CHAISERSTOCK 2515m


Publiziert von Wolfenstein Pro , 26. Oktober 2008 um 15:06. Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:25 Oktober 2008
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   CH-UR 
Zeitbedarf: 2:00
Aufstieg: 800 m
Strecke:Gitschen - Lidernenhütte - Seelenen - Chaisertor - Chaiserstock

     
  Mit dem herzigen Chäppelibergbähnli aus dem Nebel im Tal in herrlichstes Wetter nach Gitschen (1716m) hochgegondelt.

Auf Lidernenhütte (1727m) einen späten Z'Nüni genommen; um halb 11 dann Richtung Ober Hüttli (1794m) aufgebrochen. Langsam ansteigend, das Schmal Stöckli passierend, geht's auf erst gut markierten Bergpfaden zu den Seelenen (1942m). Ab hier führt der Weg mit etwas mehr Steigung über die Löcher (ca. 2070m) zur Südwand des heutigen Zielberges. Die nun fehlenden Markierungen kann man mit ein wenig Aufmerksamkeit gut kompensieren. Es sind durchgehend Wegspuren der vielen Berggänger zu erkennen. Selbst wenn man mal vom Weg abgekommen sein sollte, stellt die Tour keine allzu großen Herausforderungen an den Orientierungssinn dar.

Etwas ungemütlicher wird's dann auf dem Geröllfeld am Bergfuß. Lockerer Kies und Fels erschwert den Aufstieg zum Pt. 2270, wo sich der Weg mit dem vom Rossstock her vereint und nun wieder leicht zu gehen ans Chaisertor (2360m) führt. Nach Überwindung der ersten kurzen Scharte geht's ans Klettern. Den ersten Turm umgeht man normalerweise nordwärts, ist aber auch an der Südflanke machbar. Ab hier weiter kraxelnd den Grat entlang. Die angebrachten Stahlseile empfand ich teilweise eher als störend denn als Hilfe, queren sie doch immer wieder die optimale Route.

Die Kette kurz vor dem Dach hat allerdings durchaus ihre Berechtigung. Den Rest erklimmt man einfach auf dem breiten Bergrücken bis zum Gipfel (2515m). Es folgt ein ungläubiger Blick auf die Uhr. Grade mal 2 Stunden haben wir gebraucht, obwohl die Tour ab Lidernenhütte mit 3h angschrieben ist. Meiner Meinung nach recht großzügig bemessen. Gipfelbuch, Gipfelfoto, Gipfelbier. Die Aussicht auf die vielen Berge der Zentralschweiz sowie der Anblick des ausgedehnten Nebelmeeres bis ca. 1200m ist einfach grandios.

Nach längerem Verweilen in der Höhe über dieselbe Route wieder zurück. Der Kletterabstieg war gar nicht so schlimm, wie man beim Aufstieg hätte denken können. Mit etwas Konzentration auch für Ungeübte unschwer zu meistern. Zu guter Letzt auf der ansprechenden, neu renovierten Lidernenhütte Gaumen und Kehle verwöhnt.

Fazit: Anfangs eher unspektakuläre, wegen der Kletterstellen aber dann durchaus interessante Tour auf den Höchsten zwischen Urnersee und Muotathal.
 
 

Tourengänger: Wolfenstein, schnapsi

Galerie


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