VAVM 5 Rif. Tomeo - Cap. Soveltra


Publiziert von basodino Pro , 23. Juni 2015 um 22:54.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum:20 Juni 2015
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo Pizzo Barone   Gruppo Pizzo Campo Tencia   CH-TI   prato sornico   cabanna soveltra   Gruppo Pizzo delle Pecore   Gruppo Monte Zucchero 
Zeitbedarf: 6:30
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1300 m
Unterkunftmöglichkeiten:Rif. Tomeo (1739 m), Selbstversorgerhütte, Capanna Soveltra (1534 m), bewirtschaftet
Kartennummer:1272 Pizzo Campo Tencia

Lange habe ich auf diese Etappe gewartet und heute war es endlich soweit. Dabei begann alles mit einem Vorbehalt, da mir eine Wanderin am Vorabend gesagt hatte, der Wirt der Soveltra hätte vom Unternehmen abgeraten, da noch zu viel Schnee läge. Außerdem sah es den halben Morgen eher nach Regen aus und der war beim letzten Anlauf auch kein guter Wegbereiter.

Zunächst zweigt man an der Hütte aufwärts ab und ersteigt eine erste Geländeschulter, quert dann nur noch leicht ansteigend in einen Hang, den man steiler ersteigt, um oberhalb einiger Abbrüche wieder flacher weiterqueren zu können. So gelangt man nach Corte Piatto (2058 m). 0 h 50 min, T2.

Kurz vor den Ruinen bzw. der einen erhaltenen Hütte sieht man bereits ein blaues Zeichen, welches man direkt ansteuern kann. Man kann aber auch die Kehre komplett durchlaufen, um sich die Zeichen des früheren Alpbetriebes hier zu vergegenwärtigen. An der Hütte kehrt sich die Aufstiegsrichtung um und man steigt nun nach links auf. Zunächst ist dies aber eher eine Querung mit nur wenig Höhengewinn. Schließlich erreicht man nach einer erneuten Kehre unschwierig den Pass (2156 m). 0 h 25 min, T2.

Nach dem Pass geht es kurz wenig steil hinab, dann quert man nach rechts und steigt steiler Blockgeröll hinab. Dort traf ich dann bald auf den ersten Schnee. Die Wege verzweigen sich rot nach unten ins Val Pertüs und nach rechts blau in eine Querung. Nun sind Geröll und Schneefelder zu queren. Zur Zeit sind es noch ca. 50% Schneefelder, später im Jahr verschwinden diese meist vollständig. Schließlich erreicht man alte Gemäuer bei einigen Felsen (1991 m). 1 h 00 min, T3.

Man erreicht den Weg aus dem Val Pertüs zum Passo di Redorta, dem man aber nur für ca. 40 Höhenmeter gemütlich folgt. Dort trennt sich rote und blaue Route, die blaue nach links aufwärts. Dieser folgt man bis zu einem markanten Felsvorsprung, wo die blaue Route eintritt, die direkt vom Passo di Redorta herkommt. Nun etwas steiler hinauf in einen Grashang, der links von einer prägnanten Rinne begrenzt wird. Recht früh durch diese hindurch. Zur Zeit ist sie noch halb mit Schnee gefüllt, der durch den Bach in der Rinne ordentlich unterhöhlt ist. Vorsicht ist geboten. Theoretisch kann man sie auch weiter oben durchqueren, wenn das auf der markierten Route nicht gut aussieht.
Nun steigt man jenseits in einen weiteren großen Grashang ein, der parallel zur Rinne erst einmal eine Art unscheinbare Rippe bildet. Hier haben sich kurzzeitig zwei Wegverläufe gebildet (wie weiter oben auch nochmals) und man folge einfach den neuer erscheinenden Wegzeichen. Nach der Rippe quert man tendentiell weiter nach links bis unter eine unscheinbare Scharte, die durch einen großen Steinmann leicht kenntlich ist. Überall findet sich eine erstaunlich gute Spur und die Steilheit hält sich in erträglichen Grenzen. Man steigt direkt zur Scharte hinauf, einmal helfen Ketten über eine kurze Felsstelle. 1 h 50 min, T4.

An der Scharte ändert sich dann zur Zeit die Jahreszeit. Ist man bis dahin fast ohne Schnee durchgekommen, befindet man sich jenseits wieder im Winter. Ich stieg erst noch ca. 30 m auf dem Rücken höher und fand dort zwischen schönen Felsen einen halbwegs windgeschützten Pausenplatz.
Nach der Pause überwindet die Route zunächst eine kleine Stufe hinab. Hier musste ich mir ein paar Stufen schlagen, bevor das Gelände durchgehend leicht wird und sich phasenweise zum Abrutschen eignet. Diese Steilstufe lässt sich auch links oder weiträumig rechts (im Sinne des Abstieges) umgehen. Durch die Schneemassen kann ich über den weiteren Weg wenig sagen. Alle 50 m sieht man ein Wegzeichen und auf ca. 2250 m erreichte ich einen Rücken, der dort den beginnenden Ri di Larecc südseitig begrenzt. Über diesen steigt man noch ein wenig hinab, bevor man rechts hinab zum Bachbett steigt und es überwindet. Hier bin ich dem eigentlich Durchgang rechts höher ausgewichen, um eine bessere Schneeunterlage zu haben. Auf der nordseitigen Begrenzung hat man das Thema Schnee dann aber weitgehend hinter sich. Man quert die Hänge leicht absteigend. Bei ca. 2100 m überquerte ich einen weiteren Bach (schöner Wasserfall oberhalb, vielleicht nur im Frühjahr), wo sich ein toller Pausenplatz ausmachen ließ. 0 h 50 min, T3.

Der Weg verliert nun wieder stärker an Höhe und schmiegt sich bald an die Felsenflucht vor einem an. Jetzt bekommt man noch etwas VAVM-Feeling, da der Weg immer schlechter wird und nurmehr einer schmalen schrägen Schneise im Gras ähnelt, als einem ausgebauten Weg und auch das Gelände wieder heikler wird. So steigt man hinab zu P. 1840. Die folgende Querung muss sich der Weg durch das wilde Gelände suchen und steigt dabei noch 2 x an, insgesamt sind wieder 60 Höhenmeter zu ersteigen (einmal 35, einmal 25 Höhenmeter). Dann aber wird es schnell wieder beschaulich und bei Pianconi (1877 m) hat man das Thema Aufstiege abgehakt. Zunächst steil, dann immer flacher geht es zur Feuchtwiese Cna Nuova hinab und bald ist die Capanna Soveltra erreicht. 1 h 35 min, T3+.

6. Etappe hier!

Tourengänger: basodino


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