Alphubel (via Feechopf, SO-Grat + Eisnase)


Publiziert von simba , 18. Juli 2015 um 13:36.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:16 Juli 2015
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Aufstieg: 870 m
Abstieg: 2150 m

Bestens beschrieben ist die Tour via Feechopf und Eisnase bereits vielfach auf hikr, weshalb ich es bei Infos zu den aktuellen Verhältnissen und einigen ergänzenden Infos belassen will. Eigentlich war der Weg über Feechopf und Alphubel für uns nur als "Zustieg" zu weiteren Zielen gedacht - eine Knie-Verletzung aufgrund eines unglücklichen "Wegsackers" im weicher werdenden Schnee vereitelte dies und auch die Rückkehr zur letzten Bahn ab Mittelallalin - ein langer Abstieg war die Folge.... Nichts desto trotz ein toller Tag und eine tolle Tour, die dir wir ab dem Feejoch in absoluter Einsamkeit genießen konnten :)

- Wenn es weiterhin so heiß bleibt, wird der Zustieg zum Feejoch über zwei große Spalten bald "interessant". Die beiden Brücken sind schon ordentlich löchrig...
- Auf dem Grat zum Feechopf nicht zu sehr in die Mattertal-Flanke drängen lassen, auch wenn es immer wieder Bänder gibt. Das Gelände ist nicht von der festesten Sorte. Die Kletterei direkt am Grat in in der Regel gutem Fels ist deutlich schöner und angenehmer. Am Grat haben wir im zweiten Teil sogar noch zwei Bohrhaken gefunden, allerdings an nicht wirklich nachvollziehbaren Stellen.
- Der SO-Grat zum Alphubel und die Eisnase haben ihre besten Zeiten für diese Saison hinter sich: Ab Alphubeljoch müssen zwei offene Spalten über löchrige Brücken gequert werden, was besonders bei der zweiten in nächster Zeit anstrengend werden könnte. Bereits am flachen Grat gibt es einige (unproblematische) Stellen mit Blankeis. Die Eisnase ist im steilsten Teil (40°) großteils blank. Zwei Sicherungsstangen sind sichtbar, machen aber einen katastrophalen Eindruck...
Wir sind (verletzungsbedingt) die Eisnase auch wieder abgestiegen, um schnell herunter zu kommen, was nicht anspruchslos war. Ein Eisgerät anstatt eines langen Pickels war durchaus angenehm.
- Im Abstieg vom Alphubel wird es knapp 150 Höhenmeter unter dem Alphubeljoch ebenfalls blank. Dort, wo man sich links hält, um den "Eisbuckel" rechts zu umgehen, aufpassen - es gibt tückische Längsspalten oder sogar Kreuzsspalten (?)
- Fährt in Saas der Alpin-Express gibt es eine Bergsteiger-Frühfahrt (aktuell wohl 6:15 Uhr). Dann ist die Tour gut an einem Tag mit Rückkehr zum Mittelallalin zu machen. Die 4 Stunden Zeitangabe Mittel-Allalin - Alphubel des SAC-Führers ist selbst ohne Akklimatisation absolut realistisch.

Tourengänger: simba


Galerie


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