Biwak Kleiner Mythen (1811m), W-Aufstieg Griggeli


Publiziert von Bergamotte Pro , 6. Juni 2015 um 19:00.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum: 4 Juni 2015
Wandern Schwierigkeit: T5+ - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Mythengruppe   CH-SZ 
Zeitbedarf: 2:15
Aufstieg: 600 m
Abstieg: 600 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW bis Hagenegg, wenige PP
Kartennummer:1152 Ibergeregg

Manche kriegen den Mund einfach nicht voll. Da habe ich bereits vor einer Woche auf dem Haggenspitz biwakiert und nun ziehe ich schon wieder los. Es hat sich gelohnt: das Wetter milder, die Stimmungen schöner, die Aussicht besser.
Die Tour peppe ich dieses Mal mit einer mir unbekannten Route auf. Der Westaufstieg ins Griggeli wird relativ selten gemacht, zu unrecht wie ich feststellen darf. Er ist einsamer, wilder, gut zu finden und nur unwesentlich schwieriger als die Normalroute von Osten.


Auf den Fotos erkennt man unschwer die wunderbare Abend- und Morgenstimmung auf dem Gipfel, jegliche Worte wären fehl am Platz. Ich beschränke mich auf eine Beschreibung des Westaufstiegs in den Griggelisattel (s. Topo), welcher eher selten gemacht wird. Zuerst hatte ich Bedenken, mit dem schweren Rucksack in eine mir unbekannte BG-Route einzusteigen - im nachhinein unbegründet. Ab Hagenegg (1414m) folgt man zunächst dem Zustieg in den Haggenspitz Nordgrat. Gemäss LK und Clubführer zweigt kurz vor den ersten Felsen ein Weg rechts ab. Den Abzweiger hab ich verpasst (ob er überhaupt existiert?) und steige deshalb wenig später wieder leicht gegen Westen ab. Tatsächlich treffe ich hier auf schwache Wegspuren und Steinmannli, welche mich bis zur grossen Geröllhalde unterhalb des Haggenspitz führen. Diese wäre selbst ohne Weg nicht zur verpassen, einfach südwärts durch den Steilwald.

In beliebiger Linienwahl (auch hier teils Wegspuren vorhanden) überquert man das Gemisch aus Geröll und Gras, wobei man eine gut sichtbare Felsrinne anpeilt. Hier setzt der Hauptaufstieg ein. Dabei hält man sich nicht an die ausgewaschene Rinne, sondern ans steile Schrofengelände links davon. Bei Trockenheit und für erfahrene Alpinwanderer gut zu begehen (T5+). Irgendwann zweigt linkerhand ein Grasband ab, nicht zu übersehen und mit deutlichen Wegspuren. Dieses Band führt in wenigen Minuten unschwierig (T4) in den Griggelisattel hoch. Vorsicht, die Route ist steinschlaggefährdet, unbedingt Helm mitnehmen. Kurz nachdem ich das Band passiert habe, hagelt es in regelmässigen Abständen Geröll, und zwar nicht zu knapp. Ab dem Griggelisattel folge ich der gut ausgetretenen Normalroute auf den Kleinen Mythen (1811m), sprich unter Umgehung des Kamins.

Tourengänger: Bergamotte

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