Maderanertal (Urner Wanderwoche 10.-19.Okt.08)


Publiziert von saebu , 28. Oktober 2008 um 23:04.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:13 Oktober 2008
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 4 Tage
Strecke:Golzern-Blindensee-Hinterbalmhütte-Schafweg-Hüfihütte-Windgällenhütte-Golzern
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit dem Postauto ab Amsteg nach Bristen/Golzern
Unterkunftmöglichkeiten:www.top-of-uri.ch Hinterbalmhütte (privat, bewartet) Hüfihütte SAC (Winterraum) Windgällenhütte AACZ (bewartet)
Kartennummer:Urner Wanderkarte: Maderanertal

13.Okt. T3
Heute geht’s nun ab ins wildromantische Maderanertal. Mit dem Postauto fahren wir via Amsteg über die steile und ausgesetzte Strasse nach Bristen und weiter bis zur Endstation Golzern Talstation 832m. Hier beginnt unser langer Marsch ins Tal hinein. Auf der linken Bachseite steigen wir via Lägni, Alp Stössi nach Niederchäseren auf. Wir möchten über den in der Karte eingezeichneten Weg via Glatten Rain zur Hinterbalmhütte aufsteigen. Doch ein Älpler rät uns davon ab. Denn der Weg sei sehr steinschlaggefährdet und schon seit mehr als 3 Jahren nicht mehr begangen. Also führt uns der Weg weiter ins Tal hinein via Guferen nach Blindensee 1’374m, wo aber gar kein See zu finden ist. Ab hier geht’s nun endlich richtig aufwärts. Dem Brunnibach entlang führt uns der schöne und wilde Hüttenweg zur Alp Hinterbalm 1’820m, wo wir in der noch bewarteten Privathütte Hinterbalm übernachten können. Wir werden von Jauch Resi super bewartet und erhalten viele interessante „Einheimischentipps“ und erfahren auch Näheres über mögliche Tourenziele in der Umgebung. Wir kommen gerne wieder! Danke!
 
14.Okt T4
Nach dem der Platzregen vorbeigezogen ist, machen wir uns auf den Weg Richtung Hüfihütte. Über Alp Düssi steigen wir auf das Bödeli, welches sich am Fusse des Düssi befindet. Über den ausgesetzten Schafweg, welcher blau-weiss markiert ist, steigen wir auf den Hüfihüttenweg ab. Wegen dem Regen ist alles Nass und glitschig, was den Abstieg recht heikel macht. Wir sind sehr froh über die, an den Schlüsselstellen angebrachten, Fixseile! Von ca. 1’869m geht’s nun wieder aufwärts zur schön gelegenen Hüfihütte 2’334m, wo wir die Nacht im Winterraum verbringen werden. Leider ist das Wetter sehr neblig und wir können die schöne Sonnenterrasse nicht benützten. Zum Zeitvertrieb machen wir noch einen Ausflug Richtung Hüfigletscher und hinauf nach ober Hüfi 2’457m.
Nach der Rückkehr machen wir uns dann glücklicherweise schon ans Wasserkochen und mit etwas Geduld können wir dann unsere Suppe und die Teigwaren geniessen. Inzwischen hat sich der Nebel verzogen und draussen wird es immer heller vom Vollmond. Lange geniessen wir draussen noch diese Stimmung bevor es ab in den kuscheligen und warmen Schlafsack geht.
 
 
15.Okt. T3
Nach einer kühlen aber angenehmen Nacht im Wärmespendenden Schlafsack, heisst’s nun wieder Hütte winterdicht machen und auf dem Hüttenweg bis nach Riedbödmer 1’423m absteigen um dann auf der anderen Talseite gerade wieder aufzusteigen. Leider geht’s nicht anders, denn der Gletscher hat sich stark zurückgezogen und eine unüberwindbare Schlucht hinterlassen. Via Saas, Tritt, Öfeli, Stäfel gelangen wir auf dem sehr schönen Höhenweg zur Windgällenhütte 2’032m, wo wir diese Nacht verbringen werden. Wir werden vom brandneuen Hüttenwartspaar Wisi und Annina Arnold bewirtet…..sie machen das super!
 
 
16.Okt. T3
Für heute sind die Wetterprognosen nicht mehr sehr gut und wir machen uns zeitig auf die heutige Etappe. Wir laufen von der Hütte weg, ziemlich auf der Höhe bleibend, via Bernetsmatt zur Alp Oberchäseren 1’925m. Ein bisschen müssen wir nun wieder zurücklaufen nach Bläck 1’917m. Ab hier finden wir die Wegspuren, welche uns ganz steil und auf direktem Weg nach Seewen 1’423m am Golzernsee bringen. Der Weg ist im steilsten Teil sehr gut unterhalten und immer wieder gibt’s Bänkli zum Ausruhen und Aussicht geniessen. Eigentlich sei dies ein Privatweg der Älpler und diese seien gar nicht erfreut, wenn die Touristen ihren Weg benützten, erklärt uns der Wirt im Rest. Edelweiss. Der Weg ist ja auch nicht markiert, aber das geübte Auge erkennt ganz klar, die in der Karte eingezeichneten Wegspuren…naja, wir sind noch am Leben ;o)!
Es hat nun angefangen zu regnen, dennoch machen wir einen kurzen Rundgang um den schönen Golzernsee. Später fahren wir dann mit der Seilbahn nach Golzern runter und marschieren nach Bristen, wo wir uns mit Proviant für die nächsten Tage eindecken.
Mit dem Postauto geht’s dann wieder runter nach Amsteg, wo wir auf den Bus Richtung Göschenen umsteigen. In Intschi steigen wir aus und fahren mit dem Seilbähnli rauf zum Arnisee und übernachten im Rest. Alpenblick.

Tourengänger: saebu, Steimandli

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