Arosa Weisshorn und noch mehr Hörner


Publiziert von Frankman , 4. August 2015 um 11:50.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Schanfigg
Tour Datum:14 Juli 2015
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 1450 m
Abstieg: 1450 m
Strecke:24 km Arosa Weisshorn - Hörnli - Gredigs Fürggeli - Arosa
Zufahrt zum Ausgangspunkt:SBB Chur, RhB Arosa
Zufahrt zum Ankunftspunkt:RhB Arosa, SBB Chur
Kartennummer:arosa.ch

Allein schon die Anreise mit der RhB ist ein wahrer Genuss - bahntastisch. Bis zum Plessurviadukt in Langwies ist bergwärts rechts die Panoramaseite. Ein bahntechnisches Kleinod ist dabei die Langsamfahrstelle auf der Brücke vor dem Bärenfallentunnel. Brücke und Tunnel sind wie eine kleinformatige Kopie des berühmten Landwasserviadukts.
In Arosa geht es über die Passerelle zur Talstation der Weisshornbahn, wo man sich eine aktuelle Panoramakarte einstecken darf. Etwa 100m links der Talstation beginnt etwas versteckt der Wanderweg zur LAW-Mittelstation. Die Beschilderung ist durch die Neugestaltung am Bahnhof noch etwas holprig, aber eigentlich kann man den Weg gar nicht verfehlen. Kurz nach dem „Waldhotel National“ teilen sich dann Berg- und Fahrweg. Über den Bergweg erreicht man rasch die Mittelstation und bekommt einen schönen Überblick über die Talschaft von Arosa. Für den Aufstieg zum Weisshorn habe ich die Variante via Hauptichopf und Sattelhütte gewählt, um eine schöne Weisshorn- Runde hinzubekommen. Von der Kreuzung Hauptichopf lohnt der kurze Abstecher zu den drei Panoramabänkli für einen ersten großen Schluck aus der Flasche. Vom Hauptichopf zur Sattelhütte wechseln sich steilere und flachere Passagen schön ab, so dass man in gutem Schritt dem Gipfel näher kommt. Schön sind hier die Tiefblicke ins Plessurtal. Gelegentlich hört man auch den Pfiff der Arosabahn. Auf den letzten Höhenmetern erkennt man deutlich die Wunden, die der winterliche Massentourismus in die Berge schlägt. Auf dem Weisshorngipfel lockt natürlich ein Gipfeli aus der Gipfelbäckerei. Eine nette Einrichtung sind die Gratisfernrohre, die über eine interne Anzeige die Gipfel der Umgebung erklären. Rundum Gipfelgenuss vom Säntis, Silvretta, Piz Buin, Kesch, Err (bekannt aus dem Kreuzworträtsel), Terri, Tödi… alle da! Es hat jetzt hier oben 24° C im Schatten; Problem: kein Schatten.
Vom Weisshorn steil abwärts zum Carmennapass, am Plattenhorn vorbei und wieder hoch zur Hörnlihütte. An der Bergstation vom HörnliExpress beginnt die interessante Querung des oberen Urdentals entlang der gewaltigen Geröllhalde des Parpaner Weisshorns. Ständiger Begleiter sind die hörbaren Steinschläge. Über einige Schneefelder führt der Pfad Richtung Urdenfürggeli. Kurz vor dem letzten Anstieg zur Urdenbahn zweigt ein Weg ohne Beschilderung nach links oben ab. Entweder folgt man diesem steileren Anstieg oder man geht etwas weniger steil bis zum Urdenfürggeli und dann über den Sattel in Richtung Gredigs Fürggli. Hier öffnet sich auch ein schöner Blick nach Lenzerheide. Auf dem letzten Anstieg mit Blick auf`s Parpaner Rothorn ist man erneut in einer für den Massentourismus umgestalteten Gebirgslandschaft.
Ein schöner Blick ins obere Plessurtal über das noch schneebedeckte Totseeli bis zum Älplisee bietet sich vom Gredigs Fürggli. Die Zeitangabe nach Arosa 1 ¾ h bezieht sich hier bis Innerarosa. Bis zum Bahnhof der RhB muss man gut noch mal 30 - 40 min dazuzählen. Zwischen Parpaner Weisshorn, Aroser Rothorn und Erzhorn verläuft der Weg auf der Südflanke des Parpaner Weisshorns, welches tatsächlich nahezu komplett umrundet wird. An der rechten Talseite erkennt man gut den Verlauf des Wegs zum Erzhornsattel. Über den Älplisee, Chlus und Schwellisee erreicht man bald Innerarosa und entlang der Hauptstraße, am bekannten Kulm- Hotel vorbei, geht es hinunter zum Obersee und dem Bahnhof. Immer zur Minute 48 rollt der Zug hinab nach Chur,  seit 100 Jahren. Happy Birthday.

Tourengänger: Frankman


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