Schiberg - Brennaroute und Schibergspalt


Publiziert von Djenoun , 6. Juni 2015 um 20:35.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum: 6 Juni 2015
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Oberseegruppe   CH-GL 
Aufstieg: 1450 m
Abstieg: 1450 m
Kartennummer:1153 Klöntal

Früh zu starten war heute fast ein Muss. Einerseits waren hohe Temperaturen angesagt, andererseits musste man mit frühen Gewittern rechnen.
Ich wollte zum Schiberg auf der Brennaroute mit einem kleinen Plus zwischendrin. Anschliessend könnte ich allenfalls den Wetterverhältnissen entsprechend noch erweitern.

Vom Wägitalersee führt der Wanderweg via Fällätschen und Schwarzenegg zur Bockmattlihütte und zum Einstieg in die Brennaroute. Bei trockenen Verhältnissen macht die Kletter-Kraxelei im doch teilweise steilen Gelände Spass. Spuren und Markierungen weisen eigentlich zuverlässig den Weg. Bald erreiche ich den "Gendarm", passiere die kleine Abkletterstelle und steige über den Schlusshang hinauf zum Schibergsattel.

Nun aber zum Plus: Bei der Überschreitung des Schibergs muss man ja gleich nach dem Schiberg-Nordgipfel in eine Scharte absteigen und auf der anderen Seite wieder hoch. In diese Scharte führt aus der Fanenhöli durch die Westflanke ein Couloir, dem ich den Namen Schibergspalt gegeben habe. Da wollte ich hinaufklettern. Ich steige also ein Stück ab und gehe über Restschnee und den Geröllfächer zum Einstieg. Gleich zu Beginn muss der erste Klemmblock überklettert werden und man gewinnt schnell an Höhe. Es folgen weitere Klemmblöcke, zwischendrin ist das Gelände schotterig und eher lebendig. Im oberen Teil wird der Spalt breiter und man kann nach rechts über ein kleines Wändchen aussteigen oder bis zur Scharte im Couloir bleiben, um dann der offiziellen Route weiter zu folgen.

Nach diesem Intermezzo erreiche ich schnell den Schiberg-Südgipfel. Dass man tolle Leute antrifft, die man genau hier und nur hier schon einmal angetroffen hat, muss ja quasi gefeiert werden. Dementsprechend ausgedehnt wird die Gipfelrast...

Da nach wie vor keine Gewitter im Anmarsch sind, beschliesse ich, noch dem Plattenberg meine Aufwartung zu machen. Zurück bei der Furgge nehme ich den Weg durch die Schneeschmelzi in Angriff. Nur an einer kurzen Stelle liegt noch Schnee. Allerdings gibt es da bei einem Ausrutscher kein Halten mehr, weshalb ich lieber zum Pickel greife. Schon auf dem Weg zum Bockmattlipass fasse ich den Bockmattli auch noch ins Auge, es ist weiterhin sonnig, keine Gewitter sind in Sicht und auf dem Bockmattli war ich noch nie. Oben geniesse ich die Ausblicke auf die übrigen Wägitaler bevor ich via Chälen absteige und zum See zurückkehre.

Tourengänger: Djenoun


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