Drunengalm 2408 m in der Niesenkette inkl. etwas Sprachwissenschaft


Published by johnny68 Pro , 14 October 2008, 19h52.

Region: Monde » Switzerland » Bern » Simmental
Date of the hike:13 October 2008
Waypoints: Drunegalm / Drunengalm 2408m. 7898 ft. (8)
Geo-Tags: Niesenkette 
Time: 5:30
Height gain: 1300 m. 4264 ft.
Height loss: 1300 m. 4264 ft.
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Route:Rothbad - Drunengalm - Rothbad
Access to start point:Mit dem PW bis nach Rothbad
Accommodation:in Rothbad oder Oey

Zuerst zwei sprachliche Vorbemerkungen: In der Landeskarte (und im hikr) ist der Name dieses Berges falsch geschrieben. Der Berg heisst "Drunengalm" und nicht "Drunegalm". Im Feld auf den Wegweisern steht immer richtig "Drunengalm".  Zur Bedeutung dieses etwas sonderbar tönenden Namens: "Drunen" sind "Drachen". Galm heisst "Schall" oder "Echo". Also ist der Drunengalm der Berg, von welchem der Schall der Drachen tönte. Ich habe auf meiner Tour allerdings keine Drachen mehr angetroffen.......... Die Form des Berges ist vom Diemtigtal her gesehen muschelförmig, so dass man sich vorstellen kann, dass es bei Gewittern von diesem Berg herab schon recht tönt.
Gestartet bin ich in Rothbad, das etwas oberhalb des Talgrundes liegt. Der Talgrund mit dem Chirel-Bach sieht im übrigen vom grossen Unwetter 2005 immer noch sehr mitgenommen aus; vielerorts ist eine grosse Steinwüste zurückgeblieben, und die Brücken sind noch nicht alle wieder aufgebaut.
Von Rothbad geht es auf Feldwegen den Hang hinauf, bis man nach Drunen gelangt. Hier nimmt man auf 1549 m den Bergweg Richtung Oberdrunen. Diese Alp auf 1737 m erreicht man in etwa 20 - 30 Minuten. Man geht den steilen Hang weiter hoch und erreicht auf 2080 m die Gratkante zum Drunengalm. Man folgt dem leichten Grat bis zum Vorgipfel auf 2396 m (angeschrieben mit Drunengalm 2396). Der Grat dreht sich hier in Richtung Süd; den höchsten Punkt mit dem Gipfelkreuz auf 2408 m erreicht man in rund 10 Minuten.
Der Drunengalm ist von Norden her der dritte Berg in der Niesenkette. Der Nachbar nördlich ist das Fromberghore 2394 m, der Niesen mit 2362 m steht zuvorderst direkt über dem Thunersee. Richtung Süden blickt man vom Drunengalm über die ganze Niesenkette bis zur Männlifluh 2652 m. 
Leider war das Wetter an diesem Tag sehr dunstig, so dass man die Berner Alpen nur wie durch einen Schleier sah. Auch der Blick ins Mittelland war begrenzt; man sah kaum über Thun hinaus. 

Hike partners: johnny68

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Comments (6)


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Sputnik Pro says: Name
Sent 14 October 2008, 22h05
Auf den Schweizer Landkarten werden in neuerer Zeit die Gipfelnamen (wie auch Flurnamen) meist nur noch im lokalen Dialekt angeschrieben. Auf "Bärndütsch" heisst so die Drunengalm nur Drunegalm.

Zaza Pro says:
Sent 15 October 2008, 07h32
Genau...es kommt einfach drauf an, welche Ausgabe der LK man verwendet. Besonders verwunderlich finde ich den Namen "Loner" auf den neuen Karten...sooo einsam ist dieses brüchige Ding nun auch wieder nicht.

Naja, vielleicht wird's ja konsequent weiter entwickelt, und dann steht bald "Gämf", "Züri" und "Bärn" auf den Karten.

ABoehlen Pro says: RE:
Sent 16 October 2008, 14h16
Als swisstopo-Mitarbeiter ist mir diese Thematik leider bestens bekannt und ich denke mir meinen Teil dazu... Leider sind uns aber die Hände gebunden, da die swisstopo hier nur ausführende Behörde ist, die Namen aber von den Kantonen festgelegt werden. Typisch Schweiz halt...

"Bärn", "Zürif" etc. werden wir aber nie in der Karte zu lesen bekommen, ausser eine Gemeinde ändert effektiv ihren Namen. Auch bedeutende und überregional bekannte Berge wie Niesen, Matterhorn etc. werden ihre Schreibweise behalten. Somit werden wir auch kein "Horu" in der Karte antreffen.

johnny68 Pro says: RE:
Sent 16 October 2008, 21h43
Mir ist die Namens-Diskrepanz eigentlich erst richtig aufgefallen, als ich mit meinem ausgedruckten swisstopo-Kartenausschnitt vor Ort auf sämtlichen Strassenverkehrsschildern (Wegweiser und Ortstafeln) und auf den Wanderwegweisern einheitlich Drunen bzw. Oberdrunen, Unterdrunen und Drunengalm fand, swisstopo aber einheitlich immer "Drune" verwendet. Dieses Nebeneinander ist nicht sehr sinnvoll, könnte es doch in andern Fällen zu Verwechslungen oder Missverständnissen Anlass geben.

ABoehlen Pro says: RE:
Sent 17 October 2008, 06h39
So ist es. Leider beschränkt sich die ganze Problematik nicht nur auf ein gestrichenes Endungs-"n", sondern nimmt teilweise ziemlich groteske Formen an. Ein Beispiel ist die Honegg im nördlichen Napfgebiet, die neuerdings als "Honig" in der Karte auftaucht. Wer erkennt da schon auf den ersten Blick den Zusammenhang?

Mat says: Ortsbezeichnungen auf Swisstopo-Karten
Sent 16 October 2008, 09h05
Zu diesem Thema gibt es offensichtlich ziemlich intensive Diskussionen und Kontroversen...
siehe etwa www.google.ch/search?hl=de&q=Swisstopo+dialekt&meta=


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