Zwei Burgen, zwei Sägezähne, eine Frucht und ein altes Hotel


Publiziert von Zaza , 10. November 2008 um 19:50.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Jungfraugebiet
Tour Datum:10 November 2008
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 2200 m
Abstieg: 1900 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo burglauenen
Unterkunftmöglichkeiten:in der Nebensaison keine, in der Sommersaison z.B. Weberhütte oder Hotel Faulhorn

Es ist Sonntagabend und die Dinge stehen schlecht...da ist man unverhofft zu einem "Blue Monday" gekommen, doch fehlt eine zündende Tourenidee. Zum Glück gibt's hikr und zum Glück tragen viele User originelle Touren mit präziser Beschreibung und mit Infos zu den aktuellen Verhältnissen ein. Rasch sticht die Tour von omega3 ins Auge...T5 im November und mit kurzer Anreise, das klingt ja ideal!

Zuerst folge ich also bei prächtigem Spätherbstwetter dieser Route...die Fussspuren sind nicht nur nützlich, um sich angenehmer durch den Schnee zu kämpfen, sie zeigen auch an, wo sich gute Fotogelegehnheiten ergeben würden...Im übrigen noch die folgenden Hinweise:
  • Der schöne Wanderweg von Burglauenen nach Bussalp ist offiziell gesperrt. Der Grund ist unklar, ist er doch problemlos begehbar. Vielleicht ist das bereits die Vorbereitung der Wintersperre.
  • Die Burg lässt sich überschreiten, der Südgipfel ist offenbar recht gut zu erreichen. Die Traverse hingegen klingt eher nach T7 ("heikel und verlangt grösste angespannte Vorsicht")...das überlasse ich lieber den Experten.
  • Der Zugang zur Bira kann auch über den SE-Grat erfolgen, den man mit einer Querung auf etwa 2300 m erreicht. Er ist im oberen Teil allerdings saumässig ausgesetzt.
Nach dem Faulhorn verlasse ich die Route und gehe zurück zu P. 2503. Nun wühle ich mich durch den Schnee zur Weberhütte (Männdlenen), deponiere den Rucksack und mache einen Abstecher zur Innri Sägissa (T4). Zurück bei der Hütte steige ich etwa 100 hm ab Richtung Hintisberg und quere dann aufwärts Richtung Ussri Sägissa (T4). Dabei gilt es, in der Flanke die Felsgürtel möglichst gut zu umgehen. Nun geht es retour bis auf etwa 2300 m und dann über den Grat absteigend zur zweiten Burg. Wenn man ein sehr, sehr langes Seil dabei hätte, könnte man nun abseilen. Andernfalls geht es retour, bis etwa in die Fallinie der Ussri Sägissa und dann runter zum Wanderweg Weberhütte - Hintisberg. Von hier abwärts Richtung Burglauenen, wobei ich Glück habe und auf etwa 1200 m Autostop machen kann.

Hinweis:
Der Grat der Sägissa ist nicht durchgehend begehbar, da es diverse senkrechte Abbrüche drin hat. Die südseitigen Umgehungen scheinen unvermeidlich zu sein.


Tourengänger: Zaza

Galerie


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