Über den Giswilerstock zur Rossflue


Publiziert von poudrieres , 6. Juni 2015 um 19:26.

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum: 6 Juni 2015
Wandern Schwierigkeit: T5+ - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-OW   Hagleren und Giswilerstöcke 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 750 m
Abstieg: 750 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit PW
Kartennummer:map.geo.admin.ch

Giswilerstock (Kreuz P.1825m) - Schafnase (2010m) - Rossflue (2081m).

Der Giswilerstock ist ein Ausläufer des Brienzer Grates und Teil der Bergkrone des Marientals - des Talschlusses der Waldemme. Verkehrsmässig ist das Massiv erschlossen durch die Panoramastrasse, die Sörenberg mit Giswil verbindet, und von der aus man die gastliche Fluonalp erreicht.
Schafnase (rechts) und Vordere Rossflue
Bei Start an der Fluonalp um 9 Uhr herrschen schon hochsommerliche 23°C. Doch eine Brotzeit will verdient sein und so nehme ich erst einmal den gut markierten Weg zum Stock-Kreuz. Dieser quert erst die offenen Hänge unter der Rossflue, bevor er im Wald im SO-Hand des Giswilerstocks zum wuchtigen Kreuz aufsteigt.

Vom Kreuz geht es ein kurzes Stück zurück, bis eine deutliche Wegspur abzweigt, oberhalb des Wanderwegs quert und schliesslich zu P.1855 aufsteigt. Die Wegspur führt wegen der Bewaldung ein Stück unterhalb der Gratline entlang zuletzt über Weltkriegsnarben zum Kreuz bei P.1940. Dort ist die Wanderung zu Ende und die Tour beginnt: Eine Wegspur führt steil hinab zu einem Grat, der in leichtem Auf und Ab den direkten Übergang zur Schafnase erlaubt.

Nahe der Gratlinie ist der Fels recht stabil, kurze schrofig krümelige Passagen mit viel Luft sind ein wenig unangenehm. Kurz bach einem alten Gehölz ist man wieder auf blumigen Wiesen, ein Wegspur auf einem Band leitet zum NW-Grat und über diesen zum Gipfel der Schafnase. Eine Mutter-Kind-Seilschaft kommt mir über den NW-Grat nach: T6- ist offenbar kinderleicht :-D.

Eine deutliche Wegspur führt hinab zur Furgge und weiter gegen die Vordere Rossflue. Nach einer felsigen Partie verliert sich die Wegspur auf den Wiesen, die zum Vorgipfel hin aufsteilen. Der Abstieg vom Vorgipfel ist noch einmal einen Tick anspruchsvoller : Wohlmeinende haben an den besonders luftigen Stellen Bohrhaken angebracht. Einen wuchtigen Felskopf umgehe ich ostseitig, bevor es wieder über steile Wiesen zur Hinteren Rossflue hinaufgeht.

Ich verzichte auf den Abstieg Chringe und wähle die Komfortroute über Schneefelder zum Furggenweg und von dort zurück zur verdienten Brotzeit an der Fluonalp.

P.S.: Mehr Bilder auf Google+.

Route: Fluonalp - Stock-Kreuz - P.1940 - Schafnase - Furgge - Vordere Rossflue - Hintere Rossflue - Fluonalp.

Orientierung: Nur wenig markierte Wege, häufig nur Wegspuren oder weglos.

Variante: Aufstieg über NW-Grat, Abstieg von der Hintere Rossflue zur Chringe.

Schwierigkeit: Bis zum Stockkreuz T2. Bis P.1940 T3+. Weiter zur zur Einsattelung vor der Schafnase T5. Überschreitung der Schafnase und Übergang zur Vorderen Rossflue über Furgge T4-. Weiter zur Hinteren Rossflue T5+(II). Abstieg zum Furggeweg T4+. In der gewählten Begehungsrichtung sind alle heiklen Passagen im Abstieg! 

Bedingungen: Heiss und trocken. Ausgedehnte Schneefelder in den ostseitigen Rinnen der Rossflue.

Ausrüstung: Bergwanderausrüstung.

Einkehrmöglichkeit: Fluonalp.

Parkmöglichkeit: Fluonalp.

Literatur: Entlebuch / Emmental; Ewald Ackermann; SAC-Verlag.

Links: Bärgmandlipfad Giswil.

Karte: SwissTopo-Karte mit importiertem KML-Track.

Tourengänger: poudrieres


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Geodaten
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 25545.kml Schafnase

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