Chratzerengrat


Publiziert von ossi , 26. November 2008 um 08:56.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum: 6 August 2008
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: ZS
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Ortstockgruppe 
Zeitbedarf: 10:00
Aufstieg: 2300 m
Abstieg: 2300 m
Strecke:Bisisthal-Hintersten Hütten-Chratzerengrat-Dräckloch-Chratzerenfurggel-Pfannenstock-Bisisthal
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Haltestelle Dürrenboden mit Postbus erreichbar
Unterkunftmöglichkeiten:Gasthaus Schönenboden mit Zimmern und Massenlagern

Einsame Tour über einen wenig prominenten Grat und dies in alpinwandertechnischer Manier: Ein Bijoux für Freunde des gepflegten, ausgesetzten Alpinwanderns!

Allgemeines:
Der Chratzerengrat schwingt sich von der Toralpfurggel auf zum Hauptgipfel und weiter zum höchsten Punkt . Er senkt sich gegen das Dräckloch wieder ab. In beide Richtungen begehbar, scheint mir die von mir begangene Variante etwas einfacher. Der Grat ist stellenweise ausgesetzt, das Gestein -namentlich auf der Seite zwischen Toralpfurggel und höchstem Punkt- brüchig und die Tour in diesem Abschnitt auch anspruchsvoll (T6, ZS). Die Fortsetzung Richtung Dräckloch ist dann einfacher (T5). Wer unterwegs genug kriegt oder merkt, dass er eigentlich an einer Sitzung teilnehmen sollte, kann den Chratzerengrat vielerorts verlassen und auf Pfadspuren umkehren.

Zustieg zur Toralpfurggel: Gestartet wird bei der Haltestelle Dürrenboden in Bisisthal. Zuerst etwa 50HM absteigend zu einem kleinen Kraftwerk, gewinnt man den Wanderweg ins Rätschtal und erreicht einige hundert HM später die Alp Hindersten Hütten. Von da folgt man dem Wanderweg zur Toralpfurggel. Ich bin direkt über steiles Grasgelände aufgestiegen (T4), gewissermassen als warm up für bevorstehende Abenteuer.

Chratzerengrat: Von der Toralpfurggel aus folgt man auf sehr guten Wegspuren direkt der grasigen Gratkante des Chratzerengrates; hier noch einfach und aussichtsreich. Nach einer Weile folgen dann die ersten felsigen Aufschwünge und der Spass kann beginnen: Schnell wird klar, dass das Gestein nicht gerade zuverlässig ist und man tut gut daran, Griffe sowie Tritte mit liebevoller Behutsamkeit zu belasten. Der zweite Aufschwung wird ziemlich direkt an der Kante durch einen Riss gewonnen (III, ein überaus lausiger Normalhaken steckt). Bis zum Gipfelkreuz wird der nun scharfe Grat überschritten.

Nach dem Gipfelkreuz geht's in gleicher Manier weiter, wobei ein Felsenfenster (das Gemsiloch) passiert wird. Eine feste, scharfe Kalkplatte könnte hier begangen werden, ich zog aber den Abstieg zum Gemsiloch und den Wiederaufstieg auf die Gratkante vor (ZS,III, ca. je 6m Ab- und Wiederaufstieg). Nun weiter zum höchsten Punkt.

Der Abstieg Richtung Dräckloch (welch klingender Name) erfolgt deutlich einfacher durch grasig-schrofiges T5-Gelände, wobei beliebig zum Wanderweg Richtung Chratzerenfurggel über Gras abgestiegen werden kann.
 
Vom Dräckloch aus bin ich dann über den Wanderweg zur Chratzerenfurggel aufgestiegen und von da noch kurz auf ein Hallo auf den Pfannenstock (Pfannenstock Normalweg T4, markiert) gestiegen. Der Abstieg von der Furggel ins Rätschtal zurück erfolgte direkt durch die Schutthalde "Tuelen" (Wegspuren, nicht markiert, T3). die Tour endete auf dem Dürrenboden bei Cordon Bleu, Pommes und Massenlager....eine meiner "top-drei-Touren" in diesem Jahr.

Tour im Alleingang.

Tourengänger: ossi

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen

T5- I
T5+
T6 II
T3+
8 Aug 09
Pfannenstock · Moschteler
ZS
24 Feb 08
Pfannenstock 2573m · Burro

Kommentare (3)


Kommentar hinzufügen

Alpin_Rise Pro hat gesagt: Judihui
Gesendet am 26. November 2008 um 10:46
Endlich rückst du damit raus! Wenn ich mal keine Sitzung habe, mach ich den ganzen Grat - nächsten Sommer!

ossi hat gesagt: RE:Judihui
Gesendet am 26. November 2008 um 11:17
Nee, wenn Du schon in der Gegend bist: Machen wir doch lieber die Gesamtüberschreitung Milchplanggenstock-Fürberge-Ruchen Glärnisch!!

Alpin_Rise Pro hat gesagt: RE:Judihui
Gesendet am 26. November 2008 um 15:27
Mit dem Näbelchäppeler hatte ich bereits ein Intermezzo - dann hielt uns Regen vom T6-Gelände am Ostaufschwung ab. Zum Glück, denn es sieht von weitem ziemlich haarig aus... Wär aber sicher spannend!


Kommentar hinzufügen»