Cima di Camutsch 2904m (Premiere)


Publiziert von madriser , 11. August 2015 um 22:10.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Avers
Tour Datum: 2 August 2015
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 8:30
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Fahrt bis Höhenhaus möglich.

Heute 2. August - nach einer Hochzeit mit wenig Schlaf und einer 1. August Feier - soll es eine "Erstbesteigung" werden. Der Cima di Camutsch ist uns bei der letzten Besteigung des Chlin Hüreli aufgefallen und da dieser Berg von unserer Familie noch niemand besucht hatte, wollten wir unser Glück versuchen. Also starten wir von vorne.

Höhenhuus - Grat zwischen Grosshorn und Chlin Hüreli (3h)
Wir starten beim Höhenhuus im Madrisertal. Aufgrund des gestrigen Abends erst spät ca. 09:30 Uhr. Es geht runter zum Rhein, über die Brücke und dann hoch auf - zur Zeit - sehr gut sichtbarem Weg Richtung Grosshorn. Zuerst kommt man bei der alten Steinhütte (Pkt. 2010) vorbei und dann bei der Schafalp (Pkt. 2279). Die Steinhütte ist etwa die Hälfte des Wegs bis zur Schafalp.
Das Gras ist nass und unsere Hosen bald auch, doch die Temperatur ist sehr angenehm. Einzig der noch vorhandene Nebel macht uns das Leben etwas schwer.
Wir steigen weiter Richtung Grosshorn hoch wo wir dann auf etwa 2400müM den Hang Richtung Südosten traversieren. Im Nachhinein wäre wohl besser gewesen wir wären noch etwas weiter hochgestiegen und erst später traversiert, sind uns aber nicht sicher. Auf jeden Fall traversieren wir leicht nach unten haltend bis wir zum Bach stossen, der von Norden in den Büelbach fliesst. Diesem Bach folgen wir nach Norden, was ganz gut geht, auch wenn es ziemlich steil ist. Dann alles dem Gefühl folgend Richtung Punkt 2714 (Grat), den wir nach ca. 3h erreichen.

Punkt 2714 - Chlin Hüreli (ca. 30min)
Ein einfacher Weg führt direkt über den Grat zum Chlin Hüreli. Hier machen wir unsere Mittagspause. Leider plagen mich immernoch die Kopfschmerzen des 1. August Biers;). Aber es ist so schön, da ist das auszuhalten.

Chlin Hüreli - Cima di Camutsch (1h30min)
Nun beginnt der spannende Teil. Eine Gipfelbesteigung ohne eine Ahnung zu haben wo es hochgeht. In Zeiten von HIKR eine seltene, aber spannende Sache. Wir steigen vom Chlin Hüreli auf dem Grat weiter Richtung Süden ab. Einmal muss der Grat etwas westseitig umgangen werden, ansonsten keine grosse Herausforderung. Nun versuchen wir uns am Nordgrat des Cima di Camutsch. Es folgt ein Gratteil, welcher mit den Händen bestiegen werden muss. Besonders ausgesetzt ist er jedoch nicht. Dann folgt die Ernüchterung, es kommt ein Absatz der überwindbar wäre, wir aber situativ nicht riskieren wollen. Ob der Nordgrat weiter machbar wäre können wir nicht sagen. Wir kehren um, bis wir eine gute Stelle finden den Hang Nordseitig zu queren. Wir wollen dem Südost Grat eine Chance geben. Die Traversierung geht eigentlich besser als es optisch den Eindruck macht. Immer wieder kommt sehr rutschiger Schutt, doch wir finden immer wieder Stellen, wo das Laufen gar nicht so schlecht geht. Nach der Querung halten wir hoch zum Grat bei der Pürder Furgga (Pkt 2759). Von hier an geht es wunderschön mit etwas Händen und Füssen unschwierig zum Gipfel. Wir haben in erreicht und geniessen den Gipfel in vollen Zügen. Einfach herrlich!!!

Cima di Camutsch - Hougrätli - Schafalp - Höhenhaus (3h20min)
Da wir noch einen langen Rückweg vor uns haben, bleiben wir nicht lange auf dem Gipfel. Runter geht es vom Grat einen Einschnitt früher als wir hochgekommen sind. Geht auch, der Untergrund ist aber einiges lebendiger. Dann folgen wir dem Gefühl - und dem Höhenmesser - dem Osthang entlang bis zum Hougrätli, welches sich am Nordgrat des Grosshorns befindet. Nun muss noch etwas weiter auf dem Grat abgestiegen werden bis ca. zum Punkt 2436. Nun geht es westwärts etwas runter und dann etwa Höhe haltend entlang dem Hang (auf Schafwegen) zur Schafalp. Da machen wir unsere letzte Pause und dann geht es auf gleichem Weg runter zum Höhenhaus.
Die Kopfschmerzen sind weg und der Geist sehr zufrieden. Trotz den 8h30min Wanderzeit fühlen wir uns noch sehr fit, was bei den gegebenen Umständen sehr verwunderlich ist. Aber wir nehmens gerne so an.

Fazit:
Eine wunderbare Tour, kombiniert mit einer - für uns - Erstbesteigung natürlich einfach genial. Das Wetter hat immer mehr aufgeklart und die Wolken haben der Rundsicht die nötige Tiefe vermittelt, was den Tag perfekt abgerundet hat. Die Tour könnte mit lediglich einer Besteigung des Grosshorns stark abgekürzt werden, was für eine Halbtagestour eine gute Sache wäre.

Tourengänger: madriser

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Geodaten
 26569.gpx 2015-08-02 Cima di Camutsch

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