Auf wildem Pfande auf den Chasseral


Publiziert von Aemmitauer , 27. Mai 2015 um 09:42. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Berner Jura
Tour Datum: 7 Mai 2015
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 6:45
Aufstieg: 926 m
Abstieg: 926 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Villeret
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Villeret

Wir starten mitten in Villeret, wo es einen grossen öffentlichen Parkplatz hat. Zuerst folgen wir dem Radweg auf der Westseite des Baches, um dann im Einstieg zur Combe Gréde auf den eigentlichen Wanderweg zu gelangen.

Der Weg führt schnell in die Höhe, und ist mit Stegen an die bereits im Beginn recht eindrücklichen Felsen gelegt. Nach einer ersten Stufe erreichen wir ein kleines Hochtal, wo sich die Bäche verzweigen. Nun geht es erst so recht zur Sache. Der Weg wird zusehends steiler, und schon bald erreichen wir die ersten Leitern, welche ein Weiterkommen erst ermöglichen.

Nun stehen wir im hintersten Kessel, und es stellt sich die Frage, wie weiter. So auf den ersten Blick wirkt es wie eine Sackgasse. Der Weg führt über mehrere Bänder auf der Ostseite in die Höhe, so dass wir die diversen Steilstufen, welche nun folgen, bequem umgehen können.

Nach gut einer Stunde Aufstieg erreichen wir bei Pré aux Auges das Ende der Combe. Wir stehen nun in einem Hochtal. Wir entscheiden uns für den Weg nach Osten, in Richtung des kleinen Chasserals.

Das liebliche Tal wäre im Oberland sicherlich ein Refugium für Murmeltiere, aber im Jura...?
Bereits nach einigen hundert Metern schaut uns ein solcher Kobold interessiert zu, und recht bald entdecken wir viele seiner Kollegen. Keine Pfiffe, und nur mässige Scheu vor uns Menschen. Ein deutlicher Unterschied zu den Alpen. 

Durch tausende von Krokussen und Osterglocken erreichen wir den kleinen Chasseral, und von dort ist es nur noch ein Katzensprung zum gossen Sendemast, Wahrzeichen des Chasserals.

In Mitten von Frühlingsenzianen und anderern Frühblühern machen wir eine ausgiebige Rast, und geniessen die Aussicht über die Juraseen und das Seeland. Über den Wolken, welche den Voralpen entlang hängen, zeigt sich sogar die schneebedeckte Alpenkette.

Nun gilt es den Weiterweg zu planen. Zuerst folgen wir dem Weg bis zum Hotel, um dann auf der Nordseite den Chassereal wieder zu verlassen. Bei Pré aux Auges geht es nicht wieder zurück in die Combe, sondern wir folgen dem Weg in Richtung Ruine Château d'Erguel. Somit erreichen wir als nächstes den Aussichtspunkt La Corne, von welchem wir eine spektakuläre Sicht auf unsere Aufstiegsroute geniessen können.

Über die schönen Juraweiden geht unser Weg in Richtung Sonvilier, wo oberhalb des Dorfes die Ruine des Schlosses auf einem Felssporn tront.

Wir könnten nun nach Sonvilier absteigen, und am Gegenhang St. Immer erreichen. Wir entscheiden uns, über die zahlreichen Waldwege direkt in Richtung St. Immer zu gehen. Am Friedhof vorbei führt uns der Weg wieder zurück nach Villeret, wo eine verdiente Erfrischung als Lohn winkt.

Interessante und landschaftlich sehr reizvolle Tour mit grandiosen Aussichten und Tiefblicken. Wir könne sie nur wärmstens empfehlen.

Fotos: Domino

Tourengänger: Aemmitauer, Domino

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