

trainman hat gesagt:
Gesendet am 19. August 2015 um 12:09
Gratuliere zu dieser hochalpinen Tour, da wäre ich nicht hinaufgekommen.
Beste Grüsse
Emil

mabon hat gesagt: RE:
Gesendet am 19. August 2015 um 13:44
Besten Dank lieber Emil!

Ich meld' mich demnäxt mal wieder

mabon


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