2 - Tagestour durch den Alpstein (Teil II)


Publiziert von alpstein Pro , 31. Oktober 2008 um 13:27.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:15 Oktober 2007
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Alpstein   CH-AI   CH-SG   CH-AR 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 700 m
Abstieg: 1500 m
Strecke:Säntis - Rotsteinpass - Zwinglipass - Mutschensattel - Saxer Lücke - Staubern - Hohen Kasten
Unterkunftmöglichkeiten:Berggasthaus Säntis Berggasthaus Rotsteinpass SAC Zwinglihütte Berggasthaus Staubern

2. Tag: Säntis - Rotsteinpass - Zwinglipass - Mutschensattel - Saxer Lücke - Hoher Kasten

Für 7.40 Uhr war der Sonnenaufgang angekündigt und so stand ich rechtzeitig wieder oben auf dem Gipfel. Zuerst warf die Sonne ihr Licht auf die 4000er im Berninamassiv, bis sie dann einige Minuten später Richtung Arlberg hinter den Bergen hervorkam.

Anschließend erfolgte das Frühstück, bei dem die Anwesenden ihr Tagesprogramm austauschten. Dabei kam ich auf die Idee nicht auf einer direkten Route Richtung Tal abzusteigen, sondern möglichst lange oben in der Sonne zu bleiben. So kam es, dass ich den Hohen Kasten (1795 m) anvisierte, der nach der Marschzeitgrafik meiner Karte ohne wesentliche Höhenverluste und ohne längere Anstiege in ca. 7 Std. zu erreichen sein sollte.

Über den gut gesicherten Lisengrat, der immer wieder wegen seiner teilweisen Ausgesetztheit ein besonderes Erlebnis ist, machte ich mich auf den Weg Richtung Rotsteinpass.  Drei Steinböcke kamen mir dabei vor die Kamera und liesen sich nicht stören.

Die Fernsicht, bis zu den Gipfeln des Berner Oberlandes, war auch am 2. Tag wieder phänomenal. Nach einer Stunde kam ich dann am Rotsteinpass (2124 m) an. Von dort nahm ich den Steig durch die Fliswand auf die Altmannschulter (2334 m) in Angriff. Oben angekommen ging es auch schon wieder abwärts Richtung Zwinglihütte des SAC und Zwinglipass (2011 m).   

Über den plateauartigen Chreialpfirst (2126 m) führte der Weg dann ein längeres Stück relativ eben Richtung Mutschensattel. Auf dem Chreialpfirst machte ich eine Pause und bewunderte das Panorama mit den Gipfel am fjordartigen Fälensee, der aber selbst im Schatten lag.

Am Mutschensattel angekommen, wunderte ich mich nicht schlecht, weil dort, wie am Zwinglipass, immer noch 4 Std. 30 Gehzeit zum Hohen Kasten angegeben waren.

Über die Roslenalp und an den imposanten Kreuzbergen vorbei ging es dann hinunter zur Saxer Lücke auf 1649 m.

Von hier an war ich dann auf dem geologischen Höhenweg, der vom Hohen Kasten zur Saxer Lücke führt. Es ging nun wieder ein paar Höhenmeter hinauf auf den Kamm mit herrlichem Blick ins Rheintal und nach Vorarlberg, sowie in den Alpstein. Nach ca. 5 Std. Gehzeit kam ich dann an der "Stauberen", einem Berggasthaus auf 1751 m Höhe, das vom Rheintal mit einer kleinen Seilbahn erreichbar ist, an.

Bis zum Hohen Kasten sollten dann laut Wegweiser noch mal 1 Std. 45 Gehzeit vor mir liegen. Das letzte Stück verläuft dann noch mal in einigem auf und ab und zum Schluss wartete noch mal ein Anstieg von gut 200 Höhenmeter auf den Hohen Kasten auf mich.

Beim Blick zurück zum Säntis konnte ich kaum glauben, dass die Strecke auf den Hohen Kasten in ca. 7 Std.  zu schaffen ist.

Mit der Seilbahn fuhr ich dann nach Brülisau runter und mit Bus und Appenzeller Bähnle habe ich nach kurzer Zeit den Ausgangspunkt Wasserauen erreicht. Diese Tour war wegen der tollen Wege, dem Aufenthalt im Berggasthaus und des traumhaften Wetters ein absolutes Highlight in meiner "Wanderkarriere".

Der Bericht vom 1. Tag steht hier





Tourengänger: alpstein

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