Lötschepass - Berghüttenfeeling & Hotelgenuss 1/3


Publiziert von passiun_ch , 13. September 2015 um 22:22.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Frutigland
Tour Datum: 9 Juli 2015
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VS 
Zeitbedarf: 3:30
Aufstieg: 1202 m
Abstieg: 54 m
Strecke:Selden - Gfelalp - Schönbüel - Balme - Lötschegletscher - Lötschepass - Lötschepasshütte
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bern - Spiez - Kandersteg - Selden / Brig - Goppenstein - Kandersteg - Selden
Unterkunftmöglichkeiten:Lötschepasshütte - 2690 m.

Die diesjährige Sommer-Bergtour mit den Renaiolos führte uns in drei Tagen über einen der schönsten Alpenübergänge, dem Lötschepass, des weiteren war die Besteigung des Hockenhorns geplant.
Der Lötschepass gilt als einer der ältesten Alpenpässe, auch wenn er nicht wie viele andere gletscherfrei ist. Allerdings ist der Gletscher bei normalen Verhältnissen meist "harmlos" und gut mit Stangen markiert und bietet auch Wanderern Einsicht in eine kleine hochalpine Bergwelt. Der Pass hat zwei völlig unterschiedliche Landschaftsbilder, auf der einen Seite das wilde Gasterntal und auf der anderen Seite das liebliche obere Lötschental. Die Lötschenpasshütte bietet sich zur Aufteilung dieser Tour über zwei Tage an, darüber hinaus gibt es noch ein sehr interessantes Packages : eine Nacht mit Halbpension in der Lötschepasshütte und eine weitere Nacht mit Halbpension im Hotel Nest und Bietschhorn unten im Lötschental in Ried - gebucht haben wir es über die Lötschepasshütte.

Unser Ausgangspunkt war Kandersteg. Nach dem die Renaiolos schon am Vortag angereist waren, warteten sie am Bahnhof, wo ich mit dem Lötschberger aus dem Wallis dazu gestossen bin. Ist schon eindrücklich, da ist man in gut 15 min. durch den Lötschberg hindurch und wird wandern genussvoll in fast 3 Tagen hinüber.
Vom Bahnhof in Kandersteg  ging es mit dem Kleinbus (Reservation erforderlich - einfache Fahrt CHF 13.-) ins Gasterntal bis zum Hotel Steinbock. Schon die Fahrt dorthin ist ein kleines Erlebnis für sich, geschickt wendet sich die Strasse und der Fahrer mit dem Bus die Clusschlucht hinauf ins Gasterntal.  Dieses lässt sich auch von Kandersteg wunderbar erwandern und wenn das dann zu viel wird dem kann eine weitere Übernachtung im Gasterntal empfohlen werden.
Die Wolken von der abziehenden kleinen Störung vom Vortag lösten sich nur langsam auf.
Ein Blick hinauf zum Lötschepass veranlasste uns den Beginn noch ein wenig hinauszuzögern und so gab es erst einmal einen Startkafi im gemütlichen Hotel Steinbock. 

Vom Berghaus geht es ein paar Schritte zur Kander hinunter und über eine kleine Hängebrücke zur anderen Talseite hinüber. Dort steigt der Weg am Leitbach steil bergan, vorbei an mehreren Kaskaden und einer angenehmen feinen Berieselung geht es dann in den Wald hinein. Dort dann weiter recht steil in Kehren zur Gfellalp hinauf. Die Bäume werden langsam weniger, ebenso die Wolkenreste die sich immer mehr auflösen und die Blicke gehen ins schon weit unten liegende Gasterntal mit seinem Gipfelkranz. Immer weiter aufsteigend erreicht man dann die Hochfläche von Schönbüel, dem einzigen heute relativ flachen Wegabschnitt.
Eine kurze Erholung bevor es in einem weiten Bogen nach rechts und dann weiter recht mühsam hinauf zur Felsstufe von Balme geht. Hier sieht man jetzt auch zum ersten Mal den zu überquerenden Lötschegletscher. Nach einem kurzen Abstieg erreicht man dann den Gletscherrand, der sich meist durch Geröll am Anfang nicht zuerkennen gibt. Den Stangenmarkierungen folgend erreichten wir problemlos die andere Seite. Dort weiter über die Seitenmoräne zur letzten Steilstufe. Diese wird einfacher überwunden als man es anfangs denkt und bietet mit ein wenig Trittsicherheit eine spannende Wegführung. Nach ein paar weiteren Kehren erreicht man dann die weite Fläche auf dem Lötschepass mit seiner Berghütte, unserem heutigen Ziel.
Nach dem Aufstieg durch die wilde Nordseite, hier nun genau das Gegenteil: ein weiter Blick zu den Walliser Alpen und nach links zum Bietschhorn - einfach nur großartig.

Die Lötschenpasshütte bietet neben dem Matrazenlager auch zwei kleine Zimmer mit einem nächtlichen Blick zum Sternenhimmel und ist nach seinem Umbau 2007/08 ein modernes aber gemütliches Berghaus.
Die Hütte bietet einen wunderbaren Früchtekuchen, der natürlich umgehend mit einem Hüttenkafi an der strahlenden Sonne genossen wurde. Auch das Z'Nacht war sehr fein und so konnten wir uns später dann in einem Zimmer mit nur 4 weiteren Gästen in die Kojen legen.
Es herrschte eine gespannte Vorfreude auf den nächsten Tag mit der geplanten Gipfelbesteigung auf`s Hockenhorn und so viel das Einschlafen zwar schwer, aber letztendlich gelang auch das. 

Ein ausgezeichneter und gelungener Auftakt in die 3-tägige Passwanderung am Lötschberg. 

Die Tourbeschreibung des ersten Tages von Renaiolo findest Du hier.

Lötschepass mit Berghüttenfeeling & Hotelgenuss - Tag 2

Lötschepass mit Berghüttenfeeling & Hotelgenuss - Tag 3
 

Tourengänger: Renaiolo, passiun_ch


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Kommentare (2)


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Gelöschter Kommentar

passiun_ch hat gesagt:
Gesendet am 14. September 2015 um 20:05
Es waren drei wunderbare Tage
Vielen Dank zurück !
LG Michael

... wie wär's im Herbst nochmal so etwas ähnliches ?!


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