Liechtenstein von der schönsten Seite: Sareis - Augstenberg -Pfälzerhütte - Valüna - Steg


Publiziert von Patrik Dentsch , 1. August 2015 um 10:01.

Region: Welt » Liechtenstein
Tour Datum:31 Juli 2015
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: FL 
Zeitbedarf: 5:30
Strecke:Malbun - Sareis - Spitz - Augstenberg - Pfälzerhütte - Alp Valüna - Steg

Hallo werte Hikrinnen und Hikr
Was soll man sagen, eine prächtige Rundwanderung mit gewaltigem Rundblick auf die Berge Liechtentsteins, der Schweiz und von Voralberg. Es war ein sehr langer Wunsch von mir mal diese Rundwanderung zu machen, nun packte ich meinen Mut zusammen und begab mich ins Malbun. Mut deshalb, weil ich wusste, dass dies wander- und fitnesstechnisch einer meiner grössten Herausforderungen wird, also musste dieses Vorhaben gut vorbereitet werden und der Tag musste stimmen. Und ich muss sagen, der Tag war absolut perfekt.

1. Etappe: Malbun-Sareis:
Ich fuhr mit dem Bus von Vaduz aus nach Malbun bis zum Zentrum, von dort ging es dann zu Fuss dem Wanderweg nach Sareis hoch. Diese Etappe war gut geeignet zum aufwärmen, den es war verdammt kalt dort oben, so dass ich meine Jacke anziehen musste. Oben angekommen ging ich zur Wegkreuzung und bog Richtung Augstenberg / Nenzinger Himmel ab. Hier war dann auch Schluss mit dem bequemen Feldweg und das ganze wurde eine kleinwenig engere Angelegenheit.

2. Etappe: Sareis - Spitz:
Hier ging es schon ein wenig steiler zu und her und die ersten Pausen wurden eingelegt bzw. dazu genutzt sich die Gegend anzuschauen und den Ausblick auf die Berge und Täler zu geniessen. Und das Fotografieren durfte natürlich nicht zu kurz kommen, wie man hier im Bericht auch sieht. Je näher man der Spitz kam, desto felsiger wurde die Gegend. Hier übrigens befand man sich schon längst auf dem berühmten "Fürstin Gina-Weg"; der Weg wurde zur Ehren der verstorbenen Landesfürstin so benannt.

3. Etappe: Spitz - Augstenberg:
Sobald ich den Spitz (auf den ich eigentlich auch mal hoch wollte mir aber die Kraxlerei ersparte) begann für mich der härteste Teil der ganzen Wanderung, nämlich der Aufstieg auf den 2359m hochen Augstenberg.
Der Name stammt übrigens von dem Wort "augsta" ab was den Monat "August" bezeichnete. Damit war dann auch  "Alpweide, die im August abgeweidet wird"gemeint.  Die Benennung erfolgte von der Schaaner Alp Gritsch aus, zu der die Weiden am Augstenberg gehören; die Benennung der Bergspitze erfolgte sekundär (Auszug aus dem Namensbuch, Amt für Kultur). 
Der Aufstieg war für mich alles andere als einfach und ich legte deshalb auch hier mehrere Pausen ein. Die Strecke hat es schon in sich. Sie ist nicht unbedingt gefährlich oder ausgesetzt sondern einfach nur steil und man muss zum Ende hin in den Steinen und im Geröll herumkraxlen, was sehr mühsam sein kann. Wer hier keine guten Wanderschuhe hat, ist fast schon verloren, den guter Halt ist hier guter Rat, sonst wird es eine Rutschpartie sondersgleichen. Doch ist man mal oben angekommen dann,.....dann.....dannn sind alle Strapazen jeglicher Art und Weise sofort vergessen, den die Aussicht und der Gedanke "Ja, endlich habe ich mein Ziel erreicht" entschädigen alles. Trotz dem kalten Wind blieb ich hier eine ganze Weile, und bei Gott ich war nicht alleine hier, den es gab noch zich andere Wanderer, welche an dem Tag die selbe, bescheurte Idee hatten sich da hoch zu quälen ;-) Nein Scherz beiseite, es waren natürlich bei dem Wetter auch einige andere Menschen, Familien, Hundebesitzer (das die Vierbeiner das mitmachen?) vor Ort und genossen die prachtvolle Aussicht. Das erste Etappenziel war für mich erreicht, doch das zweite rief schon bald nach mir, den die berühmte Pfälzerhütte wollte ja auch noch besucht werden. Nach gut 45 Minuten verweilen auf dem Gipfel began nun der Abstieg.

4. Etappe: Augstenberg - Pfälzerhütte:
Der Abstieg war dann auch noch mal ne Herausforderung für sich. Die ersten paar Minuten geht es noch geradeaus fast dem Grad entlang, danach geht es dann gut steil abwärts. Die erste Hälfte hier ist mit gummierten Stahlseilen und Treppen gesichert und schön steil. Danach geht es ungefähr so weiter wie beim Aufstieg zum Augstenberg, recht steinig, aber es gibt zwischendurch aus kleiner Wiesen. Nach der letzten Anhöhe sieht man dann die prächtige Hütte, welche 1928 eröffnet wurde, endlich aus der Nähe und es sind dann nur noch wenige Minuten. Danach kann man sich auf einen der vielen Sitzmöglichkeiten auf der Terasse niederlassen und die Aussicht geniessen. Diese wird mit deftig bürgerlichen Speisen aus der Küche noch versüsst. Für mich gab es aber "nur" eine leichte Gerstensuppe, dafür dann aber mit einem kräftigen Weizenbierchen. Nach gut einer Stunde Aufenthalt ging es dann weiter.

5. Etappe: Pfälzerhütte - Valüna - Steg:
Nachdem Aufstieg auf den Gipfel war der Abstieg hier eigentlich relativ unspektakular, hier kann man durchaus eine T1 Wertung geben, da mann eigentlich nur der Alpwirtschaftstrasse entlang zu gehen hat. An manchen stellen wunderte es mich dann aber doch wie hier der kleine Bus der Pfälzerhütte hinaufzukommen mag (zumindest nicht ohne Vierradantrieb). Ich passierte di Alp Gritsch, von hier aus könnte man auch den "Fürstin Gina  Weg") weiter wieder nach Malbun über's Vaduzer Täli nehmen, doch war es mir eher nicht danach. Ich schlug deshalb den bekannten weg hinunter zur Alp Valüna, wo ich noch kurz eine Toilettenpause einlegte (den das Weizenbier meldete sich und wollte wieder raus...oder so :D ). Auch die Beine meldeten sich langsam aber sicher, nach gut 16km Wanderei über Stock und Stein (im wahrsten Sinne des Wortes) war das okay. Beim Stegersee wurde dann auch noch der Kopf kurzerhand ins erfrischende Wasser gehalten, den es war dann doch noch sehr warm geworden beim Abstieg.
Kurz danach fand ich mich bei der Bushaltestelle "Hotel Steg" und war erfreut das der Bus keine 2 Minuten später schon da stand und mich ins Tal chauffierte.


Fazit: Eine sehr gelungene, wunderschöne Wanderung, die ich jedem begeisterten Wanderer empfehle, auch wenn dessen Fitness nicht viel besser ist als meine. Den die Aussicht entschädigt alle Schweissausbrüche.





Tourengänger: Patrik Dentsch

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