Lodron (1925m) und Steinbergstein (2215m) aus dem Windautal


Publiziert von Tef Pro , 10. November 2008 um 23:07.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Kitzbüheler Alpen
Tour Datum:10 November 2008
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Windautal - Wallernalm - Untere Steinbergalm - Lärchenbergalm - Oberkaralm- Lodron - Wiesenboden - Steinbergstein - Ostgrat - Untere Steinbergalm - Windautal
Zufahrt zum Ausgangspunkt:von der Brixentalstraße ins Zentrum von Westendorf, hier rechts nach Rettenbach (sehr kurvenreich!), danach ins Windautal ( normalerweise Mautstraße, außerhalb der Saison frei)
Kartennummer:Kompass Nr. 29

Das immer noch warme Herbstwetter verlockte zu einem Überstundenabbautag, um noch einmal die herbstliche Wärme in den Bergen zu genießen. Nach längerer Zeit sollte es mal wieder in die Kitzbüheler Alpen gehen. Dazu hatte ich mir eine recht wenig begangene Tour aus dem Windautal rausgesucht (heute am Montag war außer mir niemand unterwegs).
Höhepunkte dieser Tour sind (neben der Einsamkeit) die freien, mit malerischen Almen gesprenkelten Wiesen und die phantastischen Ausblicke zu den Hohen Tauern mit Großvenediger und Großglockner. Die Runde ist zwar recht lang, aber einfach. Auf den meist wenig steilen Hängen kann man sich seine Route oft selber wählen.
Man folgt anfangs dem Almenweg kurz durch den Wald, kommt aber sogleich auf freie Wiesen. Der Weg windet sich in weiten Schleifen empor, das ein oder andere Mal kann man geradewegs über die Wiesen aufsteigen.So kommt man zur schön gelegenen Wallernalm.
Der Weg wendet sich nun mehr in südliche Richtung. Kurz nach der Unteren Steinbergalm zweigt nach rechts ein schöner Pfad ab. Nun kommt ein Stück gleichmäßiges Steigen durch Wald, ehe man unvermittelt die freien Wiesen der schön gelegenen Lärchenbergalm erreicht. Von hier blickt man auch recht gut auf den Steinbergstein.
Doch der Pfad wendet sich erstmal in die andere Richtung (Nordwest) und steigt über Wiesenhänge an, ehe er eben nach Westen einschwenkt. So erreicht man die Oberkaralm.
Von hier könnte man Richtung Süden direkt zum Steinbergstein ansteigen, wer jedoch den Lodron "mitnehmen" will, muß über freie Wiesen weiter nach Nordwest bergan (ein ideales Skitourengelände). So erreicht man einen Wiesenrücken, von wo man erstmals auch nach Norden und Westen blicken kann. Fast eben geht es noch ein Stückchen nach Norden hinaus zum Gipfelkreuz des Lodron.
Nach kurzer Rast erfolgt nun eine wunderschöne Gratwanderung nach Süden mit tollen Ausblicken (nur die ganz großen Tauerngipfel zeigen sich erst zum Schluß). Dabei geht es nach dem unscheinbaren Wiesenboden (1947m) erst mal in eine Senke hinab (1907m), ehe man wieder an Höhe gewinnt. Der Ramkarkopf wird westlich umgangen, dann gewinnt man nach und nach an Höhe, bis man am letzten und auch höchsten Punkt beim Gipfelkreuz anlangt.
Von hier blickt man wunderbar hinüber zu den Hohen Tauern mit Großvenediger und Großglockner.
Nach der Pause folgte ich zunächst den Markierungen nach Südosten, schwenkte dann jedoch nach einer Mulde auf den Ostgrat. Der ist ganz gut zu gehen, es tauchten sogar deutliche Pfadspuren auf. Ein kleines Latschenfeld kann rechts umgangen werden.
Dann kommt man in einen Sattel vor einem kleinem Latschenhügel. Am besten wendet sich man nach rechts hinab zur sichtbaren Lagfeldenalm, um von dort auf dem Güterweg um den Berg herum zur Steinfeldalm zu gelangen.
Da mir das zu weit erschien, wendete ich mich nach links in die Nordflanke des Berges, hatte ich doch von oben einige Spuren gesehen. Ich folgte einer Spur, die zu einer schwach ausgeprägten Rippe führte und stieg ab und erreichte so einen kleinen Geländekopf.
Von hier führten Weideviehspuren sowohl nach links als auch nach rechts in steile Wiesenflanken. Da sich links etliche Gemsen tummelten und ich Verwechsungen von Jägern vermeiden wollte, entschied ich mich für rechts. Doch bot der Hang niergendwo eine vernünftige Abstiegsmöglichkeit, so daß ich ohne nennenswerten Höhenverlust zu einer Spur Richtung Osten rüberquerte. Die Spur (mit uralten, nahezu verblaßten Markierungen) führte in den Wald und hätte mich wahrscheinlich um den Berg wieder zurückgebracht. Also suchte ich mir im Wald einen Direktabstieg, der mich über Wurzeln, Gehölz und Sumpf letzendlich auf den Güterweg brachte. Nun blieb ich aber auf dem Gütwerweg bis zum ausgangspunkt (lediglich die weiten Schleifen kürzte ich ab).


Tourengänger: Tef

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